WirtschaftIn den Nachrichten
Hoff­nung Dexit.

(Vor­be­mer­kung: Wie üblich habe ich von Wirt­schaft kei­ne Ahnung und schrei­be daher im Fol­gen­den nur Quatsch.)

Die „Finan­cial Times“ berich­te­te heu­te, dass „die EU“ har­te Stra­fen gegen den Tech­nik­kon­zern Alpha­bet erwägt, weil die­ser es wage, inner­halb der eige­nen Ange­bo­te die eige­nen Pro­duk­te zu bevor­zu­gen, was zumin­dest kei­ne all­zu fal­sche Annah­me ist, denn mit Kon­zep­ten wie dem bei Nut­zern eher unbe­lieb­ten AMP und der prio­ri­sier­ten Suche von You­Tube-Vide­os ist die zu Alpha­bet gehö­ren­de Fir­ma Goog­le weit davon ent­fernt, ein neu­tra­ler Dienst­lei­ster zu sein.

Nun ist Goog­le kei­ne staat­li­che Fir­ma, son­dern Teil der „frei­en Wirt­schaft“ und somit kei­nes­wegs dazu ange­hal­ten, sei­nen Mit­be­wer­bern pro­mi­nen­te Wer­be­plät­ze ein­zu­räu­men. Mei­nes Wis­sens hat bis­her selbst inner­halb der EU nie­mand Bur­ger King dar­auf ver­klagt, künf­tig auch Pro­duk­te von McDonald’s im Sor­ti­ment zu füh­ren, und auch Apple wei­gert sich so stand­haft wie erfolg­reich, sei­ne Gerä­te optio­nal mit Android oder Win­dows aus­zu­lie­fern. Dage­gen soll­te die EU wirk­lich mal was tun!

Dass die EU zur eili­gen Markt­be­rei­ni­gung sonst neigt, ist frei­lich kei­ne Auf­se­hen erre­gen­de Fest­stel­lung (Gur­ken­krüm­mung! Gemü­se­na­men! Glüh­bir­nen! Geld!) und bedarf inso­fern kei­ner wei­te­ren Aus­füh­rung. Über die­se selek­ti­ve Behin­de­rung frei­en Waren­ver­kehrs („der Wirt­schaft“) hin­aus hat die Euro­päi­sche Uni­on ins­ge­samt poli­tisch unge­fähr Fol­gen­des zu bie­ten:

Ich wage eine Behaup­tung auf­zu­stel­len: Ein Poli­ti­ker, der sich als libe­ral und als Men­schen­freund ver­steht, soll­te aus genau die­sen Grün­den und in Erfül­lung sei­ner Ver­ant­wor­tung gegen­über denen, deren Inter­es­sen er zu ver­tre­ten ver­pflich­tet ist, alles dar­an set­zen, ein bal­di­ges Ende der Euro­päi­schen Uni­on her­bei­zu­füh­ren.

Es ist nicht alles schlecht in Groß­bri­tan­ni­en.