Mir wird geschlechtNetzfundstücke
Rassische Plugkontrolle

Am kommenden Sonnabend findet, natürlich in Berlin, das „Queer Zinefest“ statt. „Queer“ ist ein Adjektiv, das Geschlechtsschizophrene für sich selbst mitunter bevorzugen, und was ein „Zinefest“ ist, erklärt die Website zum Fest:

Zines sind selbst verlegte, unkommerzielle, autonome Medien, die in allen denkbaren Formaten erscheinen können. (…) Zinefeste gelten als eine kreative, politische und soziale Platform die durch Workshops, Stände und einlandenden (sic!) Raum den Austausch von Ideen, Selbstausdruck und die Entstehen einer Community ermöglichen und fördern.

Wir lernen: Man kürze einfach das englische „magazine“ als „Zine“ ab, und schon hat man ein rebellisches neues Wort erschaffen. Diese Herangehensweise an die englische Sprache stammt wie das Wort selbst allerdings aus der australischen Umgangssprache, es handelt sich also um einen durchaus geeigneten Fall von kultureller Aneignung: Die sich selbst als weiß identifizierenden Organisatoren des „Zinefestes“ übernehmen Sprachmarotten aus anderen Kulturen zur Benennung ihrer Feiern. Sie sollten sich selbst somit auf ihrer eigenen Veranstaltung Geländeverbot erteilen:

Schwarze Menschen und People of Color erfahren Rassismus/Diskriminierung was unter anderem über ‚Kulturelle Aneignung‘ ausgedrückt wird.
Daher möchten wir Freund*innen – , Interessierte-, und andere Schwarze und of Color-Teilnehmende am Queer Zine Fest unterstüzten (sic!) und keine Dreadlocks und Plugs von weißen Besucher*innen auf unserem Fest haben.

Was ein „Plug“ ist und wie dessen Vorhandensein überprüft werden soll, möchte ich dann jetzt auch gar nicht mehr so genau wissen.

Senfecke

Bisher gibt es 3 Senfe:

  1. Plugs sind diese Ringe, mit denen man die Ohrläppchen dehnt. Jehova! Jehova! Du hast vollkommen Recht! Gefällt mir. fsmaulalda? Was für ein selten bescheuerter Beitrag. m( Hätte man nicht warten können?!

  2. Was „kulturelle Aneignung“ angeht finden sich da einige Perlen im Netz (die auch auf der policy Seite z.T. verlinkt sind)

    Absurd wird dieser Vorwurf auch dadurch, dass er häufig von „PoC“s – die qua Existenz schone eine „kulturelle Aneignung“ sind – vorgebracht werden. Nach deren Definition dürften die sich eigentlich keine Merkmale der „weissen Kultur“ aneignen, da sie ja aus einer anderen Kultur stammen. bzw. würde dann das ganze Konzept einiger Linken damit aueinanderfallen, dass jeder Mensch überall leben soll und darf. Womit dann aber auch jegliche kulturelle Identität austauschbar wird oder werden soll.

    Wobei nach deren Definition – bei genauen lesen – nur die schlechten Sachen sich quasi erblich übertragen.
    Also: „der weisse Mann“ => Kolonialismus => Kultur des „weissen Mann“ => schlecht => und von vorne

    Umgekehrt funktioniert das auch.

    Auf der Diskussionseite bei bei Wikipedia finden sich wissenschaftlich genauere Auseinandersetzungen:
    http://www.ethnologie.uni-muenchen.de/personen/professorinnen/soekefeld/mobil-phones/index.html

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