PolitikMontagsmusik
Gong — The Isle of Everywhere // Alternativ: Los.

Wie, es ist Montag?!Jaha­ha, es ist Mon­tag, der let­zte Mon­tag vor’m Advent, was, glaubt man den Geschäften in ein­er beliebi­gen Innen­stadt, eine ziem­lich große Sache zu sein scheint. Vielle­icht gehe ich dieses Jahr da auch mal hin. Vor­erst allerd­ings gilt der Kum­mer, hat sich doch aber­mals die Lage nur ger­ingfügig verän­dert; man ist und bleibt eben vor­rangig, wie Oma noch wusste, ’nen Hap­pen detsch. Wohl bekomm’s.

Es ist Mon­tag, es ist auch schon wieder Poli­tik. Mir macht das ja selb­st keinen Spaß. Vielle­icht kön­nte man Wahlkampf, Wahl und Wahlberichter­stat­tung kün­ftig völ­lig unter­lassen, denn eine Wahl, deren Ergeb­nis (ich schreibe jet­zt nicht: wie noch vor kurzem einen Kon­ti­nent weit­er) schon vorher so unauswe­ich­lich scheint, dass sie nicht ein­mal mehr Nuan­cen ken­nt, ist Ressourcenver­schwen­dung: Oskar Lafontaine (73) sagt, er möchte frischen Wind in die Poli­tik brin­gen, indem er zum drit­ten Mal in Folge den Chefkan­di­dat­en sein­er Partei im Saar­land gibt. Mir läuft es noch etliche Kilo­me­ter vom Saar­land ent­fer­nt kalt den Rück­en hin­unter. Auch in der Bun­de­spoli­tik ist mit Über­raschun­gen nicht zu rech­nen: Angela Merkel bleibt und, schlim­mer noch, der für NSA-Skandälchen und Abbau des Sozial­staats maßge­blich mitver­ant­wortliche Frank-Wal­ter Stein­meier lässt sich schon jet­zt den kün­fti­gen Bun­de­spräsi­den­ten nen­nen, denn, haha, natür­lich kön­nte man, also der Bürg­er, 2017 eine Partei mit einem eige­nen Gegenkan­di­dat­en wählen, aber, haha­ha, doch nicht hier. Macht doch kein­er. Will doch kein­er. Ist doch alles bestens hier.

Ist mir auch ein Rät­sel, wieso die AfD so beliebt ist.

Musik? Oh, ja, bitte!

Guten Mor­gen.