Es ist Montag, Tag 1 nach der friedlichen Explosion inmitten sonnigsten Wetters, das selbst den Mond blendete. Die Piratenpartei hat vieles komplizierter gemacht. Patrick wer? Na, Schiffer! Wie in Claudia Schiffer! Welch treffender Name für einen Piratenkapitän, welch bedeutsame Verwandtschaft. Kann ja nur gut werden mit so einer Cousine, sonst wäre das medial gar kein Thema, nicht wahr? Nichts könnte mich dazu bringen, einem einzigen, erst recht nicht so vielen seriösen Journalisten vorzuwerfen, er wäre mehr an solchem Firlefanz als an Politik interessiert. Das wäre doch auch wirklich unangebracht von mir. — Gab es denn auch Politik? Immerhin: Forschungsanstrengungen zur friedlichen Nutzung der Kernfusion sind sinnvoll. Zur Hölle mit den Hippies.
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag lässt wissen, dass die CDU/CSU keinesfalls eine linke Partei zu sein beabsichtigt. Das ist nun sicherlich sehr überraschend und auch ein wenig enttäuschend für ihr linksautonomes Wählerklientel. Mindestens genau so überrascht ist mal wieder die Onlineredaktion des heise-Verlags, die panisch vermeldete, dass Passwörter, die ihr auf den Computern fremder Leute (in der so genannten “Cloud”) ablegt, möglicherweise gar nicht so gut versteckt sind, dass da niemand reingucken kann. Aber ist ja so praktisch, das alles.
Man kann sich das Leben aber, statt einfacher, auch deutlich schwerer machen, zum Beispiel, indem man seine sexuellen Vorlieben zum Politikum macht: “Derzeit werden die LGBT-Rechte von einer Kopfgeburt aus der Rechtsabteilung von Anti-LGBT-Gruppen attackiert”, gut, andere Menschen finden ja auch Lokomotiven interessant. So lange die offensichtlich bedeutsamen gesellschaftlichen Probleme in den USA so aussehen, hat die Welt zumindest nicht zu befürchten, dass es noch schlimmer wird.
Machen wir sie doch so lange ein bisschen besser, zum Beispiel mit Musik.
Guten Morgen.



Das Leben “deutlich schwerer” machen uns eher die Leute, die LGBT-Rechte einschränken, zurücknehmen oder erst gar nicht zulassen wollen. Mit der oben formulierten Flockigkeit kann man natürlich sämtliche Bürgerrechts-Bewegungen lächerlich machen oder in ihrer Bedeutung relativieren. Denn um nichts anderes als um gleiche Bürgerrechte für alle geht es dabei. Seltsam, dass man so etwas immer noch erklären muss. Und ja, die sexuelle Orientierung ist ebenso eine Politikum wie die Hautfarbe oder alles andere, was von der herrschenden Mehrheit dazu gemacht wird.
Ach, weißte, von mir aus könnt ihr alle ficken, wen ihr wollt, so lange ihr niemandem damit auf den Sack geht.
Eine sehr originelle Antwort.