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Kurz­kri­tik: Hook­worms – The Hum

Hookworms - The HumTief in mei­ner Musik­ki­ste habe ich Haken­wür­mer gefun­den.

Hook­worms sind eine bri­ti­sche Band, die 2010 gegrün­det wur­de und gele­gent­lich mit den hier schon ange­prie­se­nen Woo­den Shjips zu den „Neo-Psychedelic“-Bands gezählt wird. Die fünf Her­ren nen­nen sich JN, SS, MJ, MB und JW und auch sonst gilt es bei die­ser Band, sich auf die Musik zu kon­zen­trie­ren. 2014 erschien ihr vier­tes und bis heu­te aktu­el­les Stu­dio­al­bum „The Hum“. In Groß­bri­tan­ni­en erreich­te es Platz 22 der Alben­hit­pa­ra­de, was über Groß­bri­tan­ni­en sicher­lich man­ches aus­sagt.

„The Hum“. Das Sum­men. Hmm, hmm, schep­per! Hier wird gerockt (Stoner, Indie) und gepunkt (Post), aber nicht gerollt. Obwohl es mit elek­tro­ni­schem Wabern und Schlag­zeug beginnt, als hät­te man es hier mit einer die­ser schreck­li­chen Teen­ager­ka­pel­len zu tun, aber das trügt, denn schnell setzt der ziem­lich ein­ma­li­ge Gesang von „MB“ ein, bis zur Unkennt­lich­keit ver­zerrt und kräf­tig hal­lend, angeb­lich, um die eige­ne Unsi­cher­heit zu über­spie­len, aber tat­säch­lich wohl auch der Effek­te wegen, was ich aus­drück­lich gut­zu­hei­ßen beab­sich­ti­ge. Psy­che­de­lia in Hoch­form.

Hook­worms – The Impas­se (Offi­ci­al Audio)

Ich nei­ge ja dazu, über­all Musik­grup­pen sozu­sa­gen wie­der­zu­er­ken­nen, die ich sehr schät­ze, und auf „The Hum“ habe ich stän­dig die Fra­ge im Kopf, ob die gran­dio­sen Vel­vet Under­ground wohl heu­te so ähn­lich klän­gen, wenn sie heu­te noch klän­gen und dabei von einer die­ser neu­en Retro-Psy­che­de­lic-Bands (ich wür­de Vibra­vo­id emp­feh­len) geco­vert, beglei­tet oder sonst­was wür­den. Das fol­gen­de orgel­klan­gla­sti­ge „On Lea­ving“ setzt das inso­fern fort, als mir sofort Ver­glei­che mit den Raveo­net­tes und ähn­li­chen Bands ein­fal­len.

Bemer­kens­wert sind im Übri­gen die drei instru­men­ta­len Über­gangs­stücke „iv“, „v“ und „vi“, die das Äqui­va­lent zu „i“, „ii“ und „iii“ vom eben­so über­zeu­gen­den Vor­gän­ger­al­bum „Pearl Mystic“ (2013) bil­den und im Wesent­li­chen aus Dro­nes bestehen, sozu­sa­gen als Ruhe zwi­schen dem Sturm. Das hohe Niveau hal­ten Hook­worms bis zum letz­ten, noch­mals druck­vol­len Stück „Retre­at“ durch, Lan­ge­wei­le kommt hier nicht auf.

Hook­worms – Retre­at

Ihr seht mich erfreut.

The Hum. Kann man mal hören.

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