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The Raveo­net­tes – Aly, Walk With Me

Was, Montag?!„Natur hat die Nei­gung zum Plu­ral, nur Stei­nen ist der Plu­ral egal.“
– Foy­er des Arts: Zwei Refrains


Es ist – hur­ra! – Mon­tag. Wäh­rend Mit­glie­der der offen­bar von allen guten Gei­stern ver­las­se­nen Ber­li­ner „Lin­ken“, deren maß­geb­li­che Kar­rie­re­qua­li­fi­ka­ti­on es bis­her war, mehr oder weni­ger feh­ler­frei frem­de Tex­te vor­zu­le­sen, ver­ge­bens ver­su­chen, ihr haupt­säch­li­ches Feind­bild per Akkla­ma­ti­on zu ver­wirk­li­chen, hat man nicht ein­mal mehr die Muße, um sich anstän­dig dar­über zu echauf­fie­ren, weil man ja schon immer wuss­te, was ande­re nun schmerz­voll erfah­ren müs­sen, und der­weil ganz ande­re Sor­gen sich mani­fe­stie­ren, nament­lich die Ent­beh­rung (mein­ten Sie: Ent­bä­rung?), die selbst ein Wochen­en­de hin­ter Schlei­er legt. Das muss nicht so, das ist kaputt.

Klin­ge­ling, ding­dong, die Nach­rich­ten. Ein Flücht­lings­heim brennt, ein Syrer war’s. Man hat es auch nicht leicht als Neo­na­zi heut­zu­ta­ge, die­se Flücht­lin­ge neh­men einem sogar die Hob­bys weg. Zu dem unlu­sti­gen Kas­per Jan Böh­mer­mann, den irgend­wie gut zu fin­den selbst mir zu doof wäre, bleibt, übri­gens, an die­ser Stel­le zur Abwechs­lung mal Ser­dar Somun­cu zu zitie­ren: „Wir reden nicht über Geschmack.“ – Das wäre im deut­schen Fern­se­hen auch ein sehr kur­zes Gespräch.

Und sonst so? In Chi­na gibt es flausch­be­fell­te Pan­da­bä­ren, in Japan gibt es Igel­ku­scheln für acht Euro. Asi­at müss­te man sein, aber Betrübt ist ja auch ganz schön. Viel­leicht soll­te sich statt der omi­nö­sen free hugs ein­mal das Kon­zept der paid hugs durch­set­zen; oder über­haupt: hugs.

Aly, walk with me in my dreams all through the night.

The Raveo­net­tes – Aly, Walk With Me (Live on KEXP)

Guten Mor­gen.