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Marc Ribot Trio – Fat Man Blues

WachwachwachEs ist Mon­tag, es ist Zeit, sich noch­mals bevor­zugt gemein­sam im Bett her­um­zu­dre­hen (wenn nicht gar: zu wäl­zen), bevor die Pflicht ruft. Nacht­schla­fen­de Zeit har­mo­niert nicht mit Tages­licht.

Ande­ren ist die Flei­sches­lust eher fremd:

Über den freund­li­chen Wink an die Jung­stu­den­ten in Form von Kon­do­men herrsch­te ja noch ein leid­li­cher Kon­sens im Stu­den­ten­rat. Doch dann kam der Plan zur Anschaf­fung von je 5 000 vega­nen Kon­do­men und 5 000 dem – so die Erläu­te­rung – „siche­ren Oral­ver­kehr an Frau­en“ gewid­me­ten Leck­tü­chern zur Abstim­mung. Und wur­de von der Mehr­heit auch prompt gut­ge­hei­ßen[.]

Denn wenn Erst­se­me­ster eins wirk­lich brau­chen, dann sind es vega­ne Kon­do­me und Leck­tü­cher!

Aber wen inter­es­sie­ren schon sol­che Kin­ker­litz­chen, wenn es doch weit schlim­me­re Nach­rich­ten zu ver­mel­den gibt? Hes­sen hat gestern gewählt und die Rechts­po­pu­li­sten haben gewon­nen: Unge­fähr vier­zig Pro­zent der Wäh­ler gaben CDU oder SPD ihre Stim­me. Hes­sen hat­te ich gar nicht als so rück­stän­dig in Erin­ne­rung. Viel moder­ner ver­sucht der­weil „ZEIT ONLINE“ zu sein, die einen Arti­kel über das Zei­chen „@“ anläss­lich des Todes des Erfin­ders der E‑Mail Ray Tom­lin­son „Very s@d news“ beti­telt, „Very satd news“ also, was einer­seits herr­lich 90er, ande­rer­seits aber auch nicht weni­ger als däm­lich ist.

Lasst uns unge­ach­tet all des­sen beschwingt in die Woche star­ten.

Marc Ribot Trio Fat Man Blues

Guten Mor­gen.