MontagsmusikNetzfundstücke
Leo­nard Cohen – Store Room

Flügel schonend fliegen.Mon­tag, du Wochen­tag gewor­de­ner aus­ge­streck­ter Mit­tel­fin­ger. Wenn die Auf­tei­lung der Woche Men­schen­werk ist, ist die blo­ße Beschaf­fen­heit des Mon­tags ein wei­te­rer Grund zur Misanthropie.

Zumal doch schon Leu­te, die einem nicht mon­tags begeg­nen, an der Sinn­haf­tig­keit mensch­li­chen Daseins zwei­feln las­sen: Hete­ro­to­pie auf der Toi­let­te, die Selbst­er­nied­ri­gung durch Imi­ta­ti­on ist in der Bild­chen­ge­sell­schaft mit beäng­sti­gend wenig Scham­ge­fühl ver­bun­den. Ich bin ja nicht kon­ser­va­tiv, aber ein wenig weni­ger Gaga wäre der zuge­knöpf­ten Zeit wirk­lich ange­mes­sen. Apro­pos Ernied­ri­gung; ein Blick nach links. Sprach­ver­hun­zer, Twit­ter­t­rol­le, Kapu­zen­hei­nis, Gen­der­sprallos. Ist das ‚links‘? Kann man das „ver­ei­nen“? Will das irgend­wer? Ist das Kunst oder kann das weg?

Gran­dio­se Idee des Monats: WLAN in Herz­schritt­ma­chern, weil ein Gerät ohne WLAN kein gutes Gerät sein kann. Was kann schon schief­ge­hen? – Aber es heißt ja, ein Mensch soll­te nie­mals die Mode igno­rie­ren, auch nicht in der Küche. Für „SPIEGEL ONLINE“ ermit­tel­te man, dass die Mode gera­de auto­the­ra­peu­ti­sches Erkennt­nis­backen umfasst. Ich backe ver­brann­ten Kuchen, schon der Far­be wegen.

Erwähn­te ich, dass Mon­tag ist?

Leo­nard Cohen – Store Room (1967)

There’s not­hing left to choo­se and the­re is so much more to lose.

Guten Mor­gen.