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Wooden Shjips — Flight

Heute (Symbolbild)So mag ich meine Mon­tage, ohne Reue, nicht allein; naja, zumin­d­est nicht allein. Tem­po­ra mutan­tur, irgend­was läuft nicht ganz so falsch. Das muss dieses Altwer­den sein, von dem so oft die Rede ist. Ich glaube, ich finde das ganz in Ord­nung so.

Im deutschsprachi­gen Teil Twit­ters der­weil sind Tweets über das Pri­vatleben von Men­schen inzwis­chen ein Trend. Allmäh­lich über­rascht es mich kaum noch, dass klas­sis­che Medi­en immer wieder Ten­den­zen auf Twit­ter mit “der Stim­mung des Volkes” ver­wech­seln, obwohl das Volk eben auch vieles redet, dessen Ken­nt­nis wohl kaum jemand für eine tat­säch­liche Bere­icherung seines Lebens hielte. Wer sitzt in der Jury ein­er grauen­vollen Sendung, die bere­its gescheit­erte Exis­ten­zen nach kurzem Auf­blühen nach­haltig ver­nichtet? Wie alt ist die gegen­wär­tige Fre­undlin eines vor zwanzig Jahren ver­gle­ichs- wie über­raschen­der­weise erfol­gre­ichen Musik­ers? Wie teuer war die Frisur eines aus­tauschbaren Beruf­s­gesichts? Was hat das über­haupt alles zu bedeuten?

“Oh, was nicht wis­sen find’ ich toll!” (Patrick Star, c/o “Sponge­Bob Schwammkopf”).

ZEIT.de weiß indes: “Vinyl ist was für Hip­ster”. Es sei unmod­ern, friste ein Nis­chen­da­sein und zahle sich kaum aus. Dabei geht es gar nicht immer um’s Geld, son­dern um viel mehr.

Wood­en Shjips — Flight (Live on KEXP)

Aber darauf müsst ihr schon selb­st kom­men.

Guten Mor­gen.