Ein flauschloser Montag, der davor war irgendwie schöner. Teufel, geht das immer schnell. Es wird Grippezeit, und auch die Piratenpartei hatte sich da was eingefangen: Florian “d1etpunk” Bokor ist milde keifend ausgetreten, wie gewohnt noch im Gezeter mit “willkommen draußen” von denen begrüßt, die es für einen Erfolg halten, politisch gescheitert zu sein. Dieser Florian Bokor war auch jener, welcher im Januar 2014 anlässlich eines Bundesparteitags fremde Flaggen hissen ließ, das Piratenschiff also gleichsam kampflos vor versammelter Mannschaft den Seeroibern, die nicht mehr einte als der Klassenkampf gegen das Böse, übergab.
Vielleicht hätte er sich vorher wenigstens ein wenig mit “seiner” Partei beschäftigen sollen, denn das, was ihm fehlte, war nie weg. Für ein Bekenntnis zu den immer gleichen Werten aber gibt es vielleicht einfach zu wenig Applaus von den Willkommendraußens. Rum und Ähren. Evidenzbasiertes politisches Geschick ist so 2009.
Klopp lernt das Verb “to lose”, überschrieb man bei der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” einen Artikel über ein verlorenes Fußballspiel von Jürgen Klopps neuem Verein, dem FC Liverpool, und möglicherweise bringe ich dem zuständigen Redakteur jetzt auch mal ein neues Verb bei, nämlich “to facepalm”, und möchte das zur weiteren Interpretation einfach einmal hier herumliegen lassen. Andere Leute lassen Schlimmeres herumliegen, zum Beispiel lässt ein Herr Collins die Kunstfigur “Phil Collins” herumliegen, während er befürchtet, jetzt doch noch cool zu werden. Immerhin scheint er trotzdem seine Musik zu kennen: “Es sind nicht nur Kritiker, denen manche meiner allgegenwärtigen Bestseller längst aus dem Hals heraushängen!” Radiosender allerdings kriegen offensichtlich nicht genug davon. Hoffentlich bringt bald jemand ein drittes Lied raus.
Oder es spielen einfach mehr Radiosender was Anständiges. Ich hätte da einen Vorschlag.
Guten Morgen.


Moin,
“Wir schaffen das”
passend:
https://www.youtube.com/watch?v=-FIMvSp01C8