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Sein oder ich sein? (Fünf Jahre danach.)

(Und irgend­wann wacht man auf und ist zum ersten Mal im Leben älter als man sich fühlt. Was war denn das jet­zt? Man ist doch kein biss­chen reifer, weis­er, bess­er als noch gestern gewor­den. Ist das das Leben oder war es das oder wird es das gewe­sen sein? Man war ja noch lange keine 30 und ist es bis zum let­zten Tag auch nicht gewor­den. Wie alt ist eigentlich zu alt für wen, für was? Vor lauter Per­spek­tiv­en sieht man sich selb­st schon nicht mehr im Spiegel, was mit zuse­hends voran­schre­i­t­en­der Alterung eine immer erfreulichere Aus­sicht ist. Die grauen Haare auf dem Kissen sind Zeuge genug des eige­nen Ver­sagens, des eige­nen Ver­rats an sich selb­st. Man sollte, man müsste, man hat­te nur nicht. Kein Voran, kein Bestand. Die Evo­lu­tion der Gesellschaft frisst zuerst die, die sie fürcht­en. Das Leben über­holt immer zweimal, während man kurz rastet. Man hat längst ver­loren, zulet­zt schließlich seinen Humor.)

… und jed­er Son­nen­strahl trifft dich wie ’ne Kugel aus Stahl,
schießt Bilder in deinen Kopf, die dir vor Stun­den egal,
und alte Wun­den fan­gen wieder zu bluten an,
du starrst nur Löch­er in die Luft, hun­dert Minuten lang …

(Die Fan­tastis­chen Vier: Hey!)

(Erschöpft ab.)