Soso, ZEIT ONLINE hat sich ein neues, hässliches Gesicht gegeben: Die Website ist jetzt “responsive”, das bedeutet, dass die grotesk überdimensionierte Werbung, die den eigentliche Seiteninhalt einrahmt und bei Einsatz eines Werbeblockers auf leidlich modernen Bildschirmen unfein aussehende Seitenränder hinterlässt, jetzt mit der Browsergröße wächst. Ich habe ein kleines Userscript (getestet unter Firefox mit Greasemonkey) geschrieben, das die schlimmsten Schmerzen wenigstens oberflächlich zu beseitigen versucht.
Noch ärgerlicher allerdings ist dieser Satz:
Das so genannte mobile Internet, so glauben wir, IST in Zukunft das Internet.
Dass “das Internet” mit “dem Web” identisch sein soll, lässt mich aufstoßen. Dafür, dass Usenet, Filesharing, E‑Mail, Gopher und “WWW” in einen Topf geworfen werden, sind wir 1989 nicht auf die Straße gegangen! — Obwohl sicherlich verschiedene Vertreter der Industrie und Wirtschaft ins gleiche Horn stoßen: Mobile Geräte taugen, allen Klapptastaturen zum Trotz, allenfalls zum Konsum von so genanntem content, das Verfassen von Texten aber macht darauf noch immer nicht besonders viel Spaß. Dass es in Zukunft eine quasi strikte Teilung zwischen Lese- und Schreibweb geben wird, steht zwar zu befürchten, aber eine Gleichsetzung wäre übertrieben.
Dass die “ZEIT” hier mit der Zeit geht, ist zwar kaum von der Hand zu weisen, aber bedrückend allemal.


Sie sind, mit Verlaub, ein Arschloch.
Die Aussage der Zeit mit dem mobilen Web ist schwachsinn. Kann man so unterschreiben. Das Problem mit dem Lese- und Schreibweb ist ein interessanter Gedanke, den man der Generation iPhone ruhig öfters aufs Brot schmieren sollte.
Zur Zeit: Ich hab bei der Bedienung das Gefühl, die Seite ist auch daraufhin ausgelegt, bei Benutzung von Werbeblockern unbenutzbar zu werden. Besonders die Kommentarfunktion ist sehr anfällig nicht zu funktionieren. Mal sehen wie sich das in Zukunft entwickelt.