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In aller Kürze: Bahnbrechende Verluste

Im Mai schrieb ich impli­zit, die Gewerkschaft der Lokführer ver­fü­ge über zu viel Geld. Heute wur­de bekannt, wo die­ses Geld eigent­lich herkommt:

Der Gewinn der Deutschen Bahn ist im ersten Halbjahr um 18 Prozent ein­ge­bro­chen. Allein den Schaden der Lokführerstreiks bezif­fert der Konzern auf 500 Millionen Euro.

Oha, das klingt nach einer Menge Geld. Und tatsächlich:

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2015 fast ein Fünftel weni­ger ver­dient als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen lag nach Konzernangaben bei 890 Millionen Euro. Das sind gut 18 Prozent weni­ger als in den ersten sechs Monaten 2014.

Der Umsatz stieg leicht auf rund 20 Milliarden Euro.

(Hervorhebungen von mir.)

Das riecht nach Personalkürzungen, um den unauf­halt­sam schei­nen­den Sturz auf­zu­hal­ten. Und tat­säch­lich - der Bahnchef will durchgreifen:

Grube hat­te dem Aufsichtsrat am Montag einen Sechs-Punkte-Plan zum Umbau des Konzerns vor­ge­legt, um auf die Schwierigkeiten in meh­re­ren Geschäftsfeldern zu reagie­ren. Dazu gehört, dass die Zahl der Vorstandsmitglieder von acht auf sechs ver­rin­gert wird.

Rüdiger Grube, die­ser Sparfuchs, zählt bekannt­lich zu den Bescheidenen sei­ner Zunft; sein Gehalt sank 2013 laut „Süddeutscher Zeitung“ von 2,66 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 1,66 Millionen Euro, und es wur­de seit­dem nicht bes­ser: 2014 wur­de die Erfolgsprämie um etwa 174 Prozent erhöht, die­ses Jahr sieht es mit der Erfolgsprämie düster aus.

Vielleicht soll­ten wir Spenden sammeln.