Ein Vorname wie „Pumuckl“ oder „Pepsi-Carola“ kann für ein Kind zur Qual werden – doch Deutschland ist offener geworden und bei Standesämtern werden ungewöhnliche Namenswünsche von Eltern immer seltener abgelehnt. (…) Eine Rückbesinnung auf traditionellere Namen macht das Münchner Standesamt aus: „Der Trend geht zu traditionellen Namen zurück“, sagt Leiter Gerhardt Wirsing.
“Wirsing”.
Der Leiter des Standesamtes, Frank Neubert, sagt: „Was in manchen Ohren fremd und exotisch klingt, kann in anderen Gegenden ein gebräuchlicher Vorname sein.“ Dazu zählt er Moka und Jazz für Mädchen sowie Orlando und Filou für Jungs.
Ein “Filou” ist, das weiß das Wörterbuch, ein nichtsnütziger Lebemann. Zumindest das ist tatsächlich gebräuchlich. Einfach mal wieder Bus fahren!
Vor ein paar Jahren war es ja noch Sitte, seine Kinder nach Städten zu benennen. Ein kleiner Leinfelden-Echterdingen, der aus dem Kinderparadies abgeholt werden wollte, ist mir zum Glück noch nicht begegnet; dafür jede Menge Aldahs und Diggas.
Ob das Standesamt das durchgehen lassen würde?
Er ist über zehntausend Jahre alt / und hat viele Namen.
Ton Steine Scherben: Mein Name ist Mensch

