Pünktlich zur Weihnachtszeit wird das geistige — laut Duden-Verlag “nur gedachte, allein in der Vorstellungswelt vorhandene” — Eigentum wieder angemessen geschützt:
Das niederländische GEMA-Pendant hat eine Grundschule heimgesucht, weil sie gehört hatten, dass die Weihnachtslieder spielen. Dafür hatten sie keine Aufführrechte.
Aus unbekanntem Grund haben sich über diese angemessene Reaktion auf dreiste Verletzung von Urheberrechten seitens der auf ihre kindliche Unschuld pochenden Raubkopierterroristen mehrere Leute empört, was nur daran liegen kann, dass sie über die rechtliche Lage in den Niederlanden nicht informiert scheinen. In weiser Voraussicht hat die abzuwählende deutsche Regierung in spe den Plan gefasst, Empörungen zumindest im eigenen Land mittels Aufklärungskampagnen vorzubeugen:
Das Bewusstsein für den “Wert geistigen Eigentums” in der Gesellschaft müsse gestärkt werden. (…) Die geplante große Koalition will zum Erreichen dieses Ziels “entsprechende Maßnahmen unterstützen”. Ob es sich dabei um eine Verpflichtung für Provider handeln könnte, Warnhinweise an die Nutzer zu schicken und dafür den Netzverkehr großflächig zu überwachen, lassen die Kulturpolitiker offen.
Wenn’s halt schon nicht für eigene geistige Leistungen genügt.
Für Leute mit starkem Magen: Weitere Gründe zum Auswandern (zum Beispiel in die Schweiz) für jedenfalls vier Jahre werden hier gesammelt.


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