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Kurz ver­linkt CXCIV: Spit­zel, Schwu­le, SPD

Ups:

Der Geheim­dienst hat offen­bar nicht nur etli­che Jour­na­li­sten unrecht­mä­ßig in einer Extre­mis­mus­da­tei gespei­chert. Jetzt kam her­aus, dass einer der Bespit­zel­ten wohl Opfer einer pein­li­chen Namens­ver­wechs­lung wur­de.


Apro­pos spitz: Der Chef des ita­lie­ni­schen Nah­rungs­mit­tel­kon­zerns Baril­la hat nichts dage­gen, wenn Schwu­le Nudeln in den Mund neh­men. Nur bit­te nicht die von Baril­la.

Non fare­mo pubbli­ci­tà con omo­ses­sua­li, per­ché a noi pia­ce la fami­glia tra­di­zio­na­le. Se i gay non sono d’ac­cordo, pos­so­no semp­re man­gia­re la pasta di un’al­tra mar­ca.

Auf Twit­ter folg­ten zahl­rei­che Boy­kott­auf­ru­fe, und es ist eigent­lich nur noch eine Fra­ge der Zeit, bis jeder, der sich im Super­markt mit Baril­la­pro­duk­ten erwi­schen lässt, über Jah­re hin­weg als Homo­se­xu­el­len­geg­ner gebrand­markt wird. Ande­rer­seits ist bereits heu­te die Meu­te längst wei­ter gewan­dert; da man sowie­so gera­de bei Nudeln war, geht es nun um Nudeln mit Ketch­up, und alle sind ganz über­rascht dar­über, dass Stu­den­ten oft mit sehr wenig Geld aus­kom­men müs­sen. Blö­der­wei­se immer erst nach einer Wahl.


Ach, Wah­len. Da war ja was. Eine Regie­rung ist aber immer noch nicht in Sicht. Peter Sig­mar Gabri­el weiß Rat:

Par­tei­chef Sig­mar Gabri­el schlägt (…) nun vor, die Mit­glie­der in der Sache zu befra­gen – er ver­bin­det damit die eige­ne poli­ti­sche Zukunft.

Das macht das Ergeb­nis natür­lich um so span­nen­der.

Nach­trag von 19:42 Uhr: Peer Stein­brück wird’s jeden­falls nicht machen. Blöd: Das Buch „Vor­erst geschei­tert“ hat schon ein ande­rer geschrie­ben. Viel­leicht wäre es bei all den Rück­trit­ten der letz­ten Tage aber erhol­sam, wür­den nur noch die­je­ni­gen mit der Pres­se reden, die nicht von irgend­ei­nem Amt zurück- oder nicht wie­der antre­ten. Wie ange­nehm ent­span­nend wären die Nach­rich­ten dann!