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Kurz verlinkt CLXII: Ein klares Signal; wie aus der Pistole geschossen.

Was macht eigentlich Gui­do West­er­welle (F.D.P., das war die Partei mit dem lusti­gen Vor­sitzen­den) ger­ade? Nun, er ist immer noch Außen­min­is­ter Deutsch­lands, und als ein solch­er hat­te er sich jüngst mit seinen Amt­skol­le­gen aus dem Rest der Europäis­chen Union zusam­menge­set­zt und sich darüber unter­hal­ten, wie man mit Syrien, in dem ger­ade ein Bürg­erkrieg stat­tfind­et, umzuge­hen hat.

Endlich gibt es eine Lösung:

Am Ende kon­nten sich die Außen­min­is­ter nicht auf eine Ver­längerung des EU-Waf­fen­em­bar­gos eini­gen — und damit ihren Stre­it in der Frage von Waf­fen­liefer­un­gen bei­le­gen. Damit läuft das Embar­go gegen Syrien automa­tisch an diesem Fre­itag um Mit­ter­nacht aus.

Eigentlich löst das nicht nur das Syrien‑, son­dern auch das Krisen­prob­lem: Deutsch­land als treibende Kraft im weltweit­en Waf­fen­han­del benötigt drin­gend einen neuen Auf­schwung, und der wäre so zumin­d­est sichergestellt, wenn auch nicht lange. Jeden­falls für Erle­ichterung ist so gesorgt:

In deutschen Ver­hand­lungskreisen herrschte danach große Erle­ichterung über den Kom­pro­miss. “Alles andere wäre ein fatales Sig­nal gewe­sen, des Nichthandels an Assad und der Hand­lung­sun­fähigkeit der EU”, hieß es am Dien­stag.

Denn, genau!, was sollen die Leute denken, wenn die EU sich nicht ein­mal dafür entschei­den kann, Waf­fen in ein Kriegs­ge­bi­et zu liefern? Undenkbar, sage ich.

Auf die EU ist eben Ver­lass.