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Bücher? Wie rückständig!

Amazon ver­kau­fe inzwi­schen, jeden­falls in den USA, mehr „E-Books“ als rich­ti­ge Bücher, schreibt Perun und lässt die Gelegenheit nicht unge­nutzt, uns Bücherfreunde als rück­stän­dig hin­zu­stel­len, aber immer­hin nicht nur die deutschen:

Wobei die­se Mentalität nicht spe­zi­ell auf Deutschland beschränkt ist. Ich wür­de eher sagen, das dies typisch für Kontinental-Europa ist: „ken­nen wir nicht, brau­chen wir nicht“.

Perun geht hier aber von fal­schen Voraussetzungen aus. E-Books (frü­her nann­ten wir so was schlicht PDF-Dateien) sind nicht der Nachfolger des Buches, sie sind eine Alternative, wie eben die CD auch eine Alternative zur Schallplatte ist und MP3 eine Alternative zu … nein, MP3 ist eigent­lich gar kei­ne Alternative. „Wie, du hörst noch Schallplatten?!“ rufen die hip­pen jun­gen Trendteens mit den alber­nen Knöpfen im Ohr, wo dann doch jeder ein­zel­ne Takt in immer noch ziem­lich gru­se­li­ger Lautstärke nach drau­ßen dröhnt. Wird bald auch der Ruf „Wie, du liest noch Bücher?“ ertönen?

Wägt man Pro und Kontra von Büchern und ihren digi­ta­len Surrogaten gegen­ein­an­der ab, so geschieht dies immer sub­jek­tiv. Was mir an Büchern gefällt, kann dem näch­sten Rezensenten schon zuwi­der sein. Daher kann und wer­de ich hier nur für mich sprechen.

Der oft gehör­te Einwand, Bücher gehör­ten zu unse­rer Kultur, ist Humbug, Lesen und Schreiben gehö­ren zu unse­rer Kultur wie auch die bekann­ten Werke Schillers, Lessings und wie sie alle hie­ßen. Die Bibel wur­de auch nicht zuerst als Buch gedruckt, den­noch ist sie noch immer ein zen­tra­ler Bestandteil des­sen, was man­che Personen als abend­län­di­sche Kultur bezeich­nen; anders gesagt: Die Darreichungsform eines lite­ra­ri­schen Werkes ist qua­si unbe­deu­tend gemes­sen an sei­nem eigent­li­chen Inhalt.

„Ironie pur“ (mein­ten Sie: „pure Ironie“?) nennt es Perun, dass aus­ge­rech­net vie­le EDV-Fachbuchverlage ihre Publikationen nicht in E-Book-Form anbie­ten, und ich schät­ze, er betont das Wort ver­se­hent­lich auf „EDV“, dabei geht es doch vor allem um Bücher. Warum hat Perun eigent­lich noch kei­nen Artikel geschrie­ben, in dem er sich dar­über mokiert, dass Computern immer so viel Papierkram beiliegt?

Ein „Kindle“ - die­ses merk­wür­di­ge elek­tro­ni­sche Ersatzbuch von Amazon - ist, ver­ein­facht aus­ge­drückt, ein por­ta­bler PDF-Betrachter. (Die tech­ni­schen Unterschiede zwi­schen PDF- und E-Book-Dateien sind der­art mar­gi­nal, dass ich ihnen kei­nen geson­der­ten Absatz wid­men möch­te.) Der Vorteil die­ses Gerätes ist es, dass man auch beim nächt­li­chen Zugfahren noch genug Beleuchtung bekommt, um sich ohne Ermüdung dem jeweils gera­de gela­de­nen Buch zu wid­men. Dem gegen­über ste­hen ein, gemes­sen an einer Buchseite, klei­ner Bildschirm mit teil­wei­se win­zi­ger Schrift und der auf lan­ge Sicht doch immense Bedarf an elek­tri­schem Strom.

Es ist schön, dass gera­de jun­ge Leute sich mit dem Erfolg des „Kindle“-Gerätes bemü­ßigt füh­len, wie­der mehr Bücher zu lesen, und sei es halt nur die seich­te „Twilight“-Reihe. Aber der alte Leitsatz, dass Bücher Kinder von der „Glotze“ weg­locken sol­len, fin­det hier kei­ne Anwendung, denn ob das Kind nun chat­tet oder E-Books liest, es sitzt vorm Bildschirm. (Andererseits gin­gen die Initiatoren des Leitsatzes von fal­schen Voraussetzungen aus, denn nicht jedes Buch ist eine bes­se­re Wahl als jede Fernsehsendung oder jede Internetseite.)

Aber wie oben erwähnt soll­te man die elek­tro­ni­schen Spielzeuge nicht als Ersatz, son­dern als Alternative betrach­ten, denn bei­des hat einen sinn­vol­len Einsatzzweck. Sind E-Books etwa für Reisen oder für Lesen bei nicht all­zu erhel­len­dem Tageslicht gut geeig­net, so habe ich doch auch gern ein Buch im Schrank, das ich anse­hen und anfas­sen kann; denn wirk­lich blät­tern kann man in die­sen E-Books nicht. Die Haptik eines Buches ist ähn­lich der eines Tonträgers: Es steht das glei­che dar­in wie in den digi­ta­len Pendants, aber letzt­end­lich erwirbt man ein tat­säch­li­ches Produkt, nicht nur eine digi­ta­le Reproduktion davon oder gar nur eine „Nutzungslizenz“ (Apple-Nutzer ken­nen das).

Perun mut­maßt weiterhin:

Aber auch dies­mal haben es die Verlage – ähn­lich wie die Musikindustrie vor Jahren – in der Hand, ent­we­der man passt sich an oder man geht unter.

Mitziehen oder in der Bedeutungslosigkeit ver­schwin­den; das hat man einst auch von der MiniDisc gesagt, die eine Zeitlang das neue „kom­men­de Ding“ in der trag­ba­ren Musikwelt war und die Kassette end­gül­tig ablö­sen soll­te. Das aber über­nah­men erst bespiel­ba­re CDs, dann die MP3-Spieler, und die MiniDisc - ging unter.

Irgendwas jeden­falls sagt mir, dass ich auch in zehn Jahren nicht vor lee­ren Regalen ste­hen wer­de, wenn ich in mei­ner Lieblingsbuchhandlung die Neuerscheinungen sich­ten möch­te. Man muss, um es mal über­trie­ben aus­zu­drücken, nicht jeden Modequatsch mit­ma­chen, nur um nicht als uncool zu gelten.

Und so ein Buch kann uns auch kei­ner unge­fragt weg­lö­schen.

Senfecke:

  1. Zitat:

    „Bücher­freunde als rück­stän­dig hinzustellen“

    Wo habe ich das geschrie­ben? Bitte zeigen.

    Oder mein­test du fol­gen­den Abschnitt:

    „Viele Leute möch­ten sich nicht mit digi­ta­len Büchern anfreun­den und das ist deren gutes Recht.“

    Zitat 2:

    „sind nicht der Nach­fol­ger des Buches, sie sind eine Alternative“

    genau das habe ich beschrie­ben. Hier:

    „Ich den­ke, dass es in Zukunft ein neben­ein­an­der von digi­ta­len und gedruck­ten Büchern geben wird. So ähn­lich wie mit Theater, Radio, TV und Kino.“

    Kann es sein dass du mein Artikel (besten­falls) über­flo­gen hast? :-)

  2. Nee, ich mein­te: Du hast das mit dem Umstieg auf gedruck­te Bücher ver­gli­chen. Aber es geht ja gera­de nicht um einen Umstieg, son­dern um eine Koexistenz. Und zwar nicht auf glei­chem Niveau, denn „E-Books“ haben eine bestimm­te Marktlücke, näm­lich „unter­wegs lesen“. Bei Sonnenschein drau­ßen kann das sogar auch schon schwie­rig werden…

  3. Hi,

    „Bei Son­nen­schein drau­ßen kann das sogar auch schon schwie­rig werden…“

    mit mei­nem Kindle kann ich in der Sonne min­de­stens genau so gut lesen wie mit einem gedruck­ten Buch. In mei­sten Fällen sogar bes­ser, weil vie­le Bücher wei­ße Seiten haben und die­se blen­den in der Sonne. Kindle dage­gen hat einen hell-grau­en Hintergrund und die Schrift ist gesto­chen scharf. Und bei Kindle ist im Gegensatz zu iPad & Co. der Bildschirm bei Kindle matt.

    „denn „E-Books“ haben eine bestimm­te Markt­lü­cke, näm­lich „unter­wegs lesen“.“

    Ja, das auch, aber die Suchfunktion ist auch ein Vorteil. Üblicherweise ver­fü­gen Romane über kei­nen Index und wenn ich z. B. suchen will auf wel­chen Stellen Gandalf vor­kommt, dann habe ich bei einem gedruck­ten Buch ein Problem.

    „Du hast das mit dem Umstieg auf gedruck­te Bücher verglichen“

    Das bezog ich ledig­lich auf den Widerstand bei den Leuten. Der Widerstand war ja, wenn ich in der Schule rich­tig auf­ge­passt habe rela­tiv groß: „Teufelswerk“ und die Herrschenden sahen im Druck eine Gefahr.

    Das es in 10-20 Jahren Bücher in gedruck­ter Form als „nor­ma­le“ Ware geben wird, davon gehe ich aus. Wie es in 50-60 Jahren aus­schaut kann ich dir nicht sagen.

    Wer wie was liest ist mir per­sön­lich rela­tiv egal und mei­nen Bücherregal mit meh­re­ren hun­dert Büchern wer­de ich auch nicht abschaf­fen. Mir gehen ledig­lich die Verlage mit ihrem rum­ge­eie­re auf den Keks. E-Books sind kei­ne Gefahr für die Verlage son­dern eine Chance, spe­zi­ell bei zeit­kri­ti­schen Titeln (was im IT-Bereich häu­fig vor­kommt) und bei Titeln mit klei­nen Auflagen.

    Grüße

  4. Das man bei Büchern nicht das nöti­ge Licht hat stimmt so nicht, ich habe eine Minilampe die man her­vor­ra­gend an ein Buch anklem­men kann, also habe ich da kei­ne Einbusse. Ich habe lie­ber ein Buch in der Hand, egal ob unter­wegs, oder zu Hause, oder im Garten unten. Mein Regal wer­de ich auch nicht auf­ge­ben, nur weil es ande­re Medien gibt, wo man ein Buch in ande­rer Form bekom­men kann. Bei mir hat auch noch kei­ne wei­sse Seite in der Sonne geblen­det, sind die mei­sten Bücher doch eher auf so nem beige gehal­ten. Liest sich pri­ma in der Sonne. Ich setz mich aber eh nicht direkt in die Sonne, ergo egal.

  5. Und bei Kindle ist im Gegen­satz zu iPad & Co. der Bild­schirm bei Kindle matt.

    Und die Schrift win­zig oder der Bildschirm zu klein, um nicht stän­dig „blät­tern“ zu müs­sen, da hat man immer­hin die Wahl…

    Ja, das auch, aber die Such­funk­tion ist auch ein Vor­teil. Übli­cher­weise ver­fü­gen Romane über kei­nen Index und wenn ich z. B. suchen will auf wel­chen Stel­len Gan­dalf vor­kommt, dann habe ich bei einem gedruck­ten Buch ein Problem.

    Wer so was will, ver­wen­det meist Lesezeichen…
    Gebe zu, ist aber ein gutes Argument. :)

    Das bezog ich ledig­lich auf den Wider­stand bei den Leu­ten. Der Wider­stand war ja, wenn ich in der Schule rich­tig auf­ge­passt habe rela­tiv groß: „Teu­fels­werk“ und die Herr­schen­den sahen im Druck eine Gefahr.

    Die „Gefahr“ bei Kindles besteht ja eher in der Sache mit dem Datenschutz (hier­zu sie­he Link im Text) als dar­in, dass es „Teufelswerk“ wäre. Die Digitalisierung bringt eigent­lich in jedem ihrer Auswüchse die glei­chen Probleme mit sich.

    Das es in 10?–?20 Jah­ren Bücher in gedruck­ter Form als „nor­male“ Ware geben wird, davon gehe ich aus. Wie es in 50?–?60 Jah­ren aus­schaut kann ich dir nicht sagen.

    Ich wet­te, Bücher gibt es dann noch, Kindles oder ähn­li­che Geräte jedoch nicht mehr. Wenn wir dann bei­de noch leben, kön­nen wir die Wette gern einlösen…

    Mir gehen ledig­lich die Ver­lage mit ihrem rum­ge­eiere auf den Keks. E-Books sind kei­ne Gefahr für die Ver­lage son­dern eine Chance, spe­zi­ell bei zeit­kri­ti­schen Titeln (was im IT-Bereich häu­fig vor­kommt) und bei Titeln mit klei­nen Auflagen.

    „MP3 ist kei­ne Gefahr für die Musikindustrie“ ist etwa genau so eine Aussage. Sachlich rich­tig, aber halt Äpfel und Birnen ver­gli­chen. Bücher und E-Books wer­den nie den­sel­ben Markt befül­len. Zum Glück…
    Aber da sind wir uns immer­hin einig.

    ;)

  6. Ich habe lie­ber ein Buch in der Hand, egal ob unter­wegs, oder zu Hause, oder im Gar­ten unten.

    Volle Zustimmung!

    Erinnert mich dar­an, dass ich eigent­lich auch noch „Die Datenfresser“ wei­ter­le­sen woll­te. Mist.

    Du meinst „Surrogat“ und sol­che Fremdwörter? Ich habe ja hier inzwi­schen ein klei­nes „Lexikon“ für man­che Fremdwörter ein­ge­baut, wer­de ich gleich ergän­zen… wenn wel­che rein sol­len, ein­fach Bescheid geben.

  7. Hi,

    dar­auf muss ich noch ein­mal kurz eingehen:

    Ein „Kindle“?—?dieses merk­wür­dige elek­tro­ni­sche Ersatz­buch von Ama­zon?—?ist, ver­ein­facht aus­ge­drückt, ein por­ta­bler PDF-Betrachter. (Die tech­ni­schen Unter­schiede zwi­schen PDF– und E-Book-Dateien sind der­art mar­gi­nal, dass ich ihnen kei­nen geson­der­ten Absatz wid­men möch­te.) Der Vor­teil die­ses Gerä­tes ist es, dass man auch beim nächt­li­chen Zug­fah­ren noch genug Beleuch­tung bekommt, um sich ohne Ermü­dung dem jeweils gera­de gela­de­nen Buch zu wid­men. Dem gegen­über ste­hen ein, gemes­sen an einer Buch­seite, klei­ner Bild­schirm mit teil­weise win­zi­ger Schrift und der auf lan­ge Sicht doch immense Bedarf an elek­tri­schem Strom.

    um auf dem Kindle PDFs gut lesen zu kön­nen muss man die vor­her umwan­deln, da die mei­sten PDFs für DIN-A4 ent­wor­fen wur­den. Das Format von Kindle hat recht wenig mit PDF zu tun, da es auf HTML basiert. Zumindest emp­fiehlt Amazon bei der Erstellung von E-Books auf HTML zu setzen.

    Mein Kindle leuch­tet nicht. Es ist genau so wie eine nor­ma­le Buchseite. Man braucht exter­nes Licht und Kindle ver­braucht nur Strom, wenn man umblät­tert nach­her ist die­se „elek­tro­ni­sche Tinte“ ein­ge­fro­ren. Eine Akkuladung reicht fürs Blättern von meh­re­ren tau­send Seiten. Oder mein­test du die Kindle-App für die Smartphones?

    Die Schrift kann man ändern, es gibt meh­re­re Zoomstufen und man kann das Dokument ent­we­der längs oder quer lesen, die Schrift und die Abstände ändern.

  8. wofür auch? um in deutsch­land ein haus zu bau­en? pah, wenn dann gefäl­ligst in nor­we­gen oder in der schweiz >:(

  9. Die Schweiz ist super.

    Oder mein­test du die Kindle-App für die Smartphones?

    Um Himmels Willen, da sind die Bildschirme ja noch win­zi­ger. Wer tut sich das an?

    (Interessehalber: Wie vie­le cm hat denn so ein Kindle-Bildschirm?)

  10. Und ich wet­te das es dann Kindles in der was weiss ich wie­viel­ten Generation geben wird. Genau wie es die Schallplatte jetzt noch gibt. Okay, die Kassette und VHS haben aus­ge­dient, aber das wird da eher nicht pas­sie­ren. Und da ich nur wet­te wenn ich mir recht sicher bin, wie du weist, erin­ne­re ich dich dann in 50 Jahren.

  11. Wägt man Pro und Kon­tra von Büchern und ihren digi­ta­len Sur­ro­ga­ten gegen­ein­an­der ab, so geschieht dies immer subjektiv.

    So eine Behauptung ist sub­jek­tiv. Ja. Selbstverständlich kann man das Thema objek­tiv abwä­gen, den Beweis trittst Du teil­wei­se auch selbst an, auch wenn Du Dich hin­ter momen­tan nicht fal­si­fi­zier­ba­ren Zukunftsprognosen versteckst.
    Meine per­sön­li­che Meinung in kur­zer Kurzform - schliess­lich ist das kei­ne Umfrage - mir ist Wumpe, ob ich 7pt aufm Handy lese oder 14pt auf nem Holzbuch, das gan­ze digi­ta­le Geschwätz dar­über geht mir am Allerwertesten vorbei.

  12. Um Him­mels Wil­len, da sind die Bild­schirme ja noch win­zi­ger. Wer tut sich das an? 

    Wenn du nur eine Hand frei hast, es lei­se sein muss und Licht nicht an ist … mei­ne bes­se­re Hälfte hat so stil­lend und Bücher lesend (man­che Babys las­sen sich lan­ge Zeit) viel Zeit ver­bracht. :-)

    Ich glau­be dabei hat sie so gute 6-7 Bücher gele­sen. Klar, du kannst dar­auf kei­ne Bildbänder betrach­ten, aber text­la­sti­ge Bücher las­sen sich her­vor­ra­gend lesen. Ich habe das auch zuerst nicht geglaubt. habe dann Kindle-App auf iPod instal­liert und es klappt wun­der­bar. Und ein wei­te­rer Vorteil ist das sich das gan­ze - Kindle-Apps und Kindle-Gerät - syn­chro­ni­sie­ren. Vergisst du mal Kindle zu Hause, dann kannst du unter­wegs auf dem Smartphone wei­ter lesen und hast alles (Lesezeichen, Notizen, Lesestand) dabei.

    (Inter­es­se­hal­ber: Wie vie­le cm hat denn so ein Kindle-Bildschirm?) 

    Mein Kindle hat einen Bildschirm von 9,1 x 12,2 cm. Wenn dir das und die Zoomfunktion nicht aus­reicht, kannst du auch noch die Anzahl der Wörter pro Zeile begrenzen..

  13. schliess­lich ist das kei­ne Umfrage?

    Ich wüss­te auch ehr­lich nicht, wel­che Optionen ich anbie­ten soll­te, so lan­ge zu mei­nen Lesern kei­ne Hellseher gehören …

    Pack nen Link an die Seite das sie ihn sieht, dann ist sie mit einem extra Klick da.

    Werde mir was ausdenken!

    Ver­gisst du mal Kindle zu Hause, dann kannst du unter­wegs auf dem Smart­phone wei­ter lesen und hast alles (Lese­zei­chen, Noti­zen, Lese­stand) dabei.

    Bei (kon­kret) Kindle bin ich wegen des Datenschutzes aber noch arg unsi­cher, wes­halb ich der­zeit auch die App nicht instal­liert habe. Ich glau­be nicht, dass ich damit ein­ver­stan­den bin, dass der Buchhändler auf mei­nem (!) Gerät her­um­lö­schen darf …

    Mein Kindle hat einen Bild­schirm von 9,1 x 12,2 cm. Wenn dir das und die Zoom­funk­tion nicht aus­reicht, kannst du auch noch die Anzahl der Wör­ter pro Zeile begrenzen..

    Hmm, dan­ke für die Auskunft.

  14. Ich hal­te es so:
    Tageszeitung? Unnötig, dafür gibt es Google-News. Also das Schmierblatt HAZ gekündigt.
    PC- und IT-Unterstützung über Zeitschriften und Bücher? Unnötig. Gibt es alles im Netz. Siehe z. B. http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/?page_id=7900
    Also alle Abos gekündigt.
    Nur jur. Fachbücher und Fachzeitschriften gibt es bei mir noch in Papierform. Denn selbst­ver­ständ­lich stel­len wir unser erar­bei­te­tes Wissen nicht gene­rell kosten­los zur Verfügung :mrgreen:
    Zusammenfassend bleibt fest­zu­hal­ten, dass die elek­tro­ni­sche Informationsübermittlung die kör­per­li­che weit­ge­hend abge­löst hat und wei­ter ablö­sen wird. Das Buch, das berühm­te, angeb­lich so gute, ist eben schon längst kei­ne Alternative mehr. Wozu auch? Die, die es noch nut­zen, ster­ben lang­sam weg. Bis auf eini­ge weni­ge ewig Gestrige… ;)

  15. hm. mei­ne pro­ble­ma­tik zu digi­ta­lem lite­ra­tur-kon­sum ist eine ganz ande­re. ich mag ja viel­leicht am the­ma ganz leicht vor­bei schlittern.
    den­noch kam mir das gera­de in den sinn. eigent­lich mag ich das papier und gedruck­tes. weil es schön ist, es im bett abends besei­te zu legen
    und es am näch­sten abend im bett wie­der zu fin­den und sich dar­auf zu freu­en (oder auch geträn­ke dar­über zu ver­schüt­ten). aber zurzeit
    fehlt mir dafür die muße. und auch die inne­re ruhe. ich suche mir ande­re mög­lich­kei­ten, mir gedank­li­ches gut ande­rer men­schen zuführen
    zu kön­nen. momen­tan aus­gie­big durch hör­bü­cher. ich kann z.b. auto-fahr-zei­ten so pri­ma nut­zen. wer weiß im übri­gen, was die menschen
    in öffent­li­chen ver­kehrs­mit­teln so auf die ohren bekom­men. muss ja nicht mal unbe­dingt uffz-uffz-uffz-mucke sein. auf die idee jemals
    ein (klei­nes) digi­ta­les werk­zeug zum lesen zu benut­zen, bin ich aller­dings noch nie gekommen.

  16. Ich sehe das Ganze über­wie­gend aus der Sicht des Autoren. Meine bis­lang vier Bücher habe ich für Deutschland aus­schließ­lich als Print-Ausgabe auf den Markt brin­gen las­sen. Weil die deut­schen / euro­päi­schen Verkaufszahlen für eBooks noch nciht so hoch sind, dass sich eine elek­tro­ni­sche Variante mei­ner Bücher loh­nen wür­de. Schließlich möch­te ich an mei­nen Verkäufen auch etwas verdienen. 

    Andererseits wird gera­de dar­an gear­bei­tet, den ersten Teil mei­ner Stories pho­ne­tisch auf­zu­ar­bei­ten und sowohl auf CD, als auch online anzu­bie­ten. Hier sehe ich einen gro­ßen Markt. Ich selbst höre kei­ne Hörbücher, mag jedoch zusätz­lich mp3s auf mei­nem PC und die CD im Regal haben. Letztendlich geht es dar­um, als Künstler eine mög­lichst hohe Bandbreite mit dem gering­sten Verlust anzu­bie­ten. Ich den­ke, in spä­te­stens fünf Jahren gibt es mei­ne Ergüsse als eBook. 

    Und irgend­wann wer­de ich mir über­le­gen müs­sen, was ich mit all mei­nen Büchern in den Regalen mache. Und mit mei­nen LPs und Singles. Und den CDs und DVDs .…

  17. Warum wirst du das müs­sen? Platzmangel?
    Die Gefahr, dass einer von uns es noch erlebt, dass es kei­ne funk­ti­ons­tüch­ti­gen CD-Spieler oder Augen zum Bücherlesen mehr gibt, ist doch eher gering, den­ke ich. ;-)

  18. Die Gründe sind so viel­fäl­tig wie die Entscheidungen unse­rer Politiker. Wohnung nicht mehr bezahl­bar, Rente, Umzug wegen Arbeit, Änderung der Beziehungssituation, usw. usw.

  19. Die Gefahr, dass einer von uns es noch erlebt, dass es kei­ne funk­ti­ons­tüch­ti­gen CD-Spieler […] mehr gibt, ist doch eher gering, den­ke ich. 

    Da wür­de ich nicht drauf wet­ten. Ich ken­ne in mei­nem per­sön­li­chen Bekanntenkreis kaum jeman­den, der ein VHS-Abspielgerät hat (auch nicht aufm Dachboden…). Vor 10-15 Jahren war eher die Ausnahme, wer keins hatte.

  20. Kann man sich schön sub­jek­ti­ve Bälle jetzt hin- und her­schie­ben. Meine letz­te CD hab ich vor etwa 15 Jahren gekauft, ich hab mitt­ler­wei­le (fast) alle mei­ne CDs ver­schenkt oder weg­ge­schmis­sen, die etwa 50 die ich noch habe, ste­hen aus rei­ner Sentimentalität noch im CD-Ständer (kriegs irgend­wie nicht hin, den weg­zu­schmei­ssen und ohne CDs sähe der etwas - ääh - schei­sse aus…)
    Interessant? Mhh. Ist was ande­res. Mir fehlt Haufen Mugge, die ich als CD nicht bekom­me und als MP3 auch nicht. Schallplatten auch nicht, hin­zu kommt, dass das was für Leute ist, die sonst kein Thema haben, wo sie ande­ren Leuten die Ohren blu­tig reden können…
    Wo war ich? Ach, Bücher, ja, wenn ich alle mei­ne der­zei­ti­gen und zukünf­ti­gen Bücher als PDF&Co hät­te, dann wüss­te ich auch nicht, was ich mit nem Holzmedium anfan­gen soll.

    P.s.: noch­was und sub­jek­tiv zur CD, soll­te in naher Zukunft SD-Karten oder ähn­li­ches „neu­er gei­ler Scheiss“ preis­lich unter­halb der CD kom­men, dann dau­erts nich lang, bis die tot sind. Die gan­zen Bonbonkisten-besit­zer zei­gen btw auch schon, wie es sogar ohne (Kauf-)Datenträger geht, die bezah­len und laden ihren Kram im Netz. Die sind zwar komisch, aber so komisch, dass die alles noch­mal auf CD bren­nen sind die wenigsten.

  21. Welche „Mugge“, von ver­ein­zel­tem DigiBuy-Zeug (ich hab mir auch vor einer Weile mal ein ein­zi­ges (!) Album gekauft, das es nur in Bitform gab) mal abge­se­hen, bekommst du denn nicht?

    Klar, so tot wie die CD, als die MiniDisc aufkam. ;-)
    Flashspeicher lie­gen bereits „unter der CD“, daher die Beliebtheit bil­li­ger MP3-Quäkkisten. Aber das ist eine völ­lig ande­re Technik.

    Natürlich bren­nen die nix, Apple erlaubt das näm­lich nicht. Gnihihi. Und natür­lich könn­te ich mein Musikarchiv auch digi­ta­li­sie­ren und die CDs fort­an zum Paketöffnen (geht super, neu­lich aus­pro­biert) oder als Bierdeckel ver­wen­den, aber die Haptik geht flö­ten. Fass mal ein MP3-Album an, dann bekommst du einen Stromschlag und wei­ter nix. Ich kau­fe auch wei­ter­hin CDs und erfreue mich an den hüb­schen Booklets. (Ein Nachteil des Selbstbrennens übri­gens.) Und soll­te die CD jemals aus­ster­ben, kau­fe ich halt wie­der Schallplatten. Da sind die Booklets auch größer.

    Zum Thema Bücher noch­mals: Dass das Lesen auf Bildschirmen, und sei’s auf Papiersurrogatbildschirmen, auf lan­ge Sicht auch nur ansatz­wei­se so ent­span­nend für Geist und Augen ist wie das Lesen in Totholzmedien, müss­te mir erst mal wer bele­gen, bevor ich das glaube.

  22. @tux,

    Zum Thema Bücher noch­mals: Dass das Lesen auf Bild­schir­men, und sei’s auf Papier­sur­ro­gat­bild­schir­men, auf lan­ge Sicht auch nur ansatz­weise so ent­span­nend für Geist und Augen ist wie das Lesen in Tot­holz­me­dien, müss­te mir erst mal wer bele­gen, bevor ich das glaube.

    du hast doch selbst zuge­ge­ben, dass du kei­nen rich­ti­gen E-Book-Reader hast. Also kannst du das gar nicht wirk­lich wis­sen. Ich kanns dir sagen: es macht sogar mehr Spaß. :-)

    Ich habe übri­gens auch seit vie­len Jahren kei­nen CD-Player mehr und seit Amazon die MP3s anbie­tet kau­fe ich nur die­se … ab und an mache ich Backup auf DVD. Aber die Musik höre ich nur auf dem PC, MP3-Player oder auf dem Kindle. Die CD kann von der Haptik und den schö­nen Covern her nicht mit der Schallplatte mithalten.

  23. Wie gesagt, beleg es mir. :)
    Ich zweif­le es nicht an, ich ent­hal­te mich nur einer sub­jek­ti­ven Zustimmung ohne direk­ten Vergleich.

    Natürlich ist die Schallplatte für uns ober­fläch­li­che Musikfreunde noch immer das über­le­ge­ne Medium, aber so lan­ge Plattenfirmen sich trotz der Rückkehr der Schallplatte nur im Ausnahmefall dazu durch­rin­gen kön­nen, eine LP-Version anzu­bie­ten, lohnt es sich noch nicht, allein des­we­gen sei­ne CDs pro­phy­lak­tisch zu entsorgen.

    Neue CDs schmei­ße ich auch grund­sätz­lich erst mal in die nächst­be­ste Stereoanlage. Der Soundchip (frag­los hör­bar auf jeden Fall der Lautsprecher) in mei­nem der­zei­ti­gen Laptop ist ziem­li­cher Mist und für den mobi­len Spieler habe ich nur Geduld, wenn ich unter­wegs bin…

    ;-)

  24. @tux,

    Wie gesagt, beleg es mir.

    da dei­ne Aussage bzw. Behauptung zuerst da war bist du eigent­lich am Zug es zu belegen. ;-)

  25. Wel­che „Mugge“ […] bekommst du denn nicht?

    was will­sten jetz hören? Irgendne tote Band, die ihre Mugge nur auf Kassetten raus­ge­bracht hat? Wird der Wahrheitsfindung nicht viel hel­fen. Obendrein gings mir *eigent­lich* drum, dass ich kei­ne CD brauch.

    Flash­spei­cher lie­gen bereits „unter der CD“, 

    Wat? Du redest von €/MB ich rede von Album/Datenträger. Es gibt kei­nen Flash-kram, wo 700+-100MB bil­li­ger sind als ne CD. Oder? 

    natür­lich könn­te ich […] die CDs fort­an zum Paket­öff­nen oder als Bier­de­ckel verwenden, 

    Bier ÖFFNEN regelt, Bierdeckel ist unge­fähr so lustig wie Schallplatten geil fin­den :p

    aber die Hap­tik geht flö­ten. Fass mal ein MP3-Album an, dann bekommst du einen Strom­schlag und wei­ter nix. 

    Ja, ganz wich­tig bei Musik, den Tonträger anfas­sen. Versteh schon. *kopp­kratz*

    Was die Büchergeschichte betrifft; solang Du nicht weisst, wovon Du redest - äääh - naja weisst schon, ne…

  26. was wills­ten jetz hören? Irgendne tote Band, die ihre Mugge nur auf Kas­set­ten raus­ge­bracht hat? Wird der Wahr­heits­fin­dung nicht viel helfen.

    Ich bin grund­sätz­lich an Musikgeschichte interessiert.

    Oben­drein gings mir *eigent­lich* drum, dass ich kei­ne CD brauch.

    Wer irgend­ein phy­si­sches Objekt braucht, hat ein ernst­haf­tes Problem.

    Wat? Du redest von €/MB ich rede von Album/Datenträger.

    Das heißt, als Alternativen lässt du nur Datenträger gel­ten, die 650 bis 800 MB fassen?

    Es gibt kei­nen Flash-kram, wo 700+-100MB bil­li­ger sind als ne CD. Oder?

    Wie is’n der MB-Preis bei CDs so?

    Bier ÖFFNEN regelt, Bier­de­ckel ist unge­fähr so lus­tig wie Schall­plat­ten geil finden

    Bierdeckel sind toll, wenn es nicht gera­de die Werbedinger aus der Kneipe sind.

    Ja, ganz wich­tig bei Musik, den Ton­trä­ger anfas­sen. Ver­steh schon. *kopp­kratz*

    Nicht den Tonträger, du Seppel. Aber guck mal das hier, zum Beispiel. an.

  27. Wer irgend­ein phy­si­sches Objekt braucht, hat ein ernst­haf­tes Problem.

    Du machst mir Angst, ich mag nicht glau­ben, dass Du lern­fä­hig bist.

    Das heißt, als Alter­na­ti­ven lässt du nur Daten­trä­ger gel­ten, die 650 bis 800 MB fassen?

    Meine Frage war uneindeutig?

    Wie is’n der MB-Preis bei CDs so?

    ~700MB für 10-25 Titel=CD-Preis. Ich kenn mich da nich so aus, war­um steht oben - und zum nach­rech­nen bin ich wie Du auch zu faul..

    Nicht den Ton­trä­ger, du Sep­pel. Aber guck mal das hier, zum Bei­spiel. an.

    Soll ich mir auf irgend­wel­chen Booklets einen run­ter­ho­len? Versteh ich nich, ich bin da etwas kon­ser­va­tiv; ich hör Musik und fin­de die geil, hör­bar oder Scheisse. 

    Btw: /tuxproject.de/blog/2008/06/dear-john-letter-between-leaves-forestal/“ rel=„nofollow“ <- nofol­low an sich is ja schon derb blö­de, aber auf der eige­nen Domain?

  28. Du machst mir Angst, ich mag nicht glau­ben, dass Du lern­fä­hig bist.

    Bin ich nicht.

    Meine Frage war uneindeutig?

    Offensichtlich.

    ~700MB für 10?–?25 Titel=CD-Preis. Ich kenn mich da nich so aus, war­um steht oben?—?und zum nach­rech­nen bin ich wie Du auch zu faul..

    Dann kann ich dir nicht so genau sagen, was wie viel bil­li­ger ist.

    Soll ich mir auf irgend­wel­chen Book­lets einen runterholen?

    Betrachte sie als Kunstwerk. Andere fin­den gemal­te Dosen ja auch super.

    Ver­steh ich nich, ich bin da etwas kon­ser­va­tiv; ich hör Musik und fin­de die geil, hör­bar oder Scheisse.

    Es gibt Musik, die „hört“ man nicht ein­fach wie die 80er-Popschnulzen im Supermarktradio, son­dern man taucht in sie ein und lässt sich mit­rei­ßen vom Strom der Gefühle. Da passt eine träu­me­ri­sche Gestaltung des Drumherums nun mal bes­ser als eine ste­ri­le Plastikkiste mit schwar­zer Schrift (Times New Roman?) auf wei­ßem Grund. Das Auge hört mit. (Oder so.)

    nofol­low an sich is ja schon derb blö­de, aber auf der eige­nen Domain?

    Keine Absicht; Standardverhalten von WordPress seit Version 1.5.

  29. Mal aus Bibliothekssicht: E-Books sind in wis­sen­schaft­li­chen Bibliotheken inzwi­schen fast unver­zicht­bar; gera­de die ein­fa­che Stichwortsuche sowie die Möglichkeit, mit weni­gen Klicks Textpassagen als Zitate (mög­lichst als sol­che gekenn­zeich­net :-)) zu über­neh­men, sind bei Studenten und Wissenschaftlern beliebt. Einige Veröffentlichungen gibt es zudem nur noch in elek­tro­ni­schen Versionen.
    Auch die Nutzer öffent­li­cher Bibliotheken grei­fen gern auf E-Books zu, aller­dings sind die knap­pen Kassen kom­mu­na­ler Haushalte und die sel­ten ein­heit­li­chen und noch sel­te­ner ein­fach durch­schau­ba­ren Lizenzbedingungen Probleme, die öffent­li­che Bibliotheken nur durch Zusammenarbeit teil­wei­se lösen konn­ten - in Niedersachsen z.B. über NBib24, dem sich knapp 60 Bibliotheken ange­schlos­sen haben und das für alle Mitgliedsbibliotheken den Erwerb der ent­spre­chen­den Lizenzen regelt. Nicht lösen ließ sich das Problem des man­geln­den Angebots, denn die mei­sten Verlage bie­ten ihre Bestseller nicht zum Ausleihen an.
    Meinen E-Book-Reader ver­wen­de ich mei­stens zum Lesen sol­cher Texte, die ich nicht dau­er­haft bei mir haben möch­te; Texte, die mir wich­tig sind, neh­me ich lie­ber als Buch.
    Und zum Veralten von Ton-, Daten- und son­sti­gen Informationsträgern: Vor etwa zehn Jahren habe ich mein Tonbandgerät ver­kauft, mit dem ich immer noch Musik hören konn­te, die mei­ne Eltern in den frü­her Sechzigern auf­ge­nom­men hat­ten. Das Ding war wie der sprich­wört­li­che rus­si­sche Panzer: Einfach nicht tot­zu­krie­gen. CD-Player habe ich schon eini­ge ver­schlis­sen, und nicht alle CDs las­sen sich auch noch feh­ler­frei auf allen Geräten abspie­len. Meinen VHS-Rekorder und diver­se Cassetten habe ich eben­falls noch, eben­so Audio-Cassetten und natür­lich Schallplatten. Sicher ist es ange­nehm, wenn man beim Umzug nicht so viel zu schlep­pen hat und auch noch Platz spa­ren kann, aber so, wie ich hun­dert Jahre alte Bücher als wert­voll betrach­te und nicht ein­fach ver­schrot­te, nur weil die Texte auch beim Projekt Gutenberg zu fin­den sind, wer­fe ich auch mei­ne Schallplatten nicht ein­fach auf den Müll, nur weil ich die Musik ja auch irgend­wo run­ter­la­den könn­te. Allerdings bin ich da auch sicher von mei­ner Bibliotheksarbeit geprägt, denn ich weiß, wie schwie­rig es sein kann, wenn ein bestimm­ter Text zwar noch vor­han­den ist, aber bei­spiels­wei­se nur auf Mikrofiche, wäh­rend die Lesegeräte längst über den Jordan sind.

    • Der Unterschied zwi­schen Schallplatten und Büchern ist: Schallplatten sehen her­vor­ra­gend an der Wand aus, und das Gefühl einer Nadel auf einer Platte hat was Beruhigendes. Bücher hin­ge­gen, nun… sind Bücher.

      (Mikrofisch?)

  30. Bücher sehen an der Wand doch auch klas­se aus:
    http://anonyme-bookoholiker.de/blog/wp-content/uploads/2014/03/rebelwalls_1.jpg
    http://cooledeko.de/wp-content/uploads/2013/06/kreative-b%C3%BCcher-aufbewahrung-idee-h%C3%A4ngen-wand.jpg
    http://img.archiexpo.de/images_ae/press-mg/teebooks-modulare-design-regal-wand-P168372.jpg
    Oder auch als Wand:
    http://anonyme-bookoholiker.de/blog/?p=2881
    Das mit der Nadel gebe ich zu. Außerdem fin­de ich es toll, dabei zuzu­se­hen wie Töne abge­le­sen wer­den - bei Audiocassetten und CDs geht das nicht und bei USB-Sticks und SD-Karten auch nicht. Bei Schallplatten kann man immer­hin sehen, wie sich die Rillen ver­än­dern, das ist so schön plastisch.
    Auf Mikroformen kann ich gut ver­zich­ten. Ich muss­te mal kon­trol­lie­ren, ob Zeitungen aus dem 18. Jahrhundert kom­plett mikro­ver­filmt waren - wobei sich gefun­de­ne Lücken ja nicht ein­fach stop­fen lie­ßen, denn man konn­te ja kei­ne neu­en Bilder in den Film mogeln, son­dern muss­te kom­plett neue Rollen ent­wickeln lassen…
    Zum Kindle noch der Hinweis, dass die Onleihe der öffent­li­chen Bibliotheken hier­mit nicht unter­stützt wird, denn EPUB kennt der Kindle nicht und mit PDF Dateien ist die Größeneinstellung der Texte gera­de für älte­re oder seh­be­hin­der­te Leser nur unkom­for­ta­bel möglich.

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