SonstigesNetzfundstücke
Bücher? Wie rück­stän­dig!

Ama­zon ver­kau­fe inzwi­schen, jeden­falls in den USA, mehr „E‑Books“ als rich­ti­ge Bücher, schreibt Perun und lässt die Gele­gen­heit nicht unge­nutzt, uns Bücher­freun­de als rück­stän­dig hin­zu­stel­len, aber immer­hin nicht nur die deut­schen:

Wobei die­se Men­ta­li­tät nicht spe­zi­ell auf Deutsch­land beschränkt ist. Ich wür­de eher sagen, das dies typisch für Kon­ti­nen­tal-Euro­pa ist: „ken­nen wir nicht, brau­chen wir nicht“.

Perun geht hier aber von fal­schen Vor­aus­set­zun­gen aus. E‑Books (frü­her nann­ten wir so was schlicht PDF-Datei­en) sind nicht der Nach­fol­ger des Buches, sie sind eine Alter­na­ti­ve, wie eben die CD auch eine Alter­na­ti­ve zur Schall­plat­te ist und MP3 eine Alter­na­ti­ve zu … nein, MP3 ist eigent­lich gar kei­ne Alter­na­ti­ve. „Wie, du hörst noch Schall­plat­ten?!“ rufen die hip­pen jun­gen Trend­te­ens mit den alber­nen Knöp­fen im Ohr, wo dann doch jeder ein­zel­ne Takt in immer noch ziem­lich gru­se­li­ger Laut­stär­ke nach drau­ßen dröhnt. Wird bald auch der Ruf „Wie, du liest noch Bücher?“ ertö­nen?

Wägt man Pro und Kon­tra von Büchern und ihren digi­ta­len Sur­ro­ga­ten gegen­ein­an­der ab, so geschieht dies immer sub­jek­tiv. Was mir an Büchern gefällt, kann dem näch­sten Rezen­sen­ten schon zuwi­der sein. Daher kann und wer­de ich hier nur für mich spre­chen.

Der oft gehör­te Ein­wand, Bücher gehör­ten zu unse­rer Kul­tur, ist Hum­bug, Lesen und Schrei­ben gehö­ren zu unse­rer Kul­tur wie auch die bekann­ten Wer­ke Schil­lers, Les­sings und wie sie alle hie­ßen. Die Bibel wur­de auch nicht zuerst als Buch gedruckt, den­noch ist sie noch immer ein zen­tra­ler Bestand­teil des­sen, was man­che Per­so­nen als abend­län­di­sche Kul­tur bezeich­nen; anders gesagt: Die Dar­rei­chungs­form eines lite­ra­ri­schen Wer­kes ist qua­si unbe­deu­tend gemes­sen an sei­nem eigent­li­chen Inhalt.

„Iro­nie pur“ (mein­ten Sie: „pure Iro­nie“?) nennt es Perun, dass aus­ge­rech­net vie­le EDV-Fach­buch­ver­la­ge ihre Publi­ka­tio­nen nicht in E‑Book-Form anbie­ten, und ich schät­ze, er betont das Wort ver­se­hent­lich auf „EDV“, dabei geht es doch vor allem um Bücher. War­um hat Perun eigent­lich noch kei­nen Arti­kel geschrie­ben, in dem er sich dar­über mokiert, dass Com­pu­tern immer so viel Papier­kram bei­liegt?

Ein „Kind­le“ – die­ses merk­wür­di­ge elek­tro­ni­sche Ersatz­buch von Ama­zon – ist, ver­ein­facht aus­ge­drückt, ein por­ta­bler PDF-Betrach­ter. (Die tech­ni­schen Unter­schie­de zwi­schen PDF- und E‑Book-Datei­en sind der­art mar­gi­nal, dass ich ihnen kei­nen geson­der­ten Absatz wid­men möch­te.) Der Vor­teil die­ses Gerä­tes ist es, dass man auch beim nächt­li­chen Zug­fah­ren noch genug Beleuch­tung bekommt, um sich ohne Ermü­dung dem jeweils gera­de gela­de­nen Buch zu wid­men. Dem gegen­über ste­hen ein, gemes­sen an einer Buch­sei­te, klei­ner Bild­schirm mit teil­wei­se win­zi­ger Schrift und der auf lan­ge Sicht doch immense Bedarf an elek­tri­schem Strom.

Es ist schön, dass gera­de jun­ge Leu­te sich mit dem Erfolg des „Kindle“-Gerätes bemü­ßigt füh­len, wie­der mehr Bücher zu lesen, und sei es halt nur die seich­te „Twilight“-Reihe. Aber der alte Leit­satz, dass Bücher Kin­der von der „Glot­ze“ weg­locken sol­len, fin­det hier kei­ne Anwen­dung, denn ob das Kind nun chat­tet oder E‑Books liest, es sitzt vorm Bild­schirm. (Ande­rer­seits gin­gen die Initia­to­ren des Leit­sat­zes von fal­schen Vor­aus­set­zun­gen aus, denn nicht jedes Buch ist eine bes­se­re Wahl als jede Fern­seh­sen­dung oder jede Inter­net­sei­te.)

Aber wie oben erwähnt soll­te man die elek­tro­ni­schen Spiel­zeu­ge nicht als Ersatz, son­dern als Alter­na­ti­ve betrach­ten, denn bei­des hat einen sinn­vol­len Ein­satz­zweck. Sind E‑Books etwa für Rei­sen oder für Lesen bei nicht all­zu erhel­len­dem Tages­licht gut geeig­net, so habe ich doch auch gern ein Buch im Schrank, das ich anse­hen und anfas­sen kann; denn wirk­lich blät­tern kann man in die­sen E‑Books nicht. Die Hap­tik eines Buches ist ähn­lich der eines Ton­trä­gers: Es steht das glei­che dar­in wie in den digi­ta­len Pen­dants, aber letzt­end­lich erwirbt man ein tat­säch­li­ches Pro­dukt, nicht nur eine digi­ta­le Repro­duk­ti­on davon oder gar nur eine „Nut­zungs­li­zenz“ (Apple-Nut­zer ken­nen das).

Perun mut­maßt wei­ter­hin:

Aber auch dies­mal haben es die Ver­la­ge – ähn­lich wie die Musik­in­du­strie vor Jah­ren – in der Hand, ent­we­der man passt sich an oder man geht unter.

Mit­zie­hen oder in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit ver­schwin­den; das hat man einst auch von der Mini­Disc gesagt, die eine Zeit­lang das neue „kom­men­de Ding“ in der trag­ba­ren Musik­welt war und die Kas­set­te end­gül­tig ablö­sen soll­te. Das aber über­nah­men erst bespiel­ba­re CDs, dann die MP3-Spie­ler, und die Mini­Disc – ging unter.

Irgend­was jeden­falls sagt mir, dass ich auch in zehn Jah­ren nicht vor lee­ren Rega­len ste­hen wer­de, wenn ich in mei­ner Lieb­lings­buch­hand­lung die Neu­erschei­nun­gen sich­ten möch­te. Man muss, um es mal über­trie­ben aus­zu­drücken, nicht jeden Mode­quatsch mit­ma­chen, nur um nicht als uncool zu gel­ten.

Und so ein Buch kann uns auch kei­ner unge­fragt weg­lö­schen.

Senfecke:

  1. Zitat:

    „Bücher­freunde als rück­stän­dig hin­zu­stel­len“

    Wo habe ich das geschrie­ben? Bit­te zei­gen.

    Oder mein­test du fol­gen­den Abschnitt:

    „Vie­le Leu­te möch­ten sich nicht mit digi­ta­len Büchern anfreun­den und das ist deren gutes Recht.“

    Zitat 2:

    „sind nicht der Nach­fol­ger des Buches, sie sind eine Alter­na­tive“

    genau das habe ich beschrie­ben. Hier:

    „Ich den­ke, dass es in Zukunft ein neben­ein­an­der von digi­ta­len und gedruck­ten Büchern geben wird. So ähn­lich wie mit Thea­ter, Radio, TV und Kino.“

    Kann es sein dass du mein Arti­kel (besten­falls) über­flo­gen hast? :-)

  2. Nee, ich mein­te: Du hast das mit dem Umstieg auf gedruck­te Bücher ver­gli­chen. Aber es geht ja gera­de nicht um einen Umstieg, son­dern um eine Koexi­stenz. Und zwar nicht auf glei­chem Niveau, denn „E‑Books“ haben eine bestimm­te Markt­lücke, näm­lich „unter­wegs lesen“. Bei Son­nen­schein drau­ßen kann das sogar auch schon schwie­rig wer­den…

  3. Hi,

    „Bei Son­nen­schein drau­ßen kann das sogar auch schon schwie­rig wer­den…“

    mit mei­nem Kind­le kann ich in der Son­ne min­de­stens genau so gut lesen wie mit einem gedruck­ten Buch. In mei­sten Fäl­len sogar bes­ser, weil vie­le Bücher wei­ße Sei­ten haben und die­se blen­den in der Son­ne. Kind­le dage­gen hat einen hell-grau­en Hin­ter­grund und die Schrift ist gesto­chen scharf. Und bei Kind­le ist im Gegen­satz zu iPad & Co. der Bild­schirm bei Kind­le matt.

    „denn „E‑Books“ haben eine bestimm­te Markt­lü­cke, näm­lich „unter­wegs lesen“.“

    Ja, das auch, aber die Such­funk­ti­on ist auch ein Vor­teil. Übli­cher­wei­se ver­fü­gen Roma­ne über kei­nen Index und wenn ich z. B. suchen will auf wel­chen Stel­len Gan­dalf vor­kommt, dann habe ich bei einem gedruck­ten Buch ein Pro­blem.

    „Du hast das mit dem Umstieg auf gedruck­te Bücher ver­gli­chen“

    Das bezog ich ledig­lich auf den Wider­stand bei den Leu­ten. Der Wider­stand war ja, wenn ich in der Schu­le rich­tig auf­ge­passt habe rela­tiv groß: „Teu­fels­werk“ und die Herr­schen­den sahen im Druck eine Gefahr.

    Das es in 10–20 Jah­ren Bücher in gedruck­ter Form als „nor­ma­le“ Ware geben wird, davon gehe ich aus. Wie es in 50–60 Jah­ren aus­schaut kann ich dir nicht sagen.

    Wer wie was liest ist mir per­sön­lich rela­tiv egal und mei­nen Bücher­re­gal mit meh­re­ren hun­dert Büchern wer­de ich auch nicht abschaf­fen. Mir gehen ledig­lich die Ver­la­ge mit ihrem rum­ge­eie­re auf den Keks. E‑Books sind kei­ne Gefahr für die Ver­la­ge son­dern eine Chan­ce, spe­zi­ell bei zeit­kri­ti­schen Titeln (was im IT-Bereich häu­fig vor­kommt) und bei Titeln mit klei­nen Auf­la­gen.

    Grü­ße

  4. Das man bei Büchern nicht das nöti­ge Licht hat stimmt so nicht, ich habe eine Mini­lam­pe die man her­vor­ra­gend an ein Buch anklem­men kann, also habe ich da kei­ne Ein­bu­sse. Ich habe lie­ber ein Buch in der Hand, egal ob unter­wegs, oder zu Hau­se, oder im Gar­ten unten. Mein Regal wer­de ich auch nicht auf­ge­ben, nur weil es ande­re Medi­en gibt, wo man ein Buch in ande­rer Form bekom­men kann. Bei mir hat auch noch kei­ne wei­sse Sei­te in der Son­ne geblen­det, sind die mei­sten Bücher doch eher auf so nem beige gehal­ten. Liest sich pri­ma in der Son­ne. Ich setz mich aber eh nicht direkt in die Son­ne, ergo egal.

  5. Und bei Kind­le ist im Gegen­satz zu iPad & Co. der Bild­schirm bei Kind­le matt.

    Und die Schrift win­zig oder der Bild­schirm zu klein, um nicht stän­dig „blät­tern“ zu müs­sen, da hat man immer­hin die Wahl…

    Ja, das auch, aber die Such­funk­tion ist auch ein Vor­teil. Übli­cher­weise ver­fü­gen Roma­ne über kei­nen Index und wenn ich z. B. suchen will auf wel­chen Stel­len Gan­dalf vor­kommt, dann habe ich bei einem gedruck­ten Buch ein Pro­blem.

    Wer so was will, ver­wen­det meist Lese­zei­chen…
    Gebe zu, ist aber ein gutes Argu­ment. :)

    Das bezog ich ledig­lich auf den Wider­stand bei den Leu­ten. Der Wider­stand war ja, wenn ich in der Schu­le rich­tig auf­ge­passt habe rela­tiv groß: „Teu­fels­werk“ und die Herr­schen­den sahen im Druck eine Gefahr.

    Die „Gefahr“ bei Kind­les besteht ja eher in der Sache mit dem Daten­schutz (hier­zu sie­he Link im Text) als dar­in, dass es „Teu­fels­werk“ wäre. Die Digi­ta­li­sie­rung bringt eigent­lich in jedem ihrer Aus­wüch­se die glei­chen Pro­ble­me mit sich.

    Das es in 10?–?20 Jah­ren Bücher in gedruck­ter Form als „nor­male“ Ware geben wird, davon gehe ich aus. Wie es in 50?–?60 Jah­ren aus­schaut kann ich dir nicht sagen.

    Ich wet­te, Bücher gibt es dann noch, Kind­les oder ähn­li­che Gerä­te jedoch nicht mehr. Wenn wir dann bei­de noch leben, kön­nen wir die Wet­te gern ein­lö­sen…

    Mir gehen ledig­lich die Ver­lage mit ihrem rum­ge­eiere auf den Keks. E‑Books sind kei­ne Gefahr für die Ver­lage son­dern eine Chan­ce, spe­zi­ell bei zeit­kri­ti­schen Titeln (was im IT-Bereich häu­fig vor­kommt) und bei Titeln mit klei­nen Auf­la­gen.

    „MP3 ist kei­ne Gefahr für die Musik­in­du­strie“ ist etwa genau so eine Aus­sa­ge. Sach­lich rich­tig, aber halt Äpfel und Bir­nen ver­gli­chen. Bücher und E‑Books wer­den nie den­sel­ben Markt befül­len. Zum Glück…
    Aber da sind wir uns immer­hin einig.

    ;)

  6. Ich habe lie­ber ein Buch in der Hand, egal ob unter­wegs, oder zu Hau­se, oder im Gar­ten unten.

    Vol­le Zustim­mung!

    Erin­nert mich dar­an, dass ich eigent­lich auch noch „Die Daten­fres­ser“ wei­ter­le­sen woll­te. Mist.

    Du meinst „Sur­ro­gat“ und sol­che Fremd­wör­ter? Ich habe ja hier inzwi­schen ein klei­nes „Lexi­kon“ für man­che Fremd­wör­ter ein­ge­baut, wer­de ich gleich ergän­zen… wenn wel­che rein sol­len, ein­fach Bescheid geben.

  7. Hi,

    dar­auf muss ich noch ein­mal kurz ein­ge­hen:

    Ein „Kindle“?—?dieses merk­wür­dige elek­tro­ni­sche Ersatz­buch von Ama­zon?—?ist, ver­ein­facht aus­ge­drückt, ein por­ta­bler PDF-Betrach­ter. (Die tech­ni­schen Unter­schiede zwi­schen PDF– und E‑Book-Datei­en sind der­art mar­gi­nal, dass ich ihnen kei­nen geson­der­ten Absatz wid­men möch­te.) Der Vor­teil die­ses Gerä­tes ist es, dass man auch beim nächt­li­chen Zug­fah­ren noch genug Beleuch­tung bekommt, um sich ohne Ermü­dung dem jeweils gera­de gela­de­nen Buch zu wid­men. Dem gegen­über ste­hen ein, gemes­sen an einer Buch­seite, klei­ner Bild­schirm mit teil­weise win­zi­ger Schrift und der auf lan­ge Sicht doch immense Bedarf an elek­tri­schem Strom.

    um auf dem Kind­le PDFs gut lesen zu kön­nen muss man die vor­her umwan­deln, da die mei­sten PDFs für DIN-A4 ent­wor­fen wur­den. Das For­mat von Kind­le hat recht wenig mit PDF zu tun, da es auf HTML basiert. Zumin­dest emp­fiehlt Ama­zon bei der Erstel­lung von E‑Books auf HTML zu set­zen.

    Mein Kind­le leuch­tet nicht. Es ist genau so wie eine nor­ma­le Buch­sei­te. Man braucht exter­nes Licht und Kind­le ver­braucht nur Strom, wenn man umblät­tert nach­her ist die­se „elek­tro­ni­sche Tin­te“ ein­ge­fro­ren. Eine Akku­la­dung reicht fürs Blät­tern von meh­re­ren tau­send Sei­ten. Oder mein­test du die Kind­le-App für die Smart­phones?

    Die Schrift kann man ändern, es gibt meh­re­re Zoom­stu­fen und man kann das Doku­ment ent­we­der längs oder quer lesen, die Schrift und die Abstän­de ändern.

  8. wofür auch? um in deutsch­land ein haus zu bau­en? pah, wenn dann gefäl­ligst in nor­we­gen oder in der schweiz >:(

  9. Die Schweiz ist super.

    Oder mein­test du die Kind­le-App für die Smart­phones?

    Um Him­mels Wil­len, da sind die Bild­schir­me ja noch win­zi­ger. Wer tut sich das an?

    (Inter­es­se­hal­ber: Wie vie­le cm hat denn so ein Kind­le-Bild­schirm?)

  10. Und ich wet­te das es dann Kind­les in der was weiss ich wie­viel­ten Gene­ra­ti­on geben wird. Genau wie es die Schall­plat­te jetzt noch gibt. Okay, die Kas­set­te und VHS haben aus­ge­dient, aber das wird da eher nicht pas­sie­ren. Und da ich nur wet­te wenn ich mir recht sicher bin, wie du weist, erin­ne­re ich dich dann in 50 Jah­ren.

  11. Wägt man Pro und Kon­tra von Büchern und ihren digi­ta­len Sur­ro­ga­ten gegen­ein­an­der ab, so geschieht dies immer sub­jek­tiv.

    So eine Behaup­tung ist sub­jek­tiv. Ja. Selbst­ver­ständ­lich kann man das The­ma objek­tiv abwä­gen, den Beweis trittst Du teil­wei­se auch selbst an, auch wenn Du Dich hin­ter momen­tan nicht fal­si­fi­zier­ba­ren Zukunfts­pro­gno­sen ver­steckst.
    Mei­ne per­sön­li­che Mei­nung in kur­zer Kurz­form – schliess­lich ist das kei­ne Umfra­ge – mir ist Wum­pe, ob ich 7pt aufm Han­dy lese oder 14pt auf nem Holz­buch, das gan­ze digi­ta­le Geschwätz dar­über geht mir am Aller­wer­te­sten vor­bei.

  12. Um Him­mels Wil­len, da sind die Bild­schirme ja noch win­zi­ger. Wer tut sich das an?

    Wenn du nur eine Hand frei hast, es lei­se sein muss und Licht nicht an ist … mei­ne bes­se­re Hälf­te hat so stil­lend und Bücher lesend (man­che Babys las­sen sich lan­ge Zeit) viel Zeit ver­bracht. :-)

    Ich glau­be dabei hat sie so gute 6–7 Bücher gele­sen. Klar, du kannst dar­auf kei­ne Bild­bän­der betrach­ten, aber text­la­sti­ge Bücher las­sen sich her­vor­ra­gend lesen. Ich habe das auch zuerst nicht geglaubt. habe dann Kind­le-App auf iPod instal­liert und es klappt wun­der­bar. Und ein wei­te­rer Vor­teil ist das sich das gan­ze – Kind­le-Apps und Kind­le-Gerät – syn­chro­ni­sie­ren. Ver­gisst du mal Kind­le zu Hau­se, dann kannst du unter­wegs auf dem Smart­phone wei­ter lesen und hast alles (Lese­zei­chen, Noti­zen, Lese­stand) dabei.

    (Inter­es­se­hal­ber: Wie vie­le cm hat denn so ein Kind­le-Bild­schirm?)

    Mein Kind­le hat einen Bild­schirm von 9,1 x 12,2 cm. Wenn dir das und die Zoom­funk­ti­on nicht aus­reicht, kannst du auch noch die Anzahl der Wör­ter pro Zei­le begren­zen..

  13. schliess­lich ist das kei­ne Umfra­ge?

    Ich wüss­te auch ehr­lich nicht, wel­che Optio­nen ich anbie­ten soll­te, so lan­ge zu mei­nen Lesern kei­ne Hell­se­her gehö­ren …

    Pack nen Link an die Sei­te das sie ihn sieht, dann ist sie mit einem extra Klick da.

    Wer­de mir was aus­den­ken!

    Ver­gisst du mal Kind­le zu Hau­se, dann kannst du unter­wegs auf dem Smart­phone wei­ter lesen und hast alles (Lese­zei­chen, Noti­zen, Lese­stand) dabei.

    Bei (kon­kret) Kind­le bin ich wegen des Daten­schut­zes aber noch arg unsi­cher, wes­halb ich der­zeit auch die App nicht instal­liert habe. Ich glau­be nicht, dass ich damit ein­ver­stan­den bin, dass der Buch­händ­ler auf mei­nem (!) Gerät her­um­lö­schen darf …

    Mein Kind­le hat einen Bild­schirm von 9,1 x 12,2 cm. Wenn dir das und die Zoom­funk­tion nicht aus­reicht, kannst du auch noch die Anzahl der Wör­ter pro Zei­le begren­zen..

    Hmm, dan­ke für die Aus­kunft.

  14. Ich hal­te es so:
    Tages­zei­tung? Unnö­tig, dafür gibt es Goog­le-News. Also das Schmier­blatt HAZ gekün­digt.
    PC- und IT-Unter­stüt­zung über Zeit­schrif­ten und Bücher? Unnö­tig. Gibt es alles im Netz. Sie­he z. B. http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/?page_id=7900
    Also alle Abos gekün­digt.
    Nur jur. Fach­bü­cher und Fach­zeit­schrif­ten gibt es bei mir noch in Papier­form. Denn selbst­ver­ständ­lich stel­len wir unser erar­bei­te­tes Wis­sen nicht gene­rell kosten­los zur Ver­fü­gung :mrgreen:
    Zusam­men­fas­send bleibt fest­zu­hal­ten, dass die elek­tro­ni­sche Infor­ma­ti­ons­über­mitt­lung die kör­per­li­che weit­ge­hend abge­löst hat und wei­ter ablö­sen wird. Das Buch, das berühm­te, angeb­lich so gute, ist eben schon längst kei­ne Alter­na­ti­ve mehr. Wozu auch? Die, die es noch nut­zen, ster­ben lang­sam weg. Bis auf eini­ge weni­ge ewig Gest­ri­ge… ;)

  15. hm. mei­ne pro­ble­ma­tik zu digi­ta­lem lite­ra­tur-kon­sum ist eine ganz ande­re. ich mag ja viel­leicht am the­ma ganz leicht vor­bei schlit­tern.
    den­noch kam mir das gera­de in den sinn. eigent­lich mag ich das papier und gedruck­tes. weil es schön ist, es im bett abends besei­te zu legen
    und es am näch­sten abend im bett wie­der zu fin­den und sich dar­auf zu freu­en (oder auch geträn­ke dar­über zu ver­schüt­ten). aber zur­zeit
    fehlt mir dafür die muße. und auch die inne­re ruhe. ich suche mir ande­re mög­lich­kei­ten, mir gedank­li­ches gut ande­rer men­schen zufüh­ren
    zu kön­nen. momen­tan aus­gie­big durch hör­bü­cher. ich kann z.b. auto-fahr-zei­ten so pri­ma nut­zen. wer weiß im übri­gen, was die men­schen
    in öffent­li­chen ver­kehrs­mit­teln so auf die ohren bekom­men. muss ja nicht mal unbe­dingt uffz-uffz-uffz-mucke sein. auf die idee jemals
    ein (klei­nes) digi­ta­les werk­zeug zum lesen zu benut­zen, bin ich aller­dings noch nie gekom­men.

  16. Ich sehe das Gan­ze über­wie­gend aus der Sicht des Autoren. Mei­ne bis­lang vier Bücher habe ich für Deutsch­land aus­schließ­lich als Print-Aus­ga­be auf den Markt brin­gen las­sen. Weil die deut­schen / euro­päi­schen Ver­kaufs­zah­len für eBooks noch nciht so hoch sind, dass sich eine elek­tro­ni­sche Vari­an­te mei­ner Bücher loh­nen wür­de. Schließ­lich möch­te ich an mei­nen Ver­käu­fen auch etwas ver­die­nen.

    Ande­rer­seits wird gera­de dar­an gear­bei­tet, den ersten Teil mei­ner Sto­ries pho­ne­tisch auf­zu­ar­bei­ten und sowohl auf CD, als auch online anzu­bie­ten. Hier sehe ich einen gro­ßen Markt. Ich selbst höre kei­ne Hör­bü­cher, mag jedoch zusätz­lich mp3s auf mei­nem PC und die CD im Regal haben. Letzt­end­lich geht es dar­um, als Künst­ler eine mög­lichst hohe Band­brei­te mit dem gering­sten Ver­lust anzu­bie­ten. Ich den­ke, in spä­te­stens fünf Jah­ren gibt es mei­ne Ergüs­se als eBook.

    Und irgend­wann wer­de ich mir über­le­gen müs­sen, was ich mit all mei­nen Büchern in den Rega­len mache. Und mit mei­nen LPs und Sin­gles. Und den CDs und DVDs .…

  17. War­um wirst du das müs­sen? Platz­man­gel?
    Die Gefahr, dass einer von uns es noch erlebt, dass es kei­ne funk­ti­ons­tüch­ti­gen CD-Spie­ler oder Augen zum Bücher­le­sen mehr gibt, ist doch eher gering, den­ke ich. ;-)

  18. Die Grün­de sind so viel­fäl­tig wie die Ent­schei­dun­gen unse­rer Poli­ti­ker. Woh­nung nicht mehr bezahl­bar, Ren­te, Umzug wegen Arbeit, Ände­rung der Bezie­hungs­si­tua­ti­on, usw. usw.

  19. Die Gefahr, dass einer von uns es noch erlebt, dass es kei­ne funk­ti­ons­tüch­ti­gen CD-Spie­ler […] mehr gibt, ist doch eher gering, den­ke ich.

    Da wür­de ich nicht drauf wet­ten. Ich ken­ne in mei­nem per­sön­li­chen Bekann­ten­kreis kaum jeman­den, der ein VHS-Abspiel­ge­rät hat (auch nicht aufm Dach­bo­den…). Vor 10–15 Jah­ren war eher die Aus­nah­me, wer keins hat­te.

  20. Kann man sich schön sub­jek­ti­ve Bäl­le jetzt hin- und her­schie­ben. Mei­ne letz­te CD hab ich vor etwa 15 Jah­ren gekauft, ich hab mitt­ler­wei­le (fast) alle mei­ne CDs ver­schenkt oder weg­ge­schmis­sen, die etwa 50 die ich noch habe, ste­hen aus rei­ner Sen­ti­men­ta­li­tät noch im CD-Stän­der (kriegs irgend­wie nicht hin, den weg­zu­schmei­ssen und ohne CDs sähe der etwas – ääh – schei­sse aus…)
    Inter­es­sant? Mhh. Ist was ande­res. Mir fehlt Hau­fen Mug­ge, die ich als CD nicht bekom­me und als MP3 auch nicht. Schall­plat­ten auch nicht, hin­zu kommt, dass das was für Leu­te ist, die sonst kein The­ma haben, wo sie ande­ren Leu­ten die Ohren blu­tig reden kön­nen…
    Wo war ich? Ach, Bücher, ja, wenn ich alle mei­ne der­zei­ti­gen und zukünf­ti­gen Bücher als PDF&Co hät­te, dann wüss­te ich auch nicht, was ich mit nem Holz­me­di­um anfan­gen soll.

    P.s.: noch­was und sub­jek­tiv zur CD, soll­te in naher Zukunft SD-Kar­ten oder ähn­li­ches „neu­er gei­ler Scheiss“ preis­lich unter­halb der CD kom­men, dann dau­erts nich lang, bis die tot sind. Die gan­zen Bon­bon­ki­sten-besit­zer zei­gen btw auch schon, wie es sogar ohne (Kauf-)Datenträger geht, die bezah­len und laden ihren Kram im Netz. Die sind zwar komisch, aber so komisch, dass die alles noch­mal auf CD bren­nen sind die wenig­sten.

  21. Wel­che „Mug­ge“, von ver­ein­zel­tem Digi­Buy-Zeug (ich hab mir auch vor einer Wei­le mal ein ein­zi­ges (!) Album gekauft, das es nur in Bit­form gab) mal abge­se­hen, bekommst du denn nicht?

    Klar, so tot wie die CD, als die Mini­Disc auf­kam. ;-)
    Flash­spei­cher lie­gen bereits „unter der CD“, daher die Beliebt­heit bil­li­ger MP3-Quäk­ki­sten. Aber das ist eine völ­lig ande­re Tech­nik.

    Natür­lich bren­nen die nix, Apple erlaubt das näm­lich nicht. Gnihihi. Und natür­lich könn­te ich mein Musik­ar­chiv auch digi­ta­li­sie­ren und die CDs fort­an zum Paket­öff­nen (geht super, neu­lich aus­pro­biert) oder als Bier­deckel ver­wen­den, aber die Hap­tik geht flö­ten. Fass mal ein MP3-Album an, dann bekommst du einen Strom­schlag und wei­ter nix. Ich kau­fe auch wei­ter­hin CDs und erfreue mich an den hüb­schen Book­lets. (Ein Nach­teil des Selbst­bren­nens übri­gens.) Und soll­te die CD jemals aus­ster­ben, kau­fe ich halt wie­der Schall­plat­ten. Da sind die Book­lets auch grö­ßer.

    Zum The­ma Bücher noch­mals: Dass das Lesen auf Bild­schir­men, und sei’s auf Papier­sur­ro­gat­bild­schir­men, auf lan­ge Sicht auch nur ansatz­wei­se so ent­span­nend für Geist und Augen ist wie das Lesen in Tot­holz­me­di­en, müss­te mir erst mal wer bele­gen, bevor ich das glau­be.

  22. @tux,

    Zum The­ma Bücher noch­mals: Dass das Lesen auf Bild­schir­men, und sei’s auf Papier­sur­ro­gat­bild­schir­men, auf lan­ge Sicht auch nur ansatz­weise so ent­span­nend für Geist und Augen ist wie das Lesen in Tot­holz­me­dien, müss­te mir erst mal wer bele­gen, bevor ich das glau­be.

    du hast doch selbst zuge­ge­ben, dass du kei­nen rich­ti­gen E‑Book-Rea­der hast. Also kannst du das gar nicht wirk­lich wis­sen. Ich kanns dir sagen: es macht sogar mehr Spaß. :-)

    Ich habe übri­gens auch seit vie­len Jah­ren kei­nen CD-Play­er mehr und seit Ama­zon die MP3s anbie­tet kau­fe ich nur die­se … ab und an mache ich Back­up auf DVD. Aber die Musik höre ich nur auf dem PC, MP3-Play­er oder auf dem Kind­le. Die CD kann von der Hap­tik und den schö­nen Covern her nicht mit der Schall­plat­te mit­hal­ten.

  23. Wie gesagt, beleg es mir. :)
    Ich zweif­le es nicht an, ich ent­hal­te mich nur einer sub­jek­ti­ven Zustim­mung ohne direk­ten Ver­gleich.

    Natür­lich ist die Schall­plat­te für uns ober­fläch­li­che Musik­freun­de noch immer das über­le­ge­ne Medi­um, aber so lan­ge Plat­ten­fir­men sich trotz der Rück­kehr der Schall­plat­te nur im Aus­nah­me­fall dazu durch­rin­gen kön­nen, eine LP-Ver­si­on anzu­bie­ten, lohnt es sich noch nicht, allein des­we­gen sei­ne CDs pro­phy­lak­tisch zu ent­sor­gen.

    Neue CDs schmei­ße ich auch grund­sätz­lich erst mal in die nächst­be­ste Ste­reo­an­la­ge. Der Sound­chip (frag­los hör­bar auf jeden Fall der Laut­spre­cher) in mei­nem der­zei­ti­gen Lap­top ist ziem­li­cher Mist und für den mobi­len Spie­ler habe ich nur Geduld, wenn ich unter­wegs bin…

    ;-)

  24. @tux,

    Wie gesagt, beleg es mir.

    da dei­ne Aus­sa­ge bzw. Behaup­tung zuerst da war bist du eigent­lich am Zug es zu bele­gen. ;-)

  25. Wel­che „Mug­ge“ […] bekommst du denn nicht?

    was will­sten jetz hören? Irgend­ne tote Band, die ihre Mug­ge nur auf Kas­set­ten raus­ge­bracht hat? Wird der Wahr­heits­fin­dung nicht viel hel­fen. Oben­drein gings mir *eigent­lich* drum, dass ich kei­ne CD brauch.

    Flash­spei­cher lie­gen bereits „unter der CD“,

    Wat? Du redest von €/MB ich rede von Album/Datenträger. Es gibt kei­nen Flash-kram, wo 700+-100MB bil­li­ger sind als ne CD. Oder?

    natür­lich könn­te ich […] die CDs fort­an zum Paket­öff­nen oder als Bier­de­ckel ver­wen­den,

    Bier ÖFFNEN regelt, Bier­deckel ist unge­fähr so lustig wie Schall­plat­ten geil fin­den :p

    aber die Hap­tik geht flö­ten. Fass mal ein MP3-Album an, dann bekommst du einen Strom­schlag und wei­ter nix.

    Ja, ganz wich­tig bei Musik, den Ton­trä­ger anfas­sen. Ver­steh schon. *kopp­kratz*

    Was die Bücher­ge­schich­te betrifft; solang Du nicht weisst, wovon Du redest – äääh – naja weisst schon, ne…

  26. was wills­ten jetz hören? Irgend­ne tote Band, die ihre Mug­ge nur auf Kas­set­ten raus­ge­bracht hat? Wird der Wahr­heits­fin­dung nicht viel hel­fen.

    Ich bin grund­sätz­lich an Musik­ge­schich­te inter­es­siert.

    Oben­drein gings mir *eigent­lich* drum, dass ich kei­ne CD brauch.

    Wer irgend­ein phy­si­sches Objekt braucht, hat ein ernst­haf­tes Pro­blem.

    Wat? Du redest von €/MB ich rede von Album/Datenträger.

    Das heißt, als Alter­na­ti­ven lässt du nur Daten­trä­ger gel­ten, die 650 bis 800 MB fas­sen?

    Es gibt kei­nen Flash-kram, wo 700+-100MB bil­li­ger sind als ne CD. Oder?

    Wie is’n der MB-Preis bei CDs so?

    Bier ÖFFNEN regelt, Bier­de­ckel ist unge­fähr so lus­tig wie Schall­plat­ten geil fin­den

    Bier­deckel sind toll, wenn es nicht gera­de die Wer­be­din­ger aus der Knei­pe sind.

    Ja, ganz wich­tig bei Musik, den Ton­trä­ger anfas­sen. Ver­steh schon. *kopp­kratz*

    Nicht den Ton­trä­ger, du Sep­pel. Aber guck mal das hier, zum Bei­spiel. an.

  27. Wer irgend­ein phy­si­sches Objekt braucht, hat ein ernst­haf­tes Pro­blem.

    Du machst mir Angst, ich mag nicht glau­ben, dass Du lern­fä­hig bist.

    Das heißt, als Alter­na­ti­ven lässt du nur Daten­trä­ger gel­ten, die 650 bis 800 MB fas­sen?

    Mei­ne Fra­ge war unein­deu­tig?

    Wie is’n der MB-Preis bei CDs so?

    ~700MB für 10–25 Titel=CD-Preis. Ich kenn mich da nich so aus, war­um steht oben – und zum nach­rech­nen bin ich wie Du auch zu faul..

    Nicht den Ton­trä­ger, du Sep­pel. Aber guck mal das hier, zum Bei­spiel. an.

    Soll ich mir auf irgend­wel­chen Book­lets einen run­ter­ho­len? Ver­steh ich nich, ich bin da etwas kon­ser­va­tiv; ich hör Musik und fin­de die geil, hör­bar oder Schei­sse.

    Btw: /tuxproject.de/blog/2008/06/dear-john-letter-between-leaves-forestal/“ rel=„nofollow“ <- nofol­low an sich is ja schon derb blö­de, aber auf der eige­nen Domain?

  28. Du machst mir Angst, ich mag nicht glau­ben, dass Du lern­fä­hig bist.

    Bin ich nicht.

    Mei­ne Fra­ge war unein­deu­tig?

    Offen­sicht­lich.

    ~700MB für 10?–?25 Titel=CD-Preis. Ich kenn mich da nich so aus, war­um steht oben?—?und zum nach­rech­nen bin ich wie Du auch zu faul..

    Dann kann ich dir nicht so genau sagen, was wie viel bil­li­ger ist.

    Soll ich mir auf irgend­wel­chen Book­lets einen run­ter­ho­len?

    Betrach­te sie als Kunst­werk. Ande­re fin­den gemal­te Dosen ja auch super.

    Ver­steh ich nich, ich bin da etwas kon­ser­va­tiv; ich hör Musik und fin­de die geil, hör­bar oder Schei­sse.

    Es gibt Musik, die „hört“ man nicht ein­fach wie die 80er-Pop­schnul­zen im Super­markt­ra­dio, son­dern man taucht in sie ein und lässt sich mit­rei­ßen vom Strom der Gefüh­le. Da passt eine träu­me­ri­sche Gestal­tung des Drum­herums nun mal bes­ser als eine ste­ri­le Pla­stik­ki­ste mit schwar­zer Schrift (Times New Roman?) auf wei­ßem Grund. Das Auge hört mit. (Oder so.)

    nofol­low an sich is ja schon derb blö­de, aber auf der eige­nen Domain?

    Kei­ne Absicht; Stan­dard­ver­hal­ten von Word­Press seit Ver­si­on 1.5.

  29. Mal aus Biblio­theks­sicht: E‑Books sind in wis­sen­schaft­li­chen Biblio­the­ken inzwi­schen fast unver­zicht­bar; gera­de die ein­fa­che Stich­wort­su­che sowie die Mög­lich­keit, mit weni­gen Klicks Text­pas­sa­gen als Zita­te (mög­lichst als sol­che gekenn­zeich­net :-)) zu über­neh­men, sind bei Stu­den­ten und Wis­sen­schaft­lern beliebt. Eini­ge Ver­öf­fent­li­chun­gen gibt es zudem nur noch in elek­tro­ni­schen Ver­sio­nen.
    Auch die Nut­zer öffent­li­cher Biblio­the­ken grei­fen gern auf E‑Books zu, aller­dings sind die knap­pen Kas­sen kom­mu­na­ler Haus­hal­te und die sel­ten ein­heit­li­chen und noch sel­te­ner ein­fach durch­schau­ba­ren Lizenz­be­din­gun­gen Pro­ble­me, die öffent­li­che Biblio­the­ken nur durch Zusam­men­ar­beit teil­wei­se lösen konn­ten – in Nie­der­sach­sen z.B. über NBib24, dem sich knapp 60 Biblio­the­ken ange­schlos­sen haben und das für alle Mit­glieds­bi­blio­the­ken den Erwerb der ent­spre­chen­den Lizen­zen regelt. Nicht lösen ließ sich das Pro­blem des man­geln­den Ange­bots, denn die mei­sten Ver­la­ge bie­ten ihre Best­sel­ler nicht zum Aus­lei­hen an.
    Mei­nen E‑Book-Rea­der ver­wen­de ich mei­stens zum Lesen sol­cher Tex­te, die ich nicht dau­er­haft bei mir haben möch­te; Tex­te, die mir wich­tig sind, neh­me ich lie­ber als Buch.
    Und zum Ver­al­ten von Ton‑, Daten- und son­sti­gen Infor­ma­ti­ons­trä­gern: Vor etwa zehn Jah­ren habe ich mein Ton­band­ge­rät ver­kauft, mit dem ich immer noch Musik hören konn­te, die mei­ne Eltern in den frü­her Sech­zi­gern auf­ge­nom­men hat­ten. Das Ding war wie der sprich­wört­li­che rus­si­sche Pan­zer: Ein­fach nicht tot­zu­krie­gen. CD-Play­er habe ich schon eini­ge ver­schlis­sen, und nicht alle CDs las­sen sich auch noch feh­ler­frei auf allen Gerä­ten abspie­len. Mei­nen VHS-Rekor­der und diver­se Cas­set­ten habe ich eben­falls noch, eben­so Audio-Cas­set­ten und natür­lich Schall­plat­ten. Sicher ist es ange­nehm, wenn man beim Umzug nicht so viel zu schlep­pen hat und auch noch Platz spa­ren kann, aber so, wie ich hun­dert Jah­re alte Bücher als wert­voll betrach­te und nicht ein­fach ver­schrot­te, nur weil die Tex­te auch beim Pro­jekt Guten­berg zu fin­den sind, wer­fe ich auch mei­ne Schall­plat­ten nicht ein­fach auf den Müll, nur weil ich die Musik ja auch irgend­wo run­ter­la­den könn­te. Aller­dings bin ich da auch sicher von mei­ner Biblio­theks­ar­beit geprägt, denn ich weiß, wie schwie­rig es sein kann, wenn ein bestimm­ter Text zwar noch vor­han­den ist, aber bei­spiels­wei­se nur auf Mikro­fi­che, wäh­rend die Lese­ge­rä­te längst über den Jor­dan sind.

    • Der Unter­schied zwi­schen Schall­plat­ten und Büchern ist: Schall­plat­ten sehen her­vor­ra­gend an der Wand aus, und das Gefühl einer Nadel auf einer Plat­te hat was Beru­hi­gen­des. Bücher hin­ge­gen, nun… sind Bücher.

      (Mikro­fi­sch?)

  30. Bücher sehen an der Wand doch auch klas­se aus:
    http://anonyme-bookoholiker.de/blog/wp-content/uploads/2014/03/rebelwalls_1.jpg
    http://cooledeko.de/wp-content/uploads/2013/06/kreative‑b%C3%BCcher-aufbewahrung-idee‑h%C3%A4ngen-wand.jpg
    http://img.archiexpo.de/images_ae/press-mg/teebooks-modulare-design-regal-wand-P168372.jpg
    Oder auch als Wand:
    http://anonyme-bookoholiker.de/blog/?p=2881
    Das mit der Nadel gebe ich zu. Außer­dem fin­de ich es toll, dabei zuzu­se­hen wie Töne abge­le­sen wer­den – bei Audio­cas­set­ten und CDs geht das nicht und bei USB-Sticks und SD-Kar­ten auch nicht. Bei Schall­plat­ten kann man immer­hin sehen, wie sich die Ril­len ver­än­dern, das ist so schön pla­stisch.
    Auf Mikro­for­men kann ich gut ver­zich­ten. Ich muss­te mal kon­trol­lie­ren, ob Zei­tun­gen aus dem 18. Jahr­hun­dert kom­plett mikro­ver­filmt waren – wobei sich gefun­de­ne Lücken ja nicht ein­fach stop­fen lie­ßen, denn man konn­te ja kei­ne neu­en Bil­der in den Film mogeln, son­dern muss­te kom­plett neue Rol­len ent­wickeln las­sen…
    Zum Kind­le noch der Hin­weis, dass die Onlei­he der öffent­li­chen Biblio­the­ken hier­mit nicht unter­stützt wird, denn EPUB kennt der Kind­le nicht und mit PDF Datei­en ist die Grö­ßen­ein­stel­lung der Tex­te gera­de für älte­re oder seh­be­hin­der­te Leser nur unkom­for­ta­bel mög­lich.

Comments are closed.

https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_smilenew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_biggrin2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_sadnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_eek.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_shocked.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_confusednew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_coolnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_lol.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_madnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_aufsmaul.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_seb_zunge.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_blushnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_frown.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil1.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_mad.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_rolleyesnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_wink2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_idea2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_arrow2.gif 
mehr …
 

Erlaubte Tags:
<strong> <em> <pre> <code> <a href="" title=""> <img src="" title="" alt=""> <blockquote> <q> <b> <i> <del> <tt> <span style=""> <strike>

Datenschutzhinweis: Deine IP-Adresse wird nicht gespeichert. Details findest du hier.