(Sollte ich mit dem folgenden Beitrag versehentlich Verfolgungswahn schüren, so tut mir das natürlich ganz dolle Leid.)
Ich eröffne diesen Beitrag mit einem weiteren Schnappschuss, der entstand, weil mir irgendetwas daran merkwürdig erschien:
Während ich noch darüber sinniere, woran genau mein Unterbewusstsein Anstoß nahm, als es mich zum Fotografieren verleitete, bitte ich den geneigten Leser, einen Blick auf zeit.de zu werfen, wo in origineller Schreibweise und Grammatik zu lesen ist:
Der Grünenpolitiker Malte Spitz hat sich (…) entschlossen, seine Vorratsdaten aus dem Zeitraum August 2009 bis Februar 2010 zu veröffentlichen. Um sie zu überhaupt bekommen, musste er gegen die Telekom klagen.
Die Daten (…) entstammen einem Exceldokument mit 35.831 Zeilen. Mehr als 35.000 Mal also hat sein Mobiltelefon in diesem halben Jahr Informationen Preis gegeben. Jede einzelne davon ist im Zweifel unbedeutend und harmlos, in der Summe aber ergeben sie das, was Ermittler ein Profil nennen – ein klares Bild über Gewohnheiten und Vorlieben, ja über das gesamte Leben.
Sicher gehen viele dieser Daten im Rauschen unter, und es ist davon auszugehen, dass sie nur im Einzelfall überhaupt irgendjemanden interessieren, zumal letztendlich der Bürger selbst die Entscheidungshoheit darüber trägt, wie viel er seinem Netzbetreiber von sich preisgeben möchte (selbst ein iPhone zum Beispiel kann auch mal einfach ein paar Tage lang blöde in der Ecke herumliegen, während man anderswie terroristische Anschläge plant), aber für uns informationshungrige Informatiker und netizens — schauriges Wort — ist allein die Datensammlung schon interessant zu lesen. Brisant ist, dass hier auch der “digitale Radiergummi”, sofern man sich irgendwann einmal auf eine praktische Umsetzung einigt, nicht viel Abhilfe schaffen kann, denn die tatsächlichen Bewegungsdaten (GPS) sind letztlich analoge Daten. Niemand allerdings würde seine Fußspuren im Sand nachträglich entfernen wollen, denn die Gefahr, dass diese sein Leben von Dritten nachvollziehbar werden lassen, ist eher gering, sofern diese Dritten es nicht direkt darauf absehen. Dann allerdings hat man, sofern man darauf bedacht ist, dass die Weltöffentlichkeit seine Existenz nicht einmal zur Kenntnis nimmt, ein gewaltiges Problem.
Nicht anders verhält es sich mit etwaigen Verbindungsdaten bei Mobilfunkbetreibern. Anders als etwa bei Apple oder Google trägt man die volle und alleinige Entscheidung darüber, wer was worüber erfahren darf.
Ich gehe übrigens davon aus, dass ich als Reaktion auf diesen Beitrag mindestens einen Kommentar des Inhalts, da könne ich mal sehen, wie harmlos Google doch ist, erhalte. Wer mich überraschen möchte, schreibt also etwas anderes.
Und jetzt entschuldigt mich, ich werde mir ein paar scharfe Bilder von erotischen Automobilen ansehen.
Boah, was für ein Fahrgestell!



du scheinst sehr viel von gummis zu verstehen…du mit deinem steuerknüppel und deinem…äh…penis.
Das ist schon ziemlich gut, dass du noch Penis geschrieben hast.
Netizen gefällt mir.