PolitikIn den Nachrichten
Durch den Mon­sun

Aktu­ell in den Nach­rich­ten wird die Flucht der Ein­woh­ner Paki­stans vor der gegen­wär­ti­gen Mon­s­un­flut the­ma­ti­siert; und auch wenn mir zu mei­nem größ­ten Erstau­nen (und ande­rer­seits aber auch mit einem Grin­sen im Gesicht) da spon­tan die­ser doch recht pas­sen­de „Lied“-Text ein­fällt …:

Ich muss durch den Mon­sun,
hin­ter die Welt,
ans Ende der Zeit,
bis kein Regen mehr fällt (…)

…, so bekom­me ich nicht nur davon das Kot­zen, son­dern auch und vor allem auch von den wei­te­ren Umstän­den der Kata­stro­phe (drun­ter geht’s halt nicht, Medi­en, hm?):

Jetzt sprin­gen Isla­mi­sten als Erst­hel­fer ein – und lie­fern sich mit Ame­ri­ka­nern ein Ren­nen um die Gunst der Opfer. (…) „In erster Linie geht es dar­um zu hel­fen“, sag­te ein US-Diplo­mat in Islam­abad. „Aber natür­lich sehen wir auch die Chan­ce, unse­ren Ruf zu ver­bes­sern und uns als wah­re Freun­de der Paki­sta­ner zu zei­gen.“ Man dür­fe das Feld nicht radi­ka­len Orga­ni­sa­tio­nen über­las­sen, beton­te er. „Die wis­sen die­se Situa­ti­on auch zu nut­zen und um Sym­pa­thien bei den Men­schen zu wer­ben.“

Die USA als phil­an­thro­pe Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on in ihrem ewi­gen Kampf gegen „radi­ka­le Orga­ni­sa­tio­nen“ (Sig­mund Freud hät­te sich, nun, gefreut über der­lei Zwie­spalt); ein Volk von wah­ren Men­schen­freun­den!

Und man müss­te schon ein ziem­lich zyni­scher Mensch sein, um hin­ter all der Hilfs­be­reit­schaft nie­de­re Moti­ve zu ver­mu­ten, etwa die Tat­sa­che, dass die USA den Han­del mit Paki­stan für offen­bar durch­aus pro­fi­ta­bel hal­ten und auch sonst dafür bekannt sind, bei näch­ster Gele­gen­heit Revan­che ein­zu­for­dern; so ein Land ohne US-ame­ri­ka­ni­sche Mili­tär­dik­ta­tur und mit gro­ßen Ener­gie­vor­kom­men läuft in letz­ter Zeit bevor­zugt Gefahr, dass sich erste­res schnell ändert.

Also ein Mensch wie ich.