Beim Nachtwächter fand ich gerade einen Verweis auf diesen Artikel und spuckte beinahe mein Getränk auf den Bildschirm.
Es geht dort unter anderem, kurz zusammengefasst, um die “kultursensible Sprache”, die Aygül Özkan (CDU, also wohl von Berufs wegen bekloppt) gern hätte und die allem Anschein nach auch nur ein Euphemismus für lückenloses Gendern mit integrierter P.C. sein soll. SPIEGEL Online weiß hierzu:
Journalisten sollen laut Plänen des Sozialministeriums im August eine “Mediencharta für Niedersachsen” unterschreiben. Darin will Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) die Medien des Landes auf einen gemeinsamen Kurs in der Berichterstattung über Integration festlegen.
Und wer glaubt, die “kultursensible Sprache” ende bei “Zigeuner heißen nicht Zigeuner, sondern fahrendes Volk” oder ähnlichem Zeigefinger schwingenden Unfug, der hat sich zu früh gefreut:
Der Ersatz für das Wort “Zigeuner” besteht aus den einfallslosen Erfindungen “Personen mit häufig wechselndem Aufenthaltsort” oder “Mobilen ethnischen Minderheiten“ oder kurz: „Mems“.
Als jüngster Begriff hat sich nun die Formulierung “Rotationseuropäer” durchgesetzt.
Zum Mitsprechen: Ro-ta-ti-ons-eu-ro-pä-er.
Das meinen die ernst!
Und die Schweiz mache es, so der Artikelverfasser, auch nicht besser:
Und auch die Liste der “diskriminierenden Wörter” ist länger. Statt Vater oder Mutter sollte man laut Bund besser “der Elternteil” oder “das Elter” schreiben. “Der Leitfaden ist für amtliche Publikationen verbindlich”, sagt Isabel Kamber, Stellvertretende Leiterin Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch.
Leiterin der was? (Und warum muss ich schon wieder an die unsäglichen Piratinnen denken?)
Wer schon immer mal wissen wollte, was “Weltknall” bedeutet:
Genau das.

