PolitikNetzfundstücke
Kurz verlinkt XXI: Rotationseuropäer

Beim Nachtwächter fand ich ger­ade einen Ver­weis auf diesen Artikel und spuck­te beina­he mein Getränk auf den Bild­schirm.

Es geht dort unter anderem, kurz zusam­menge­fasst, um die “kul­tursen­si­ble Sprache”, die Aygül Özkan (CDU, also wohl von Berufs wegen bek­loppt) gern hätte und die allem Anschein nach auch nur ein Euphemis­mus für lück­en­los­es Gen­dern mit inte­gri­ert­er P.C. sein soll. SPIEGEL Online weiß hierzu:

Jour­nal­is­ten sollen laut Plä­nen des Sozialmin­is­teri­ums im August eine “Medi­en­char­ta für Nieder­sach­sen” unter­schreiben. Darin will Sozialmin­is­terin Aygül Özkan (CDU) die Medi­en des Lan­des auf einen gemein­samen Kurs in der Berichter­stat­tung über Inte­gra­tion fes­tle­gen.

Und wer glaubt, die “kul­tursen­si­ble Sprache” ende bei “Zige­uner heißen nicht Zige­uner, son­dern fahren­des Volk” oder ähn­lichem Zeigefin­ger schwin­gen­den Unfug, der hat sich zu früh gefreut:

gesamtrechts.wordpress.com:

Der Ersatz für das Wort “Zige­uner” beste­ht aus den ein­fall­slosen Erfind­un­gen “Per­so­n­en mit häu­fig wech­sel­n­dem Aufen­thalt­sort” oder “Mobilen eth­nis­chen Min­der­heit­en“ oder kurz: „Mems“.

faz.net:

Als jüng­ster Begriff hat sich nun die For­mulierung “Rota­tion­seu­ropäer” durchge­set­zt.

Zum Mit­sprechen: Ro-ta-ti-ons-eu-ro-pä-er.
Das meinen die ernst!

8O

Und die Schweiz mache es, so der Artikelver­fass­er, auch nicht bess­er:

Und auch die Liste der “diskri­m­inieren­den Wörter” ist länger. Statt Vater oder Mut­ter sollte man laut Bund bess­er “der Eltern­teil” oder “das Elter” schreiben. “Der Leit­faden ist für amtliche Pub­lika­tio­nen verbindlich”, sagt Isabel Kam­ber, Stel­lvertre­tende Lei­t­erin Zen­trale Sprach­di­en­ste, Sek­tion Deutsch.

Lei­t­erin der was? (Und warum muss ich schon wieder an die unsäglichen Piratin­nen denken?)

Wer schon immer mal wis­sen wollte, was “Weltk­nall” bedeutet:
Genau das.