Netzfundstücke
Kurz ver­linkt XVIII: Herr Vodafone ist unbeliebt

Und da mich der Nachtwächter für mei­nen vori­gen Beitrag mit einem Link belohnt hat, revan­chie­re ich mich direkt, zumal sei­ne sub­ti­le Misanthropie, gepaart mit der grund­sätz­li­chen Aversion gegen Belästigung durch Werbeheinis, die uns immer­hin see­lisch ver­bin­det, mit­un­ter zu wahr­lich beein­drucken­den Texten führt, in die­sem Fall zu die­sem:

Und dann blieb ich ste­hen, so ruck­ar­tig, wie ich das kann, wenn ich es will, und mit einer eher mecha­ni­schen bewe­gung wand­te ich mich ihm zu, den lächeln­den gesichts­aus­druck bewusst ver­stei­nert. Es ist so leicht, einen irren zu spie­len, wenn man vom irr­sinn umge­ben ist! Herr voda­fone spul­te sein pro­gramm ab und reich­te mir gera­de die­sen bun­ten fet­zen papier, und ich ließ mein gesicht umschla­gen und schau­te die­sem scher­gen der arsch­lö­cher mit star­rem blick in sei­ne kal­ten augen, mit zit­tern­den lip­pen. Und der merk­te es immer noch nicht. Da sag­te ich in abso­lu­ter ruhe, mit sehr deut­li­cher aus­spra­che und etwas über­trie­be­ner into­nazjon des „r“ nur: „Ich ver­ach­te sie dafür, dass sie für ein unter­neh­men arbei­ten, dass so gern dabei mit­ge­hol­fen hat, die inter­net­zen­sur in deutsch­land ein­zu­füh­ren.“ Es war unglaub­lich, der rede­fluss die­ses arsch­lo­ches hat­te wirk­lich auf­ge­hört, und in sei­nen augen zeig­te sich so etwas wie angst. Ich mag das ja nicht, wenn jemand angst hat, aber wer kei­nen respekt vor ande­ren men­schen emp­fin­det und sie für ein biss­chen rekla­me­schei­ße aus einem schö­nen tag rei­ßen will, der muss eben angst füh­len. Und ich setz­te fort, in genau dem glei­chen mon­to­nen ton­fall, aber mit zuneh­men­den zit­tern am kör­per: „Gehen sie bit­te ster­ben! Wenn ihnen das mit der frei­heit nicht gefällt, kön­nen sie ja nicht mehr nach drü­ben gehen. Also ster­ben sie! Schnell, wenn es geht.“ Ich rotz­te die­sem bastard noch ein­mal vor die füße, freu­te mich inner­lich dar­über, dass er rich­tig schiss um sein über­flüs­si­ges, auf­ge­bläh­tes, maden­haf­tes dasein hat­te und ging ganz ruhig wei­ter, ohne die­sem typen noch einen ein­zi­gen blick zu schen­ken. Ich hof­fe, dass der das den gan­zen tag lang nicht ver­ges­sen hat.

Und die Moral von der Geschichte gibt’s nach Klick auf den Verweis zu lesen.
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(Und da ich gera­de stu­pi­de am Verlinken bin, ist jetzt womög­lich auch der rich­ti­ge Zeitpunkt, um auf Vuvuzela-Time, das nun mehr­fach an mir vor­bei­scroll­te, hin­zu­wei­sen. Jede Webseite ein kul­tu­rel­ler Hochgenuss. Mittendrin statt nur dabei! Herrlich.)