Und da mich der Nachtwächter für meinen vorigen Beitrag mit einem Link belohnt hat, revanchiere ich mich direkt, zumal seine subtile Misanthropie, gepaart mit der grundsätzlichen Aversion gegen Belästigung durch Werbeheinis, die uns immerhin seelisch verbindet, mitunter zu wahrlich beeindruckenden Texten führt, in diesem Fall zu diesem:
Und dann blieb ich stehen, so ruckartig, wie ich das kann, wenn ich es will, und mit einer eher mechanischen bewegung wandte ich mich ihm zu, den lächelnden gesichtsausdruck bewusst versteinert. Es ist so leicht, einen irren zu spielen, wenn man vom irrsinn umgeben ist! Herr vodafone spulte sein programm ab und reichte mir gerade diesen bunten fetzen papier, und ich ließ mein gesicht umschlagen und schaute diesem schergen der arschlöcher mit starrem blick in seine kalten augen, mit zitternden lippen. Und der merkte es immer noch nicht. Da sagte ich in absoluter ruhe, mit sehr deutlicher aussprache und etwas übertriebener intonazjon des „r“ nur: „Ich verachte sie dafür, dass sie für ein unternehmen arbeiten, dass so gern dabei mitgeholfen hat, die internetzensur in deutschland einzuführen.“ Es war unglaublich, der redefluss dieses arschloches hatte wirklich aufgehört, und in seinen augen zeigte sich so etwas wie angst. Ich mag das ja nicht, wenn jemand angst hat, aber wer keinen respekt vor anderen menschen empfindet und sie für ein bisschen reklamescheiße aus einem schönen tag reißen will, der muss eben angst fühlen. Und ich setzte fort, in genau dem gleichen montonen tonfall, aber mit zunehmenden zittern am körper: „Gehen sie bitte sterben! Wenn ihnen das mit der freiheit nicht gefällt, können sie ja nicht mehr nach drüben gehen. Also sterben sie! Schnell, wenn es geht.“ Ich rotzte diesem bastard noch einmal vor die füße, freute mich innerlich darüber, dass er richtig schiss um sein überflüssiges, aufgeblähtes, madenhaftes dasein hatte und ging ganz ruhig weiter, ohne diesem typen noch einen einzigen blick zu schenken. Ich hoffe, dass der das den ganzen tag lang nicht vergessen hat.
Und die Moral von der Geschichte gibt’s nach Klick auf den Verweis zu lesen.
Bitte durchführen!
(Und da ich gerade stupide am Verlinken bin, ist jetzt womöglich auch der richtige Zeitpunkt, um auf Vuvuzela-Time, das nun mehrfach an mir vorbeiscrollte, hinzuweisen. Jede Webseite ein kultureller Hochgenuss. Mittendrin statt nur dabei! Herrlich.)
