Diese Meldung hatte ich ja versehentlich dann auch völlig überlesen, hoppla:
Apple sorgt wieder einmal für Kopfschütteln. Opera Mini 5 darf fortan nur auf dem iPhone installiert werden, wenn der Nutzer mindestens 17 Jahre ist. Apple meint, der Browser enthalte “Szenen mit erotischen Anspielungen”.
Nun mag ich ja bekanntlich weder Apple noch den vor allem für das ständige Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, nur weil keiner den eigenen Schrott benutzen will, bekannten Browserhersteller Opera sonderlich gern, daher stört es mich nicht, wenn die beiden Firmen sich gegenseitig bekriegen bewaffneteraufständen umgangssprachlich bekriegen; auch wenn ich es für durchaus befremdlich halte, dass Opera (das Produkt) außer den Inhalten des Internets, die natürlich auch wunderbar bzw. eigentlich eher einigermaßen wenig wunderbar mit Safari abrufbar sind, irgendwelches nicht völlig “jugendfreies” Material beinhaltet. (Nicht jugendfrei sind die Flüche, die ich auszustoßen pflege, wenn ich mal mit dem Ding arbeiten muss, allerdings, aber das ist ja eine andere Sache.)
In der Meldung fiel mir also vor allem folgender Teil auf:
Warum Apple in Deutschland das Alter von 17 Jahren abfragt, bleibt unklar. Vermutlich werden einfach die US-Altersgrenzen für den gesamten Globus verwendet, unabhängig davon, wie der Jugendschutz in anderen Ländern gehandhabt wird.
Die USA als Weltgericht also mal wieder, nichts anderes kann man von einem Unternehmen wie Apple erwarten; na, allzu preiswerte Polemik beiseite: Ob nun 16, 17 oder 18 Jahre — “Szenen mit erotischen Anspielungen” kann man längst in jeder BRAVO lesen, vom Nachmittags-Fernsehprogramm und so genannten “Musikvideos” mal ganz zu schweigen. Die Chance, dass ein Jugendlicher, zu dessen kultureller Sozialisierung der Konsum all dieser Dinge meist gehört, weniger seelischen Schaden nimmt, wenn er auf seinem 500-Euro-Mobiltelefon ein Programm nur durch Bestätigen eines zusätzlichen Dialogfensters installieren kann, halte ich für eher gering. So viel dann jedenfalls zur Jugendfreiheit.



…und er liest immer noch die Bravo. Bravo!
Ich wusste gar nicht, dass die noch immer gibt…
Nein, aber ich bezweifle, dass sie sich allzu sehr geändert hat in den letzten Jahren.
Du und Deine Geschwister könnt das sicherlich gut beurteilen.
Durchaus!