PersönlichesFotografie
Impres­sio­nen: Roman­ti­sche Betrach­tung eines Nach­mit­tags zwi­schen Traum­welt und Wirk­lich­keit (Ver­such 3)

Was der Welt gefehlt hat: ein Blick in mein Entwurfsbuch.Man fährt, auf dem Weg zur näch­sten Klau­sur, mit dem Zug durch eine ver­schnei­te Land­schaft, umge­ben von Fuß­spu­ren von Tier­ar­ten, die das gei­sti­ge Auge, durch sie for­ciert, gleich­sam erschei­nen lässt. Die Sehn­sucht erweckt Bil­der von Schnee­ha­sen, Schneer­ehen und Schnee­s­pat­zen, und obwohl man eigent­lich noch im War­men sitzt, ver­sinkt man in ihnen und lässt die Gedan­ken zurück, die das Jetzt trüb­ten.

Wäh­rend die Augen, die auf der Sze­ne haf­ten, den Ver­stand in den Strom­spar­mo­dus ver­setzt, summt es in den Ohren. Die Melo­die kennt man, aber wür­de man sie zuord­nen wol­len, so führ­te dies zu einem unver­meid­li­chen Zurück in das Ratio­na­le, das Greif­ba­re, und des­halb lässt man es lie­ber sein.

(is' kalt.)

Sich des­sen wohl bewusst hält die Natur die Türen ver­schlos­sen, und fast, noch immer gefan­gen von der Macht der Bil­der, bemerkt man es zu spät. Beein­druckt schwebt man hin­aus in die Käl­te der Stadt und beginnt zu frie­ren. Der Ver­stand mel­det sich zu Wort, geweckt von der Dis­kre­panz der Tem­pe­ra­tu­ren, und for­ciert das Ende des Schwe­bens, nicht unbe­merkt von der Natur, die nur zöger­lich ihren Griff lockert. Die Schnee­land­schaft weicht brau­nen Pfüt­zen und ihren lieb­lo­sen Ver­wand­ten. Näch­ster Halt: Hal­te­stel­le.

„Wasch mich“, klagt die Fen­ster­schei­be, von Witz­bol­den beschmiert, gleich­sam zum Test, ob der ver­blie­be­ne Humor genügt. Ver­ge­bens. Den Wunsch, zu träu­men, gewährt die Natur kein zwei­tes Mal. Will­kom­men in der Rea­li­tät, du altes Arsch­loch.