Heute Abend läuft eine weitere Runde dieser unsäglichen Personenbloßstellungssendung Deutschland sucht den Superstar, und weil wir ja noch nicht genug dieser Sendungen haben, wird im Sommer des gerade begonnenen Jahres eine weitere ins Rennen geschickt werden, die, nur wenig überraschend, von RTL und Vox finanziert wird und “X Factor” heißen soll (nicht zu verwechseln mit der, haha, Mysteryserie fast gleichen Namens).
Und ich — keine Ahnung, ob es an meinem Geschlecht, meinem Alter oder meinem kulturellen Sozialisation liegt — befürchte, dass sich wieder ausreichend viele junge Menschen von der Aussicht auf Ruhm und Erfolg blenden lassen, ohne mal darüber nachzudenken, ob nicht die Produzenten viel eher davon profitieren und woran es liegen mag, dass man von all den vergangenen “Superstars” nur mehr wenig hört. Peer analysiert den zu unterschreibenden Vertrag und kommentiert:
Zusammengefasst gibt man für die Teilnahme an “X Factor” also das Recht auf selbstbestimmtes Handeln, das Recht auf freie Meinungsäußerung gegenüber Journalisten und das Recht am eigenen Bild für alle nur erdenklichen Verwertungswege (inklusiver derer, die noch erfunden werden) an der Garderobe ab und erhält dafür: gar nichts.
Dann wünsche ich allen Teilnehmern doch schon mal viel Erfolg im Voraus. Oh weia.
Für Twitter zu schade ist mein aktuelles Blogfundstück:
Anonyma Silent Tiffy hat Ende August einige typische Mädchensätze zusammengetragen. So wenig ich auch von Urteilen wie “typisch männlich/weiblich” halte, so bekannt kommen mir viele von ihnen vor.
Drei Auszüge aus dieser wohl niemals kompletten, aber schon recht anschaulichen Liste:
- “Ich will ja nix sagen, aber…”
- “[Vorwurf]Du tust mir einfach nur leid.”
- “Tu was du nicht lassen kannst.……” (und dabei Gesichtsausdruck der Stolz auf die eigene Gewitztheit verrät)
Durchaus nicht verkehrt.
