Netzfundstücke
Kurz verlinkt III: Die Popmaschinerie und die Mädchen

Heute Abend läuft eine weit­ere Runde dieser unsäglichen Per­so­n­en­bloßstel­lungssendung Deutsch­land sucht den Super­star, und weil wir ja noch nicht genug dieser Sendun­gen haben, wird im Som­mer des ger­ade begonnenen Jahres eine weit­ere ins Ren­nen geschickt wer­den, die, nur wenig über­raschend, von RTL und Vox finanziert wird und “X Fac­tor” heißen soll (nicht zu ver­wech­seln mit der, haha, Mys­teryserie fast gle­ichen Namens).

Und ich — keine Ahnung, ob es an meinem Geschlecht, meinem Alter oder meinem kul­turellen Sozial­i­sa­tion liegt — befürchte, dass sich wieder aus­re­ichend viele junge Men­schen von der Aus­sicht auf Ruhm und Erfolg blenden lassen, ohne mal darüber nachzu­denken, ob nicht die Pro­duzen­ten viel eher davon prof­i­tieren und woran es liegen mag, dass man von all den ver­gan­genen “Super­stars” nur mehr wenig hört. Peer analysiert den zu unter­schreiben­den Ver­trag und kom­men­tiert:

Zusam­menge­fasst gibt man für die Teil­nahme an “X Fac­tor” also das Recht auf selb­st­bes­timmtes Han­deln, das Recht auf freie Mei­n­ungsäußerung gegenüber Jour­nal­is­ten und das Recht am eige­nen Bild für alle nur erden­klichen Ver­w­er­tungswege (inklu­siv­er der­er, die noch erfun­den wer­den) an der Garder­obe ab und erhält dafür: gar nichts.

Dann wün­sche ich allen Teil­nehmern doch schon mal viel Erfolg im Voraus. Oh weia.


Für Twit­ter zu schade ist mein aktuelles Blog­fund­stück:
Anony­ma Silent Tiffy hat Ende August einige typ­is­che Mäd­chen­sätze zusam­menge­tra­gen. So wenig ich auch von Urteilen wie “typ­isch männlich/weiblich” halte, so bekan­nt kom­men mir viele von ihnen vor.

Drei Auszüge aus dieser wohl niemals kom­plet­ten, aber schon recht anschaulichen Liste:

  1. “Ich will ja nix sagen, aber…”
  2. “[Vorwurf]Du tust mir ein­fach nur leid.”
  3. “Tu was du nicht lassen kannst.……” (und dabei Gesicht­saus­druck der Stolz auf die eigene Gewitztheit ver­rät)

Dur­chaus nicht verkehrt.