MusikSonstiges
Kaufnixtag 2009

Ausnahmsweise mal pünktlich und weil wir gerade über Aktionen fragwürdigen Zieles spekulierten, verweise ich nun mit bekräftigendem Gesichtsausdruck auf den heutigen weltweiten Kaufnixtag:

Die Grundidee ist eigentlich ganz einfach und einleuchtend: Wenn Ende November/Anfang Dezember die kränkeste Konsumphase des Jahres eingeleitet wird, weil es auf das Fest des Kaufens und Schenkens („Weihnachten“) zu geht, sollen die Menschen wenigstens für einen Tag innehalten und 24 Stunden lang nichts kaufen. Statt den Konsum anzuheizen geht es also darum, sich mit anderen Dingen im Leben zu beschäftigen.

Mehr Zeit für das Leben, weniger Zeit für Konsum; das kann ich unterstützen und trage hiermit mein Scherflein bei.
Und ich hoffe, wenigstens bei einigen Exemplaren derjenigen, die sich daran aktiv beteiligen, bleibt eine Nachwirkung haften.

Ob es das Seelenheil nachhaltig beeinflusst, wage ich nicht zu vermuten; aber dem Kontostand wird’s guttun. :)

(Apropos nichts kaufen: Da das Kalenderjahr sich wieder dem Ende zuneigt, gibt es bei Peter und Nicorola wieder CDs zu gewinnen, hierfür müsst ihr nur eure drei jeweiligen Lieblings-CDs 2009 nennen. Viel Erfolg allen, die teilnehmen!)


Nachtrag von 19:42 Uhr, wegen gleichen Themas war’s mir keinen separaten Eintrag wert:
Gerade erst zufällig drüber gestolpert und vor symbolischen Magenkrämpfen fast mein symbolisches Getränk durch das Zimmer gespuckt (das wird mich noch mal meine Gesundheit kosten, fürchte ich):

Die Financial Times Deutschland hat einen in der Wirtschaft allgemein beliebten Import zur Kenntnis genommen. Wir haben nun also eine weitere einträgliche Idee der Handel treibenden Unternehmensvordenker, die sich nur allzu gern bei möglichst konsumorientieren Bräuchen aus anderen Ländern bedienen, am Hals:

Nach Deutschland schwappt eine neue Welle der Niedriglohn-Alternativen aus den USA: Schüler und Studenten packen an Supermarkt-Kassen die Einkaufstüten – und bekommen dafür nichts außer Trinkgeld von den Kunden.

Ich schlage vor, den Kaufnixtag auf weitere Monate auszuweiten, wann immer die Versuchung lockt, eine solcherlei Brauchtum betreibende Supermarktfiliale zu Kaufzwecken zu betreten.

Senfecke:

  1. Das wäre aber unmenschlich. Seitdem mich meine Beine tragen, gehe ich zum traditionellen samstäglichen Flohmarkt; so auch heute. Ich müsste mich anketten, um der Versuchung zu widerstehen. Nee, das tue ich mir nicht an. Der KNT scheint ja sowieso eine Idee der spinnerten Gringos zu sein. Ich werde mein Portemonaie dem Ergebnis meines Feilschens entsprechend weit öffnen und erfreue mich an all den schönen Dingen, die mich heute erwarten.

  2. @Nachtrag von 19:42 Uhr:

    Lass den KNT KNT sein.

    Im Moment gibt es selbst für Studenten keine angemessen bezahlte Arbeit. Wäre ich wieder Student, würde ich folgendes machen:

    1) Für Umme arbeiten.
    2) Nach einer gewissen Zeit krank werden.
    3) Danach würde ich den Lohn einklagen: Für lau arbeiten zu lassen, ist sittenwidrig gemäß § 138 Abs. 1 BGB. An die Stelle des € 0,- Lohnes tritt ein Anspruch auf die übliche Vergütung nach § 612 Abs. 2 BGB. Damit wäre der Arbeitgeber ziemlich gekniffen.

  3. Na, dann nicht. ;)

    Aber danke für die gesetzlichen Ergänzungen, könnte sicher auch für andere Leser interessant sein, die hier zufällig drüber stolpern. :)

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