Ich wollte seit Tagen schon wieder etwas hier schreiben — aber es geht nicht. Etwas Witziges, etwas Politisches, vielleicht gar eine poetische Kurzgeschichte hatte ich im Sinn. Ständig neue Sätze bilde und verwerfe ich, um schließlich entmutigt die virtuelle Schreibmaschine unverrichteter Dinge wieder in den ebenfalls virtuellen Schrank, nein, “Schrank” zu räumen.
An Ideen mangelt es tatsächlich also nicht. Vielmehr fehlt die Fähigkeit zur Konzentration.
Weil — und es ist normalerweise nicht meine Art, einen Nebensatz separat zu stellen — nun, da statt des Frühlings doch noch einmal der Winter von sich hören lässt, die Melancholie des Dezembers zurückkehrt, mithin die Lust auf lauten Rock wieder den leisen Tönen weicht und ungefähr dasselbe auch auf die Wahrnehmung der Umwelt zutrifft.
Wo immer man sich in dieser Stimmung, in diesem Zustand auch befinden mag, man fühlt sich unbeschreiblich klein und fremd. Sehnsucht? Ja!
Sehnsucht nach draußen und auch nach drinnen, Sehnsucht nach einem klaren Gedanken und doch wiederum danach, ihn einfach vergessen zu können; Sehnsucht nach Halt und nach Freiheit, Sehnsucht nach ihr, Sehnsucht nach sich selbst…
Endlich, aufge- und verschreckt von dem Durcheinander im Kopf, kehrt die Realität mitsamt ihrem Boden der Tatsachen wieder ein und lässt von all dem Gefühls- und Gedankenchaos nur noch eine beinahe metaphysisch anmutende Müdigkeit zurück.
“Schlapp, schlapp, schlapp” (Asterix: “Die Goldene Sichel”).
Ungefähr so wie Garfield:

(Jetzt ist es ja doch noch recht witzig geworden. Glück gehabt.)

