In den NachrichtenNerdkrams
Großkapitalist Mozilla?

Vor dem Hin­ter­grund, dass Mozil­la kon­tinuier­lich an einem freien Web zu arbeit­en behauptet, klingt diese Mel­dung ver­mut­lich etwas wun­der­lich:

Mozil­la zeigt beim Öff­nen eines neuen leeren Tabs stan­dard­mäßig eine Seite mit Vorschaubildern der am meis­ten genutzten Seit­en an. (…) Mozil­la plant, diese Seite mit teil­weise gespon­serten Kacheln vorzubele­gen.

Skan­dal! Mozil­la — ein gewin­nori­en­tiertes Unternehmen, das viel Geld in die Entwick­ung eines kosten­losen Browsers steckt — würde gern auch welch­es ver­di­enen. Auf Kosten der ehrlichen nicht zahlen­den Kun­den! Die erste Panikreak­tion in den ein­schlägi­gen Foren: “Fire­fox fliegt runter! Ich instal­liere jet­zt Chrome!”

Google Chrome ist übri­gens ein unfreier Brows­er, dessen Entwick­lung eben­falls Geld kostet. Nun kön­nte man argu­men­tieren, dass Google nicht unbe­d­ingt zu den Unternehmen gehört, denen man knappe finanzielle Mit­tel unter­stellen sollte; aber wo kommt das Geld her?

Chrome enthält zum Beispiel die RLZ-Bib­lio­thek. Diese Bib­lio­thek erlaubt es, den Erfolg von Ver­mark­tungskam­pag­nen (etwa eine Part­ner­schaft mit Inter­net­por­tal­en, von denen man einen “angepassten” Chrome herun­ter­laden kann) zu messen. Chrome dient also als Ver­mark­tungsve­hikel für Googles eigene Dien­ste, die ihnen jede Menge Wer­beein­nah­men bescheren; zu Las­ten des Benutzers, ver­ste­ht sich. Dass die Entwick­ler­schar von Google Chrome — anders als Mozil­la — auf Wahl­frei­heit seit­ens der Benutzer keinen Wert legt, ist allerd­ings nichts Neues.

Mozil­la ist aber — anders als Google — nicht im Besitz mehrerer Wer­be­fir­men, sie müssen also anders an Geld kom­men. Die Part­ner­schaft mit Google (die Google-Suche ist nicht unbe­d­ingt aus Qual­itäts­grün­den Teil von Fire­fox) hat von Anfang an nur die wenig­sten Nutzer gestört, Funk­tio­nen wie das Social API, das Por­tale wie Face­book auf aus­drück­lichen Wun­sch des Benutzers direkt in den Brows­er inte­gri­eren kann, brin­gen Mozil­la trotz der wer­ben­den Funk­tion kein Geld ein.

Würde Mozil­la also darauf verzicht­en, ver­schiedene Wer­be­for­men auszupro­bieren, würde das Schick­sal des Erfol­gsmod­ells Thun­der­bird — dessen Entwick­lung ja seit Jahren aus ähn­lichen Grün­den weit­ge­hend been­det ist; es fehlt schlicht an per­son­ellen und finanziellen Ressourcen — wohl bald auch Fire­fox und davon abgeleit­ete Brows­er wie Sea­Mon­key ereilen.

Beste­hende Fire­fox­pro­file rührt die geplante Änderung übri­gens sowieso nicht an; zumal Fire­fox als freier Brows­er gewisse Kon­fig­u­ra­tions­möglichkeit­en offen lässt: Wer vor jeglichen gespon­serten Kacheln auf der Neuer-Tab-Seite, auf der sich beim durch­schnit­tlichen Inter­net­nutzer oft Seit­en wie Face­book, Twit­ter und Google — alle­samt natür­lich völ­lig frei von dem Ver­dacht, irgend­was mit Finanzierung zu tun zu haben — tum­meln, auch in Zukun­ft sich­er sein möchte, der schal­tet diese Seite eben ein­fach ab.

Das klingt wohl ein­fach nicht so schön reißerisch.

Senfecke:

  1. Ich habe FOSS-Zeugs auf meinem Rech­n­er instal­liert, also ste­he ich moralisch und über­haupt in jed­er Hin­sicht noch über den Entwick­lern der Soft­ware, und die MÜSSEN mir jet­zt ein­fach per­fek­te und kosten­lose Soft­ware liefern, die genau das tut, was ich will! War das denen nicht klar, bevor die mir die Soft­ware zum Down­load ange­boten haben? Naja, wer ander­er Mei­n­ung ist, darf gerne eine Diskus­sion zum The­ma auf Golem.de oder Heise eröff­nen. :aufsmaul:

    • Fire­fox tut, was ich will, weil ich in der Lage bin, XUL und JavaScript zu benutzen. Selb­st schuld, wenn du es nicht gel­ernt hast! :twisted:

      • Iiih, Javascript! Das ist doch das Zeug, welch­es ich dank ein­er Spiegel.de Anleitung blocke, damit ich mich nicht mehr vor Track­ing-Cook­ies fürcht­en muss, oder so.

        XUL? Abge­se­hen von Xul­run­ner und irgendwelch­er Soft­ware der Art “Fire­fox + andere Farbe + daran angek­lebte andere Soft­ware” wie Song­bird oder Sea­mon­key kenne ich gar keine Anwen­dung dafür. Und Xul­run­ner wird gar nicht mehr weit­er­en­twick­elt. Damit kann man ja höch­stens Tom­Tom Navis hack­en! :twisted:

        • Nun, ich tu’ ja mein Bestes, dass meine eige­nen Web­sachen auch ohne JavaScript zumin­d­est bedi­en­bar sind (klappt nicht immer)…

          Gibt es über­haupt noch Brows­er, deren Benutze­r­ober­fläche ohne JavaScript auskommt? Außer kon­solen­basierten jet­zt.

          • Net­surf? Kann man mit und ohne exper­i­mentellen Javascript-Sup­port basteln (hat bei mir eh nie funk­tion­iert), und es gibt diverse Ober­flächen. Frame­buffer ist ganz cool, damit hätte man einen far­bigen, auf Wun­sch javascript-tauglichen Brows­er für die Kon­sole. Aber es gibt auch eine nor­male GTK-Ober­fläche.

            Javascript muss man ja meines Eracht­ens sowieso nicht kom­plett deak­tivieren, ich habe noch nie von ein­er Pro­gram­mier­sprache gehört, die mich auss­pi­onieren will. Aber Opera Mini macht lei­der gerne die Grätsche, wenn zu viel Javascript im Spiel ist. Und den mobilen Fire­fox packt mein antik­er Tablet-Prozes­sor nicht. Teufel­szeug, alles.

          • Na gut, Midori fällt vielle­icht auch darunter. Aber wo liegt der Vorteil? Merk­lich weniger Ressourcen brauchen die Dinger ja auch nicht (mehr), seit Fire­fox opti­miert wird, als gin­ge es um irgend­was.

        • Iiih, Javascript! Das ist doch das Zeug

          JavaScript ist das Zeug, was man benötigt, um vernün­ftige Web­seit­en zu bauen, welche dem Jahr 2014 gerecht wer­den. ;)

          XUL? Abgesehen von Xulrunner und irgendwelcher Software der Art „Firefox + andere Farbe + daran angeklebte andere Software” wie Songbird oder Seamonkey kenne ich gar keine Anwendung dafür.

          Eine Auswahl:
          https://developer.mozilla.org/de/docs/XULRunner_Hall_of_Fame

          Und Xul­run­ner wird gar nicht mehr weit­er­en­twick­elt.

          Die let­zte Ver­sion ist vom 12. Feb­ru­ar 2014. Also es gibt nach wie vor aktuelle Ver­sio­nen. Es wird derzeit disku­tiert, ob der XUL­Run­ner eingestellt wer­den wird, ja. Das dann zugun­sten eines Fire­fox SDK, was in vie­len Fällen keinen großen Unter­schied macht.

          • Javascript ist vor allem das Zeug, das für einen Großteil der Dri­ve-by-Mal­ware­down­loads ver­ant­wortlich sein dürfte und das man daher tun­lichst nur selek­tiv aktivieren sollte. Ein Brows­er ist kein ver­dammtes Betrieb­ssys­tem.

            • Da bin ich kom­plett ent­ge­genge­set­zter Mei­n­ung, JavaScript gehört zum Web und wird immer wichtiger und unverzicht­bar­er. Es mag ein min­i­mal erhöht­es Risiko geben, aber keines­falls eines, welch­es man größer machen muss, als es ist. Nur wenn wir so anfan­gen, dann soll­ten wir die Fin­ger kom­plett vom Inter­net lassen, denn es lauern im Inter­net noch sehr viel mehr Gefahren. Die Bemerkung mit dem Betrieb­ssys­tem ver­ste­he ich nicht.

              • Nun, allzu viele Leute benutzen einen Brows­er inzwis­chen als Run­time für ihr Mail­pro­gramm, ihr Offi­cepaket und der­gle­ichen und nen­nen das dann “unverzicht­bar”. Der Brows­er, grund­sät­zlich der Flaschen­hals der Sicher­heit des eige­nen Rech­n­ers, wird so bewusst dafür genutzt, nicht Web­seit­en anzuzeigen, son­dern frem­den Code auszuführen. Sand­box hin, Sand­box her, raus kommt man meist. Das ist kein min­i­mal erhöht­es, son­dern das ver­dammte Haup­trisiko. Ich kann auf Javascript im Web supi verzicht­en, selb­st das hochkom­plexe Word­Press hat exakt über­haupt kein Prob­lem damit, wenn ich ihm NoScript vor die Nase set­ze.

              • Mails im Brows­er zu nutzen, ist abso­lut nor­mal für fast jeden, der mehr als einen Com­put­er nutzt. Für genau diese Leute ist es auch abso­lut nor­mal, Dien­ste wie Google Dri­ve als Office-Paket zu nutzen. Desk­top-Pro­gramme erfüllen nicht die Anforderung der Porta­bil­ität. Wenn du auf deine Doku­mente von mehreren Orten zugreifen musst, führt kaum ein Weg am Brows­er vor­bei. Und daran ist abso­lut nicht schlecht.

                Und nein, JavaScript ist nicht das Haup­trisiko im Inter­net, nicht ein­mal im Ansatz. Wie oft hörst du denn von Sicher­heit­slück­en, die auf die Kappe von JavaScript gehen? Das wird nur ziem­lich sel­ten der Fall sein. Das Prob­lem sind immer die Plu­g­ins. Beina­he alle Sicher­heit­slück­en, die über JavaScript gehen, gehen über ver­al­tete (!) Plu­g­ins (!). Alleine deswe­gen schon, weil JavaScript über­haupt keine Möglichkeit hat, dein Sys­tem anzu­greifen, diese Priv­i­legien haben nur die Plu­g­ins, welche über JavaScript halt ange­sprochen wer­den kön­nen. Aber das ist der große Unter­schied. JavaScript ist nicht das übel, son­dern Plu­g­ins. Was meinst du, wieso Mozil­la nun PDF-Dateien via JavaScript ren­dert? Und genau das Gle­iche wird Fire­fox in Zukun­ft mit Flash-Dateien machen, Flash wird in Fire­fox bald über JavaScript geren­dert. Auch Mozil­la baut immer mehr Web­seit­en, die ohne JavaScript nicht mehr wirk­lich schön sind.

                Übri­gens: Word­Press ist abso­lut keine hochkom­plexe Anwen­dung in diesem Sinne, um den es hier geht. Word­Press ist eine ziem­lich nor­male Weban­wen­dung ohne große Script-Kom­plex­ität. Natür­lich kannst du Word­Press prob­lem­los ohne JavaScript benutzen.

                • Dann bin ich wohl unnor­mal: Meine Doku­mente liegen in der (API sei Dank) auf allen Sys­te­men ohne JavaScript erre­ich­baren Drop­box (obwohl Microsoft Office ja Sky­Drive-Anbindung hat, aber Microsoft Office mag ich nicht), meine Mails bear­beit­en auf allen Sys­te­men klas­sis­che Mail­pro­gramme per IMAP (schon, weil ich ein­fach zu viele Kon­ten habe). Ich folge eben nicht blind dem Ruf irgendwelch­er Ver­mark­ter, die ihre Webkl­itsche ohne brauch­bares Geschäftsmod­ell (zum Beispiel Google Mail) als beste Erfind­ung seit dem Rad anpreisen.

                  Wie oft hörst du denn von Sicher­heit­slück­en, die auf die Kappe von JavaScript gehen?

                  Ständig. JavaScript hat mehr Zugriff­s­möglichkeit­en als du glaub­st — Sicher­heit­sup­dates für Brows­er betr­e­f­fen nicht sel­ten die Möglichkeit, Code unbe­merkt auszuführen. (JavaScript wird auf dem Rech­n­er des Benutzers aus­ge­führt. Da kommt dann zum Beispiel so was raus.) Und da JavaScript im “Web” deut­lich ver­bre­it­eter ist als Java und Flash (ich nutze bei­de Plu­g­ins aus gutem Grund nicht), sollte offen­sichtlich sein, was die größere Gefahr ist.

                  Wenn Mozil­la trotz der Down­load­sta­tis­tik von NoScript seine Nutzer für so däm­lich hält, dass es ern­sthaft glaubt, JavaScript würde nie­man­den stören, dann spricht das nicht für Mozil­la.

                  Gesun­des Mis­strauen ist im Web dur­chaus empfehlenswert, nicht?

              • Dann bin ich wohl unnor­mal: Meine Doku­mente liegen in der Drop­box (obwohl Microsoft Office ja Sky­Drive-Anbindung hat, aber Microsoft Office mag ich nicht), meine Mails bear­beit­en klas­sis­che Mail­pro­gramme per IMAP (schon, weil ich ein­fach zu viele Kon­ten habe). Ich folge eben nicht blind dem Ruf irgendwelch­er Ver­mark­ter, die ihre Webkl­itsche ohne brauch­bares Geschäftsmod­ell (zum Beispiel Google Mail) als beste Erfind­ung seit dem Rad anpreisen.

                Ich sage nicht, dass deine Benutzung nicht nor­mal sei, aber du tust so, als sei das total ungewöhn­lich oder gar falsch Mail und Office im Brows­er zu machen. Da sage ich nur: Willkom­men im Jahr 2014. Das hat mit dem Ruf irgendwelch­er Ver­mark­ter mal so über­haupt nichts zu tun.

                Ständig. JavaScript hat mehr Zugriff­s­möglichkeit­en als du glaub­st – Sicher­heit­sup­dates für Brows­er betr­e­f­fen nicht sel­ten die Möglichkeit, Code unbe­merkt auszuführen. (JavaScript wird auf dem Rech­n­er des Benutzers aus­ge­führt. Da kommt dann zum Beispiel so was raus.) Und da JavaScript im „Web” deut­lich ver­bre­it­eter ist als Java und Flash (ich nutze bei­de Plu­g­ins aus gutem Grund nicht), sollte offen­sichtlich sein, was die größere Gefahr ist.

                Nochmal: JavaScript hat keinen Zugriff auf dein Sys­tem, um dort Schaden anzuricht­en. Der schad­hafte Zugriff durch Angreifer erfol­gt in der Regel über Plu­g­ins. Wenn du anderes behauptest, dann lief­ere mir bitte einen Test­case, der deine The­o­rie belegt. Und was deinen Link bet­rifft, wir brauchen jet­zt nicht von Meth­o­d­en des FBI oder NSA anfan­gen, die haben noch ganz andere Möglichkeit­en.

                Von Ver­bre­itung auf Gefährlichkeit zu schließen hat mit Logik nicht viel zu tun.

                Wenn Mozil­la trotz der Down­load­sta­tis­tik von NoScript seine Nutzer für so däm­lich hält, dass es ern­sthaft glaubt, JavaScript würde nie­man­den stören, dann spricht das nicht für Mozil­la.

                Schon wieder so eine merk­würdi­ge Logik. NoScript hat etwas über zwei Mil­lio­nen Nutzer, ja. Das ist viel für ein Add-on, sog­ar sehr viel. Mehr aber auch nicht. Gemessen an der Gesamtheit der Fire­fox-Nutzer ist das gar nichts. Außer­dem geht es doch gar nicht darum, ob Mozil­la meint, es würde jeman­den respek­tive nie­man­den stören, JavaScript ist nicht das, als was du es darstellst, und wird im Web immer wichtiger, da beißt die Maus keinen Faden ab. Und meine per­sön­liche Mei­n­ung ist, dass das gut und richtig so ist.

                Gesun­des Mis­strauen ist im Web dur­chaus empfehlenswert, nicht?

                Selb­stver­ständlich! Aber JavaScript ist eine grundle­gende Tech­nik und die Basis für HTML5. HTML5 ist schließlich mehr als nur ein paar neue Ausze­ich­nungse­le­mente.

              • “Willkom­men im Jahr 2014! Gib dein Sicher­heit­skonzept bitte an der Kasse ab und tauch’ ein in die bunte Wun­derblinkewelt!”

                Es ist nicht ungewöhn­lich, es ist nur eben auch schreck­lich naiv.

                Wenn du anderes behauptest, dann lief­ere mir bitte einen Test­case, der deine The­o­rie belegt.

                Der Test­case ist doch im heise-Link zu find­en? (Sehe ger­ade, der ist schw­er zu sehen. Klick’ mal auf “so was”.) Oder ist dir “Brows­er mit Vol­lzu­griff aufs Betrieb­ssys­tem führt Schad­code aus, wäre ohne JavaScript nicht passiert” noch nicht “schlimm” genug?

                JavaScript ist nicht das, als was du es darstellst, und wird im Web immer wichtiger, da beißt die Maus keinen Faden ab.

                …, was nicht daran liegt, dass es irgend­wie nötig wäre (nicht mal für Web­mail ist JavaScript nötig…), son­dern daran, dass irgendwelche BWL-Schlip­sis tech­nikbe­sof­fen so lange “HTML5! WEB2.0! AJAX!” vor sich hin­brabbeln, bis sich ein uner­fahren­er Pro­jek­tver­ant­wortlich­er endlich bre­itschla­gen lässt, das auch umzuset­zen, weil: is bunt! (Ich habe drei Jahre lang für Behör­den den Weben­twick­ler gespielt, da kenne ich mich also zumin­d­est aus.) Wo da der Vorteil ist, erschließt sich mir nicht.

                (Und wieso ein Office unbe­d­ingt in den Brows­er und nicht auf einen USB-Stick gehört, wirst du mir sich­er gle­ich erk­lären. Weil: Is bunt? Oder weil so ein Pro­gramm mit ständi­ger Anbindung ans Inter­net natür­lich eine viel bessere Plat­tform als ein nack­tes Betrieb­ssys­tem, auf dem es per­for­man­ter und sta­bil­er funk­tion­ieren würde, ist?)

                JavaScript ist eine grundle­gende Tech­nik und die Basis für HTML5. HTML5 ist schließlich mehr als nur ein paar neue Ausze­ich­nungse­le­mente.

                Ver­steh’ mich nicht falsch: Ich nutze zum Beispiel YouTube mit HTML5, schon, weil es das kleinere Übel als die Flash-Seuche ist. Ich habe also prinzip­iell gar nichts dage­gen. Einen Mehrw­ert darin, portable Offi­cepakete, Mail­pro­gramme usw. durch irgen­deinen Web­di­enst zu erset­zen, der mir neben­bei noch die Kon­trolle über meine Dat­en entzieht, kann ich aber nicht erken­nen. Und nur dadurch, dass es auf eini­gen Web­sites dur­chaus sin­nvoll ist, JavaScript zu aktivieren, sehe jeden­falls ich mich nicht davon überzeugt, dass es eben­falls sin­nvoll ist, jedem Kleinkrim­inellen ein poten­zielles Hin­tertürchen für meinen Web­brows­er zu öff­nen.

                Fire­fox ist ein Brows­er und kein gottver­dammtes Betrieb­ssys­tem. (Na ja, inzwis­chen schon; aber du ver­stehst ver­mut­lich, worauf ich hin­aus will.)

              • „Willkom­men im Jahr 2014! Gib dein Sicher­heit­skonzept bitte an der Kasse ab und tauch’ ein in die bunte Wun­derblinkewelt!”

                Es ist nicht ungewöhn­lich, es ist nur eben auch schreck­lich naiv.

                Dir wird fol­gende Aus­sage jet­zt nicht gefall­en, aber es ist eher deine Sichtweise, die naiv ist. So extrem in Bezug auf JavaScript denken nicht ein­mal die aller­meis­ten NoScript-Nutzer, die ich kenne. Du stellst JavaScript als das Sicher­heit­sü­bel über­haupt dar, was so nicht stimmt. Lass mal die Plu­g­ins weg, lass mal die Sicher­heit­slück­en auf manchen Web­seit­en weg, was bleibt dann noch übrig?

                Der Test­case ist doch im heise-Link zu find­en? (Sehe ger­ade, der ist schw­er zu sehen. Klick’ mal auf „so was”.)

                Find ich nicht, gib mal bitte den direk­ten Link.

                …, was nicht daran liegt, dass es irgend­wie nötig wäre (nicht mal für Web­mail ist JavaScript nötig…), son­dern daran, dass irgendwelche BWL-Schlip­sis tech­nikbe­sof­fen so lange „HTML5! WEB2.0! AJAX!” vor sich hin­brabbeln, bis sich ein uner­fahren­er Pro­jek­tver­ant­wortlich­er endlich bre­itschla­gen lässt, das auch umzuset­zen, weil: is bunt! (Ich habe drei Jahre lang für Behör­den den Weben­twick­ler gespielt, da kenne ich mich also zumin­d­est aus.) Wo da der Vorteil ist, erschließt sich mir nicht.

                Es geht doch über­haupt nicht um Notwendigkeit­en von JavaScript für Mails. Wenn es danach gin­ge, kön­nten wir alle noch HTML4 und den Inter­net Explor­er 6 nutzen, das ist aus­re­ichend. Und tut mir Leid, auch diese Antwort wird dir nicht gefall­en, aber wenn du die Vorteile nicht siehst, denkst “weil bunt” sei ein Grund dafür, dass JavaScript so exzes­siv ver­wen­det wird, und mit For­mulierun­gen wie “BWL-Schlip­sis” und “tech­nikbe­sof­fen” kommst, dann bist du ganz ein­fach kein fähiger Weben­twick­ler, der heuti­gen Mark­tan­forderun­gen gerecht wird, son­dern tech­nisch halt vor fünf Jahren ste­hen geblieben, min­destens. So hart das auch klingt. Aber du sche­inst nicht wirk­lich eine Vorstel­lung von JavaScript zu haben und wann das in welch­er Form wie sin­nvoll einge­set­zt wer­den kann. Wenn ich mich irre, dann entschuldige ich mich für diese Aus­sage, aber das ist halt nun­mal das, was du ger­ade ver­mit­telst.

                (Und wieso ein Office unbe­d­ingt in den Brows­er und nicht auf einen USB-Stick gehört, wirst du mir sich­er gle­ich erk­lären. Weil: Is bunt? Oder weil so ein Pro­gramm mit ständi­ger Anbindung ans Inter­net natür­lich eine viel bessere Plat­tform als ein nack­tes Betrieb­ssys­tem, auf dem es per­for­man­ter und sta­bil­er funk­tion­ieren würde, ist?)

                Über JavaScript hörst du andauernd über Sicher­heit­slück­en, aber nicht die andauern­den Mel­dun­gen über Viren auf USB-Sticks? Nun gut. Aber das möchte ich über­haupt nicht als Argu­ment ein­brin­gen, son­dern dass du auch hier wahrschein­lich wieder fünf Jahre hin­ten dran bist. Nicht auf jeden Sys­tem ist es dir (aus diesem Grund) erlaubt, USB-Sticks einzusteck­en. Zeige mir den USB-Port auf Tablets, Phablets und Smart­phones. Führe mal eine exe-Datei auf Android aus. Du nutzt solche Geräte nicht? Dann bleiben wir auf dem Desk­top, Porta­bil­ität zwis­chen Win­dows, OS X und Lin­ux ist nichts anderes. Nicht jed­er nutzt nur ein einziges Sys­tem.

                Ver­steh’ mich nicht falsch: Ich nutze zum Beispiel YouTube mit HTML5, schon, weil es das kleinere Übel als die Flash-Seuche ist. Ich habe also prinzip­iell gar nichts dage­gen. Einen Mehrw­ert darin, portable Offi­cepakete, Mail­pro­gramme usw. durch irgen­deinen Web­di­enst zu erset­zen, der mir neben­bei noch die Kon­trolle über meine Dat­en entzieht, kann ich aber nicht erken­nen.

                Das ist dein haupt­säch­lich­es Prob­lem. Dir gelingt es nicht, über deinen Teller­rand hin­auszuschauen. Aber der Nutzen von Din­gen hört nicht da auf, wo du es per­sön­lich nicht mehr benötigst. Ger­ade, dass du den Punkt mit der Online-Ver­wal­tung der Mails nicht siehst, das ist schon sehr, sehr eige­nar­tig.

                Fire­fox ist ein Brows­er und kein gottver­dammtes Betrieb­ssys­tem. (Na ja, inzwis­chen schon; aber du ver­stehst ver­mut­lich, worauf ich hin­aus will.)

                Richtig, Fire­fox ist ein Brows­er und kein Betrieb­ssys­tem. Und für einen Brows­er ist JavaScript so mit das wichtig­ste über­haupt, was es gibt. Insofern: Nein, ich ver­ste­he nicht im Ger­ing­sten, worauf du hin­aus­möcht­est.

              • Der Link: hier. (Nach­trag: Hab’ mal die Unter­stre­ichung gefixt.)

                Du stellst JavaScript als das Sicher­heit­sü­bel über­haupt dar, was so nicht stimmt. Lass mal die Plu­g­ins weg, lass mal die Sicher­heit­slück­en auf manchen Web­seit­en weg, was bleibt dann noch übrig?

                Aller­lei Sicher­heit­sprob­leme. :aufsmaul:

                wenn du die Vorteile nicht siehst, (…) dann bist du ganz ein­fach kein fähiger Weben­twick­ler, der heuti­gen Mark­tan­forderun­gen gerecht wird

                Was fordert denn “der Markt” so? Leute, denen buntes Blinken (geht mit CSS3 ohne jedes JavaScript…) wichtiger ist als Sicher­heit­saspek­te? Puh, ja, mag sein, dann bin ich wohl ein schlechter Weben­twick­ler. Aber ich hat­te dich eigentlich schon nach den Vorteilen gefragt, weil ich die eben nicht sehe. Magst du mir die noch aufzählen oder genügt “du hast nur keine Ahnung!” bere­its als Vorteil?

                du sche­inst nicht wirk­lich eine Vorstel­lung von JavaScript zu haben und wann das in welch­er Form wie sin­nvoll einge­set­zt wer­den kann

                Noch mal zu mein­er Frage bitte…?

                Über JavaScript hörst du andauernd über Sicher­heit­slück­en, aber nicht die andauern­den Mel­dun­gen über Viren auf USB-Sticks?

                Wenn ich die Wahl zwis­chen “Viren und Sicher­heit­slück­en” — nein, Viren ver­bre­it­en sich nicht nur per USB — und “nur Viren” habe, ist die Entschei­dung eigentlich offen­sichtlich.

                Zeige mir den USB-Port auf Tablets, Phablets und Smart­phones. Führe mal eine exe-Datei auf Android aus.

                Abge­se­hen davon, dass ich Wischo­fone nicht unbe­d­ingt für eine geeignete Plat­tform für Officean­wen­dun­gen halte (schon wegen der mis­s­rate­nen Eingabe­möglichkeit­en), bleibt das mit den Mail­pro­gram­men; und meinem Android-Smart­phone muss ich mit The Bat! nicht kom­men. Muss ich auch nicht, dort habe ich K‑9 Mail. Und Web-Google-Mail hat auf dem Smartphone/Tablet dein­er Wahl jet­zt exakt welchen Vorteil gegenüber ein­er “Mail-App” (eben einem nativ­en Mail­pro­gramm)?

                Porta­bil­ität zwis­chen Win­dows, OS X und Lin­ux ist nichts anderes. Nicht jed­er nutzt nur ein einziges Sys­tem.

                Das ist kor­rekt, aber jedes der genutzten Sys­teme ist in der Lage, IMAP zu nutzen. Wo genau liegt jet­zt noch mal der Vorteil von Web­mail? Und Soft­mak­er Office läuft auch auf jedem Sys­tem, auf dem ich das gern hätte. Webof­fice würde mir also genau was brin­gen?

                Bitte mehr konkrete Vorteile und weniger “aber so, wie du das machst, ist das voll rück­ständig!”.

                Ger­ade, dass du den Punkt mit der Online-Ver­wal­tung der Mails nicht siehst, das ist schon sehr, sehr eige­nar­tig.

                Ich ver­walte meine Mails seit vie­len Jahren online, IMAP sei Dank. Welchen “Punkt”, der klar dafür spricht, das in einen Web­brows­er (meist bere­its vorhan­den) statt in ein Mail­pro­gramm (meist bere­its vorhan­den) auszu­lagern, überse­he ich ger­ade? Ver­such’ diese Frage doch bitte mal argu­men­ta­tiv und nicht mit “das ist sooo let­ztes Jahrzehnt” zu beant­worten. Tas­taturen sind auch “längst über­holt” (von Touchbe­di­enung), trotz­dem nutzst du doch bes­timmt noch eine, oder?

                für einen Brows­er ist JavaScript so mit das wichtig­ste über­haupt, was es gibt.

                Ein Web­brows­er soll zuvörder­st Web­seit­en anzeigen. HTML und Gestal­tungse­le­mente. Irgendwelch­es inter­ak­tives Gezap­pel ist meist schmück­endes Bei­w­erk und nervt nur beim Lesen. Vielle­icht lesen wir nur ein­fach völ­lig unter­schiedliche Inhalte?

              • Der Link: hier. (Nach­trag: Hab’ mal die Unter­stre­ichung gefixt.)

                Die Sicher­heit­slücke ist also eine manip­ulierte Grafik, aha.

                Aller­lei Sicher­heit­sprob­leme. :aufsmaul:

                Scho’ klar.

                Was fordert denn „der Markt” so? Leute, denen buntes Blinken (geht mit CSS3 ohne jedes JavaScript…) wichtiger ist als Sicher­heit­saspek­te? Puh, ja, mag sein, dann bin ich wohl ein schlechter Weben­twick­ler. Aber ich hat­te dich eigentlich schon nach den Vorteilen gefragt, weil ich die eben nicht sehe. Magst du mir die noch aufzählen oder genügt „du hast nur keine Ahnung!” bere­its als Vorteil?

                Siehst du, da haben wir es schon wieder. Du kommst die ganze Zeit damit, dass JavaScript irgen­det­was *buntes* sei. JavaScript, um etwas zum Blinken zu brin­gen, sieht man ehrlich gesagt sog­ar ziem­lich sel­ten, denn wie du schon sagst, das geht mit CSS. Du sche­inst nicht wirk­lich eine Vorstel­lung davon zu haben, was JavaScript ist. Dass du mich nach den Vorteilen gefragt hättest, daran kann ich mich abso­lut nicht erin­nern. Vorteile gibt es viele, man kann aber natür­lich nicht pauschal sagen, dass der Ein­satz von JavaScript für jede Web­seite die ganze Palette an Vorteilen bringt, solche Pauscha­lant­worten funk­tion­ieren in der Real­ität nicht. Es ist natür­lich immer pro­jek­t­be­zo­gen, man kann je nach Anforderung des Pro­jek­tes bes­timmte Dinge durch bes­timmte Tech­niken erre­ichen, ganz klar. Ein ganz wichtiger Anwen­dungs­fall sind natür­lich XML­HttpRe­quests, welche ganz viel­seit­ig einge­set­zt wer­den kön­nen, sei es für Vali­dierun­gen oder Per­for­mance-Opti­mierun­gen, alleine dafür gibt es zahlre­iche Tech­niken und Möglichkeit­en. Auch für die UX ein­er Web­seite kann JavaScript enor­men Mehrw­ert bieten, wenn man es richtig ein­set­zt.

                Wenn ich die Wahl zwis­chen „Viren und Sicher­heit­slück­en” – nein, Viren ver­bre­it­en sich nicht nur per USB – und „nur Viren” habe, ist die Entschei­dung eigentlich offen­sichtlich.

                Du schaffst es, sehr eige­nar­tig schlusszu­fol­gern. Du set­zt voraus, dass über JavaScript zwin­gend mehr Schaden angerichtet wird, aber das ist nur deine per­sön­liche Ein­schätzung.

                Abge­se­hen davon, dass ich Wischo­fone nicht unbe­d­ingt für eine geeignete Plat­tform für Officean­wen­dun­gen halte (schon wegen der mis­s­rate­nen Eingabe­möglichkeit­en), bleibt das mit den Mail­pro­gram­men; und meinem Android-Smart­phone muss ich mit The Bat! nicht kom­men. Muss ich auch nicht, dort habe ich K‑9 Mail. Und Web-Google-Mail hat auf dem Smartphone/Tablet dein­er Wahl jet­zt exakt welchen Vorteil gegenüber ein­er „Mail-App” (eben einem nativ­en Mail­pro­gramm)?

                Mis­s­rat­en ist auch wieder nur deine per­sön­liche Mei­n­ung. Ich kenne wiederum sehr viele, die mit Tablets schreiben, Berufs­blog­ger. Und wenn die in ihrem Word­Press-Back­end Artikel tip­pen, ist das in Bezug auf die Eingabe­möglichkeit­en kein wirk­lich­er Unter­schied zu ein­er Office-Anwen­dung. Um Mail-Pro­gramme ging es bei mir an dieser Stelle über­haupt nicht.

                Das ist kor­rekt, aber jedes der genutzten Sys­teme ist in der Lage, IMAP zu nutzen. Wo genau liegt jet­zt noch mal der Vorteil von Web­mail? Und Soft­mak­er Office läuft auch auf jedem Sys­tem, auf dem ich das gern hätte. Webof­fice würde mir also genau was brin­gen?

                Zunächst ist auch das so nicht richtig, IMAP hast du nicht immer und über­all. Zum anderen beschränkt sich IMAP auss­chließlich auf E‑Mails, insofern ist IMAP keine voll­ständi­ge Antwort auf den voll­ständi­gen Con­tent, wed­er im Webin­ter­face noch im Mail-Client. Und du kannst auch nicht auf jedem Com­put­er mal eben Thun­der­bird oder was weiß ich instal­lieren, auf das Web-Inter­face kannst du aber immer zugreifen, wo ein Brows­er vorhan­den ist. Das Gle­iche mit deinem genan­nten Office-Paket. Das ist ein­fach real­itäts­fern, dass man sein gesamtes Home-Office mit sich rum­schleppt. Ins­beson­dere wenn man regelmäßig an ver­schiede­nen Geräten arbeit­et. Das ist für mich All­t­ag und ich bin defin­i­tiv keine Aus­nahme.

                Ich ver­walte meine Mails seit vie­len Jahren online, IMAP sei Dank. Welchen „Punkt”, der klar dafür spricht, das in einen Web­brows­er (meist bere­its vorhan­den) statt in ein Mail­pro­gramm (meist bere­its vorhan­den) auszu­lagern, überse­he ich ger­ade? Ver­such’ diese Frage doch bitte mal argu­men­ta­tiv und nicht mit „das ist sooo let­ztes Jahrzehnt” zu beant­worten.

                Das ist jet­zt schon ziem­lich dreist von dir, du bist hier doch der­jenige, welch­er hier nur so lar­i­fari schreibt “JavaScript macht Web­seit­en bunt”, wirk­lich wahr, das hast min­destens drei oder vier mal JavaScript und bunt in einem Satz geschrieben.

                Tas­taturen sind auch „längst über­holt” (von Touchbe­di­enung), trotz­dem nutzst du doch bes­timmt noch eine, oder?

                Wie kommst du bitte auf so einen Blödsinn, dass Tas­taturen über­holt seien? Touch erset­zt ganz sich­er nicht grund­sät­zlich die Tas­tatur, sowas hör ich jet­zt auch zum ersten Mal.

                Ein Web­brows­er soll zuvörder­st Web­seit­en anzeigen. HTML und Gestal­tungse­le­mente. Irgendwelch­es inter­ak­tives Gezap­pel ist meist schmück­endes Bei­w­erk und nervt nur beim Lesen. Vielle­icht lesen wir nur ein­fach völ­lig unter­schiedliche Inhalte

                Bei diesem einen Satz sind wir uns einig: Ein Web­brows­er soll Web­seit­en anzeigen. Und zu Web­seit­en gehört in vie­len Fällen JavaScript. Punkt. Schon wieder kommt eine Annahme von dir, dass JavaScript gle­ichbe­deu­tend mit Gezap­pel sei. Das entspricht ein­fach nicht der Real­ität, du gehst auf einen einzi­gen möglichen Aspekt von JavaScript ein, ignori­erst dabei aber vol­lkom­men alle anderen Möglichkeit­en und Ein­satzge­bi­ete.

                Ich bin hier nun raus. Es hat keinen Sinn mit jeman­dem über JavaScript zu disku­tieren, der diese Tech­nolo­gie nicht wirk­lich einord­nen kann.

              • Die Sicher­heit­slücke ist also eine manip­ulierte Grafik, aha.

                Du hast schon gele­sen, wie der Schad­code aus­ge­führt (und über­haupt erst geladen) wurde? Ohne JavaScript keine Gefahr. Und das ist die Regel, nicht die Aus­nahme — das blend­est du hier krampfhaft aus. Warum?

                Du sche­inst nicht wirk­lich eine Vorstel­lung davon zu haben, was JavaScript ist.

                Und zwar…?

                Ein ganz wichtiger Anwen­dungs­fall sind natür­lich XML­HttpRe­quests, welche ganz viel­seit­ig einge­set­zt wer­den kön­nen, sei es für Vali­dierun­gen oder Per­for­mance-Opti­mierun­gen, alleine dafür gibt es zahlre­iche Tech­niken und Möglichkeit­en.

                Vali­dierung geht ohne XML­HttpRe­quests (allerd­ings mach’ ich die auch immer mit JavaScript — ich sagte schon, ich ver­teu­fle es nicht grund­sät­zlich).

                Auch für die UX ein­er Web­seite kann JavaScript enor­men Mehrw­ert bieten, wenn man es richtig ein­set­zt.

                Hast du mal Opera auf Android benutzt? UX durch JavaScript scheit­ert da zum Beispiel grandios, spätestens, wenn der Offroad-Modus an ist (und unter Android ist das Ding kein Nis­chen­brows­er)…

                Was für UX-Änderun­gen mit­tels JS schweben dir so vor?

                Du schaffst es, sehr eige­nar­tig schlusszu­fol­gern. Du set­zt voraus, dass über JavaScript zwin­gend mehr Schaden angerichtet wird, aber das ist nur deine per­sön­liche Ein­schätzung.

                Ich kann nur aus meinem per­sön­lichen Erfahrungss­chatz fol­gern. USB-Sticks haben mir noch nie irgen­deinen Virus aufge­spielt (und wür­den sie das tun, würde mein On-Demand-Scan­ner Alarm schla­gen). Mal­ware wie die aus dem heise-Link wird aber von Viren­scan­nern meist nicht erkan­nt und ist dur­chaus keine Sel­tenheit im Inter­net.

                Gut, ich besitze auch sel­ten mehr als 1 USB-Stick gle­ichzeit­ig, und der hält dann eine Weile…

                Mis­s­rat­en ist auch wieder nur deine per­sön­liche Mei­n­ung.

                Natür­lich. Ich führe hier eine rein per­sön­liche Diskus­sion mit dir, in der “aber andere haben gesagt…!” keine Rolle spielt. Ich als Hob­by-Word­Press­er, Twit­ter­er und Pro­gram­mier­er kriege jedes Mal die Krätze, wenn ich mehr als Stich­punk­te auf der Wis­chtas­tatur tip­pen muss. SwiftKey erle­ichtert das lei­dlich, aber — das ist rein sub­jek­tiv, jaha — ich per­sön­lich komm’ mit so ein­er schö­nen Old­school-Tas­tatur ein­fach bess­er und schneller zurecht.

                Ich entwerfe län­gere Texte manch­mal per Ever­note. Das macht aber auf einem S4 auch nur sehr bed­ingt Spaß. Du weißt ja sich­er unge­fähr, wie viel Überblick man da nach ein­er Zeit noch behält — selb­st in “besseren” Android-Edi­toren. ;)

                Zunächst ist auch das so nicht richtig, IMAP hast du nicht immer und über­all.

                Wo ich Inter­net hab’, hab’ ich auch IMAP. Web­mail­er machen ja nor­maler­weise auch nichts anderes als über IMAP mit einem Serv­er zu kom­mu­nizieren. Und ja, Web­mail­er beschränke ich tat­säch­lich auf den Inhalt.

                Und du kannst auch nicht auf jedem Com­put­er mal eben Thun­der­bird oder was weiß ich instal­lieren

                Auf den wenig­sten Rech­n­ern ist ein Brows­er, aber kein Mail­pro­gramm ver­füg­bar. Gut, ich gebe dir in diesem einen Punkt Recht: Zum Beispiel öffentliche Inter­net­cafés mit dem Brows­er im Voll­bild­modus (oder manche Schul­rech­n­er) haben da gewisse Ein­schränkun­gen. In dem Fall hat man nicht viel Auswahl. Ich frage mich allerd­ings, wie oft das heutzu­tage noch vorkommt… (gut, meine Schulzeit ist eine Weile her, mein let­zter Besuch in einem Inter­net­café auch).

                Ins­beson­dere wenn man regelmäßig an ver­schiede­nen Geräten arbeit­et.

                Wenn das alles deine Geräte sind — was spricht dann gegen “Cloud­spe­ich­er” für die Doku­mente und eine lokal instal­lierte Anwen­dung?

                Wie machst du das auf deinem Tablet? Webof­fice? (Ich besitze kein Tablet, die Frage ist also nicht pro­voka­tiv gemeint.) Und auf dem Smart­phone? Soft­mak­er Office zum Beispiel gibt’s als Smart­phone-App — ergibt Office Web auf so einem “Ding” über­haupt Sinn?

                Das ist jet­zt schon ziem­lich dreist von dir, du bist hier doch der­jenige, welch­er hier nur so lar­i­fari schreibt „JavaScript macht Web­seit­en bunt”, wirk­lich wahr, das hast min­destens drei oder vier mal JavaScript und bunt in einem Satz geschrieben.

                jQuery UI — recht beliebt — ist dafür da, dass irgend­was bunte Blinkef­fek­te bekommt. Das ist böse vere­in­facht (und ich nutze das Accor­dion für manche Pro­jek­te eigentlich sog­ar recht gern), aber ein gutes Beispiel, wie ich finde. Selb­st das JavaScript, das ich hier nutze, dient nur der Effek­thascherei (und kann prob­lem­los deak­tiviert wer­den, ohne dass die Seite kaputtge­ht :D ).

                Dass es auch andere Fälle gibt, habe ich doch bere­its zugegeben. Auf stupsbot.org mache ich exten­siv­en Gebrauch von AJAX, obwohl’s nicht nötig wäre. Warum? Weil’s benutzer­fre­undlich­er ist. Das ist doch unge­fähr das, was du mein­test, oder? Das ist eine dieser Web­sites, die ich in meinem NoScript freigeschal­tet habe — nicht, weil sie von mir ist :D , son­dern, weil die Nutzung von JavaScript dort Sinn ergibt (und ich genau weiß, dass da kein Mal­ware­down­loader drin­steckt).

                Wie kommst du bitte auf so einen Blödsinn, dass Tas­taturen über­holt seien? Touch erset­zt ganz sich­er nicht grund­sät­zlich die Tas­tatur, sowas hör ich jet­zt auch zum ersten Mal.

                Du nennst mich rück­ständig, weil Sicher­heit bei mir als Weben­twick­ler Pri­or­ität hat und das “heute/2014” so was von out sei. Laut Presse­bericht­en hat IBM auch höch­st­selb­st verkün­det, dass Lap­tops tot seien und jed­er bald nur noch Tablets ver­wende. :?

                (Ja, das war polemisiert. Ste­ht aber oben auf mein­er Seite drauf.)

                Bei diesem einen Satz sind wir uns einig: Ein Web­brows­er soll Web­seit­en anzeigen. Und zu Web­seit­en gehört in vie­len Fällen JavaScript. Punkt.

                Zu diesem Word­Press hier “gehört” auch JavaScript. Vorteil des Anschal­tens: Man hat viele bunte Effek­te. Nachteil: Sicher­heit­slücke, langsameres Ren­dern. “Gehört dazu” führt nicht automa­tisch zu “muss also sein”. Ich gebe ja (siehe oben) zu, dass JavaScript nicht grund­sät­zlich Teufel­swerk ist. Ich behaupte nur, dass manche Dinge, die bis dahin auf dem Desk­top zu Hause waren und jet­zt aus irgendwelchen Grün­den in JavaScript (nicht unbe­d­ingt die sauber­ste, sich­er­ste, per­for­man­teste und sta­bil­ste Plat­tform für irgend­was Pro­gram­miertes) nachge­bastelt wer­den, nicht ins Web gehören beziehungsweise der Brows­er, das Haupte­in­fall­stor für Schad­soft­ware, nur dort Code auf dem Rech­n­er des Benutzers aus­führen dür­fen sollte, wo es nötig ist.

                Ich hab’ mal einen schö­nen Spruch gele­sen: Eine Web­site, die mir mit NoScript nichts zu sagen hat, hat mir auch mit aktiviertem JavaScript nur wenig zu erzählen. Das mag pauschal­isiert sein, ist aber sich­er nicht völ­lig verkehrt. Das Web ist neben all dem inter­ak­tiv­en Krams eben vor allem auch ein Infor­ma­tion­s­medi­um. Eine Web­site (nicht “inter­ak­tive Anwen­dung”, son­dern rein­er “Con­tent”), die JavaScript erzwingt, damit ich sie lesen kann, ist also qua­si wie ein Buch, das ich nur lesen darf, wenn ich vorher eine 3D-Brille auf­set­ze, um den bun­ten Ein­band bewun­dern zu kön­nen.

                Oder hakt der Ver­gle­ich so sehr?

  2. Die TB-Geschichte hinkt etwas, zumin­d­est kann ich mich nicht entsin­nen, dass Mozil­la mal TB-Entwick­ler gesucht hätte. Geld­sor­gen hat Mozil­la (bish­er) keine, also kann’s das schon­mal nicht sein.

      • Die Sache ist ja recht klar, (schrub­st Du ja auch schon indi­rekt) TB wirft keine 3‑stelligen Mil­lio­nen­be­träge ab und es gibt auch wenig Wege das zu mon­e­tarisieren. Falsch ist nur, zu sagen, dass keine finanziellen Ressourcen da wären, Mozil­la schwimmt im Geld.
        (Was ich jet­zt allerd­ings immer­noch nicht ganz ver­ste­he, warum TB kein­er forkt, der Bedarf is ja ein­deutig da.)

        • Mozil­la hat Rück­la­gen, teil­weise aus alten Verträ­gen, teil­weise aus Großspenden — das heißt nicht, dass sie jet­zt aufhören kön­nen, Geld einzunehmen, denn ewig wer­den diese Rück­la­gen nicht hal­ten.

          Bedarf — warum? Wer “mehr” will, nutzt ein voll­w­er­tiges PIM (Out­look, Evo­lu­tion, wasweiß­den­nich) oder direkt die Ekel­go­ogle-Dien­ste. Wer nur Mails ver­wal­ten will, der kann das mit Thun­der­bird ja auch weit­er­hin ganz gut tun.

          • Mozil­la hat haupt­säch­lich Rück­la­gen aus laufend­en Ein­nah­men, “Grossspenden” kann man eher unter “fern­er liefen” einord­nen. (2012 afair 3Mio Spenden vs 300 Mio fürs Such­feld)
            Ich sage auch nix dage­gen, dass die zuse­hen, wie sie ihre Geld­spe­ich­er weit­er aus­bauen kön­nen, ich finde es schlicht mist­ig, dass die ohne Not TB wegge­wor­fen haben. Das spart recht sich­er ein paar zehn­tel Promille der Aus­gaben, ist aber (imho) psy­chol­o­gisch schlecht fürs Kerngeschäft.
            Für jeman­den, der jet­zt man­gels Weit­er­en­twick­lung auf TB verzichtet, ist die Hürde Cash-Kuh FF wegzuschmeis­sen wesentlich geringer.

          • Warum? Die insta­bile Bloat­ware Thun­der­bird ist ja nicht mit Fire­fox verzah­nt, die bei­den reden ja nicht mal miteinan­der.

        • Mozil­la schwimmt abso­lut nicht in Geld. Mozil­la ste­ht finanziell gesund da, ja. So kann man es for­mulieren. Viele sprechen immer nur von 300 Mil­lio­nen pro Jahr von Google. Fast nie­mand erwäh­nt, dass es alleine 2012 ganze 208 Mil­lio­nen Dol­lar Aus­gaben waren. Und nach­dem es mit Fire­fox OS 2013 erst richtig los­ging, gehe ich rück­blick­end für 2013 von mehr Mar­ket­ing aus, von mehr Entwick­lern, von mehr Infra­struk­tur, sprich von noch mehr Kosten. Genaueres dann Ende des Jahres, die Finanzberichte kom­men ja immer ein Jahr später. Der näch­ste Punkt ist: 300 Mil­lio­nen Dol­lar, ja, das ist für sich betra­chtet viel Geld. Das ist auch für eine Non-Prof­it-Organ­i­sa­tion viel Geld. Aber es ist über­haupt nicht viel Geld, wenn man das nun mit den Mit­be­wer­bern von Mozil­la ver­gle­icht, dage­gen ist das fast gar nichts. Mozil­la hat sich eine Mis­sion auf die Fahne geschrieben, aber ohne Moos nix los, wie man so schön sagt. Daher sind Aus­sagen wie dass Mozil­la in Geld schwim­men würde, nicht wirk­lich kor­rekt.

          Und was Thun­der­bird bet­rifft: Mozil­la hätte sich in der Ver­gan­gen­heit dur­chaus über den einen oder anderen Entwick­ler mehr gefreut, Mozil­la hat­te tat­säch­lich immer einen Ressourcen­man­gel bei Thun­der­bird. Und der Code von Thun­der­bird ist teil­weise so alt und gar nicht doku­men­tiert (noch aus Netscape-Zeit­en), dass selb­st erfahrenere Thun­der­bird-Mitwirk­ende am Code gescheit­ert sind. Es hat zum Beispiel bis­lang noch nie­mand geschafft, das Ver­fassen neuer Mails anständig in einen neuen Tab zu bekom­men und das hat nicht erst ein­er ver­sucht.

          • Ohne Dir jet­zt son­der­lich nahetreten zu wollen, ich bin von Deinem Fach­wis­sen überzeugt, aber Du redest teil­weise gequirl­ten Quatsch.
            1. Das fängt an, wo Du eine Fir­ma, die etwa 30 Prozent “Gewinn” vom Umsatz macht als “finanziell gesund daste­hend” beze­ichnest. Mozil­la schwimmt im Geld (und das ist imho auch gut so), und das ist nicht zu wider­legen.
            2. Mal die Aus­gaben angeschaut? Ich hab das hier schon angeschnit­ten, TB verursacht(e) Aus­gaben nahe Null. 200 Mio in 2012 für Fir­lefanz raus­ge­wor­fen, da kann mir kein­er erzählen, dass TB ein ern­stzunehmender Kosten­fak­tor wäre.
            3. Natür­lich gibts 2013 mehr Kosten, irgend­wo muss die Kohle ja hin. Vor 2 oder 3 Jahren hat Mozil­la das Sync ohne Not verkackt, da muss was neues her. Das pack­en wir jet­zt in die Cloud. Jip­pie!
            Ich hab mir mehrmals den Geschäfts­bericht für 2012 durchge­le­sen und ich blicke abso­lut nicht durch, wo die ganze Kohle ver­bran­nt wurde.
            4.

            Mozil­la hat sich eine Mis­sion auf die Fahne geschrieben, aber ohne Moos nix los, wie man so schön sagt. Daher sind Aus­sagen wie dass Mozil­la in Geld schwim­men würde, nicht wirk­lich kor­rekt.

            Mozil­las momen­tan einzig “kor­rek­te” Mis­sion ist im Geld zu schwim­men. Anson­sten laufen Mis­sio­nen da genau­so kurzsichtig wie bei Google. “Wir pro­bieren mal dies und das und wenn’s keine 30% Prof­it abwirft wer­fen wir es wieder weg.”
            5. Ver­fassen neuer Mail in neuem Tab (unab­hängig davon, ob man sowas braucht), was ähn­lich­es hab ich vor 5–6 Jahren mal in irgen­deinem Klon gese­hen, ich meine dass das Flock oder was die Rich­tung war. Dort gabs für jeden erden­klichen Kram ein eigenes Tab mit eigen­er Menüleiste. Das haben sich Leute für exakt 0 Euro aus­gedacht. Mozil­la bekommt das mit 200 Mio nicht hin. Mag­ste Dir nochmal ein besseres Gege­nar­gu­ment aus­denken? ;)

            • Flock war kein Mail­pro­gramm, aber ’n büschen mehr als 0 Euro gab’s da schon. Über­haupt haben wahrschein­lich so einige der bekan­nten Pro­jek­te in dieser Rich­tung Spon­soren, die sich auch mal was leis­ten kön­nen.

              Mozil­las “vieles Geld” fließt im Übri­gen nicht allein in den Brows­er. Dir ist vielle­icht nicht ent­gan­gen, dass die noch mehr machen als in ihrer Freizeit einem Dutzend Hob­bypro­gram­mier­er beim Fire­foxkom­pilieren zuzuguck­en.

            • Du kannst ja gerne ander­er Mei­n­ung sein, musst dabei mein­er Mei­n­ung nach aber nicht per­sön­lich wer­den. Das ist so ein typ­is­ches Troll-Ver­hal­ten und auf der Ebene hab ich keine Lust auf Diskus­sio­nen. Wenn du ein­ver­standen bist, führen wir das Gespräch wie erwach­sene Men­schen weit­er.

              Nur um auf ein paar Dinge einzuge­hen:

              1. Unter in Geld schwim­men ver­ste­he ich offen­sichtlich etwas kom­plett anderes als du. Gegeben sind sehr hohe Aus­gaben, Aus­gaben, die wahrschein­lich noch höher liegen als im Jahr 2012. Gegeben sind fixe Kosten für die näch­sten Jahre, siehe Finanzbericht. Gegeben ist auch, dass der Ver­trag mit Google in diesem Jahr noch aus­läuft und noch nie­mand weiß, wie Mozil­las Finanzen im Jahr 2015 und darüber hin­aus ausse­hen. Was let­ztlich überbleibt, das sind Sicher­heit­en. Ohne Sicher­heit­en kann näm­lich Fol­gen­des passieren: Der 90-Prozent-Investor, nen­nen wir ihn spaße­shal­ber Google, es spielt aber eigentlich keine Rolle, ist plöt­zlich nur noch bere­it, die Hälfte zu zahlen. Auch andere Unternehmen sind nicht bere­it, 300 Mil­lio­nen zu zahlen, es kön­nen die meis­ten vor allem nicht. Du weißt, worauf ich hin­aus­möchte? Du gehst mit dieser Argu­men­ta­tion davon aus, dass der aktuelle Kon­trakt bis in alle Ewigkeit­en gilt. Dem ist aber nicht so. Mozil­la muss auf der einen Seite wach­sen, um die Ziele erre­ichen und wet­tbe­werb­s­fähig bleiben zu kön­nen, auf der anderen Seite aber genü­gend Sicher­heit­en bilden, um die Exis­tenz Mozil­las zu gewährleis­ten. Es ist extrem gefährlich, finanziell von einem Part­ner, egal ob er Google oder Microsoft heißt, abhängig zu sein. Das hat dann über­haupt nichts mehr mit in Geld schwim­men zu tun.

              Auf den anderen Punkt bist du über­haupt nicht einge­gan­gen. Näm­lich, dass das über­haupt nicht viel Geld ist, wenn du das mit den Mit­be­wer­bern ver­gle­ichst, Mozil­la ist wed­er ein Google noch ein Microsoft, es sind nicht ein­mal im Ansatz diesel­ben Ressourcen vorhan­den.

              2. Am The­ma vor­bei. Ich habe in keinem einzi­gen Satz über die Aus­gaben in Zusam­men­hang mit Thun­der­bird gesprochen, ist also sinn­los, das jet­zt in unseren Dia­log einzubrin­gen. Mal davon abge­se­hen, dass es inhaltlich falsch ist. Infra­struk­tur, Entwick­ler, Sup­port, QA, usw., Thun­der­bird hat schon Kosten verur­sacht und verur­sacht es immer noch, ist ja nach wie vor ein Pro­jekt, welch­es die Vorteile der Mozil­la-Infra­struk­tur genießt.

              200 Mil­lio­nen für Fir­lefanz raus­ge­wor­fen sagst du. Das ist schon wieder so eine For­mulierung, wo man den­jeni­gen, der das so daher­sagt, nur sehr schw­er ernst nehmen kann. Das ist ein­fach keine Diskus­sions­ba­sis. Ich denke mir nur, wenn du sagen kannst, dass 200 Mil­lio­nen für Fir­lefanz aus­gegeben wur­den, dann musst du es bess­er kön­nen und dich um einen Man­age­ment-Posten bei Mozil­la bewer­ben. Anson­sten wäre ich mit solchen Sprüchen zurück­hal­tender. Im Sinne ein­er zielführen­den und bere­ich­ern­den Diskus­sion.

              3. Über diesen Punkt soll­test du vielle­icht auch nochmal nach­denken, dann wirst du merken, dass das nicht wirk­lich Sinn ergibt. Was meinst du denn, wie eine Syn­chro­ni­sa­tion funk­tion­iert? Die Dat­en müssen auf einem Serv­er gespe­ichert wer­den, das nen­nt man Neudeutsch Cloud. Das ist nicht neu, das war schon immer so. Das neue Sync hat Unter­schiede, aber aus­gerech­net das ist kein Unter­schied. Müßig zu erwäh­nen, dass dieses “ohne Not verkackt” schon wieder so eine Äußerung ist, die jegliche Sach­lichkeit ver­mis­sen lässt und abso­lut gar nichts von einem Argu­ment hat.

              4. An dem Punkt blamierst du dich spätestens mit deinen Äußerun­gen. Man merkt, dass du so wirk­lich gar nichts darüber weißt, was Mozil­la macht. Immer­hin weißt du, dass sie Her­steller von Fire­fox und Thun­der­bird sind und es irgend­was mit Syn­chro­ni­sa­tion in Fire­fox gibt, aber dann hörts wohl schon auf. Vor allem Mozil­la prof­i­to­ri­en­tiertes Han­deln vor­w­er­fen zu wollen, das ist schon ziem­lich pein­lich.

              5. Flock? Wohl kaum. Flock war ein Brows­er, basierend auf Fire­fox, später auf Chrome, dann eingestellt. Thun­der­bird ist ein E‑Mail-Pro­gramm. Wir sehen, dass du auch hier schon wieder zu “argu­men­tieren” ver­suchst, ohne über­haupt Wis­sen darüber zu haben. Und ums Aus­denken von irgen­det­was geht es doch über­haupt nicht. Hier wäre es schön gewe­sen, wenn du meinen Kom­men­tar — so lang war der wirk­lich nicht — aufmerk­samer gele­sen hättest. Der Punkt war ein kom­plett ander­er. Dir ging es doch um Thun­der­bird-Entwick­ler. Dann ist das Pro­gramm Thun­der­bird wie es ist nun ein­mal gegeben, Punkt, da beißt die Maus abso­lut keinen Faden ab. Welche tech­nis­chen Schwierigkeit­en das mit sich bringt ist lei­der genau­so sehr ein Fakt, wie dass Mozil­la Schwierigkeit­en hat­te, Entwick­ler dafür zu find­en. Es ist nicht so, dass Mozil­la nie Entwick­ler gesucht hätte.

              Alles in allem, ich lese in deinen Punk­ten nichts anderes als Stim­mungs­mache auf Grund­lage von Gar Nichts raus… Schade.

  3. insta­bil kann ich als SM-Nutzer nicht nachvol­lziehen.
    Verknüpft müssen die auch nicht sein (wenn man mal Gecko und/oder XUL etc. als Pseu­do-Verknüp­fung weg­denkt)
    Der Fakt ist, dass an bei­den Mozil­la dranste­ht, und wenn ich aus welchen Grün­den auch immer ein Mozil­la-pro­dukt wegschmeisse, dann fällt es mir bei einem anderen viel leichter.

    P.s. 5‑fache Ver­schachtelung von Kom­mentaren … mhh.

    • Sea­Mon­key ist ja auch nicht insta­bil.

      Das Thun­der­birdteam ist ein anderes. Natür­lich kann man nie­man­den zwin­gen, Qual­itäts­brows­er zu nutzen. Sol­lense sich halt den Rech­n­er voll­go­oglen, die Trend­kids…

      Wie viele Schachteln hätte der Herr denn gern?

      • Meines Wis­sens ist der Mail­er in SM nahezu iden­tisch zu TB.

        Schachteln, mhh, lässt sich natür­lich bei 5+ schw­er visu­al­isieren, wenn die Box­en immer klein­er wer­den. Ich sag ma 15 *duck*

        • Deinen Bild­schirm möcht’ ich mal haben, Meis­ter…
          Ist jet­zt auf 7, aber das reicht auch. ;)

          Ursprünglich war Thun­der­bird genau das, ich weiß nicht, inwiefern da Eige­nen­twick­lung stat­tfind­et.

  4. Nur der Voll­ständigkeit hal­ber: Vom Chrome gibt es die freie Vari­ante Chromi­um. Aber du triff­st mit dem Artikel den Nagel auf den Kopf.

    • “Ich wech­sel’ zu Chromium!!1!1eins” habe ich aber noch in keinem Forum gele­sen. Übri­gens enthält auch der Wer­bung für Google-Dien­ste.

  5. Wenn die das tun, dann tun sie es eben. Ich benutze diese komis­che Ueber­sicht ohne­hin nicht. Habe kein besseres Arbeit­en damit fest­gestellt. Im Gegen­teil, beim arbeit­en klick­te ich oft im unter­be­wusst­sein auf Dinge wie meinen Read­er oder Youtube, die mich ovn der eigentlich Arbeit ablenk­ten. :ugly:

  6. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Mozilla-und-der-Preis-der-Unabhaengigkeit-2117760.html

    Grad gele­sen. Der Kom­men­tar ist recht sin­nig, hat aber sehr viele Schwächen und Län­gen und sin­n­freie For­mulierun­gen wie bspw:

    Die Anwen­der ver­lan­gen nach einem Brows­er, der “schnell” und “schlank” sein soll. Was immer das genau heißen mag: Fire­fox scheint diese Kri­te­rien nicht zu erfüllen.

    Nein, ver­flucht. Er erfüllt diese Kri­te­rien nicht. Wenn ich im Jahr 150 Mio aus­gebe und mein Pro­dukt wird (!) immer langsamer und träger, dann muss ich keine Wer­bung ein­bauen, son­dern ein paar Man­ag­er rauss­chmeis­sen und ein paar Leute (die den Namen Pro­gram­mier­er ver­di­enen) ein­stellen.

    Fire­fox ist seit langem eine Hure von Google. Den Weg in die Bedeu­tungslosigkeit kann man jet­zt mit wit­zlos­er Wer­bung für einezwei hand­voll Nutzer her­auszögern oder man kann sich umschauen, wie man attrak­tiv­er für andere “Part­ner” wird. Was dabei noch schnafte wäre, wie man sich attrak­tiv für Benutzer macht. *stop­uhr anmach* -> 05:49 … fast 6 Sekun­den zum Starten von FF … geht einiges. Selb­st Sea­mon­key, die aufge­blasene ehe­ma­lige Mozil­la-suite ist schneller (mit hier 30 Addons mehr als FF)

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