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Groß­ka­pi­ta­list Mozil­la?

Vor dem Hin­ter­grund, dass Mozil­la kon­ti­nu­ier­lich an einem frei­en Web zu arbei­ten behaup­tet, klingt die­se Mel­dung ver­mut­lich etwas wun­der­lich:

Mozil­la zeigt beim Öff­nen eines neu­en lee­ren Tabs stan­dard­mä­ßig eine Sei­te mit Vor­schau­bil­dern der am mei­sten genutz­ten Sei­ten an. (…) Mozil­la plant, die­se Sei­te mit teil­wei­se gespon­ser­ten Kacheln vor­zu­be­le­gen.

Skan­dal! Mozil­la – ein gewinn­ori­en­tier­tes Unter­neh­men, das viel Geld in die Ent­wickung eines kosten­lo­sen Brow­sers steckt – wür­de gern auch wel­ches ver­die­nen. Auf Kosten der ehr­li­chen nicht zah­len­den Kun­den! Die erste Panik­re­ak­ti­on in den ein­schlä­gi­gen Foren: „Fire­fox fliegt run­ter! Ich instal­lie­re jetzt Chro­me!“

Goog­le Chro­me ist übri­gens ein unfrei­er Brow­ser, des­sen Ent­wick­lung eben­falls Geld kostet. Nun könn­te man argu­men­tie­ren, dass Goog­le nicht unbe­dingt zu den Unter­neh­men gehört, denen man knap­pe finan­zi­el­le Mit­tel unter­stel­len soll­te; aber wo kommt das Geld her?

Chro­me ent­hält zum Bei­spiel die RLZ-Biblio­thek. Die­se Biblio­thek erlaubt es, den Erfolg von Ver­mark­tungs­kam­pa­gnen (etwa eine Part­ner­schaft mit Inter­net­por­ta­len, von denen man einen „ange­pass­ten“ Chro­me her­un­ter­la­den kann) zu mes­sen. Chro­me dient also als Ver­mark­tungs­ve­hi­kel für Goo­gles eige­ne Dien­ste, die ihnen jede Men­ge Wer­be­ein­nah­men besche­ren; zu Lasten des Benut­zers, ver­steht sich. Dass die Ent­wick­ler­schar von Goog­le Chro­me – anders als Mozil­la – auf Wahl­frei­heit sei­tens der Benut­zer kei­nen Wert legt, ist aller­dings nichts Neu­es.

Mozil­la ist aber – anders als Goog­le – nicht im Besitz meh­re­rer Wer­be­fir­men, sie müs­sen also anders an Geld kom­men. Die Part­ner­schaft mit Goog­le (die Goog­le-Suche ist nicht unbe­dingt aus Qua­li­täts­grün­den Teil von Fire­fox) hat von Anfang an nur die wenig­sten Nut­zer gestört, Funk­tio­nen wie das Social API, das Por­ta­le wie Face­book auf aus­drück­li­chen Wunsch des Benut­zers direkt in den Brow­ser inte­grie­ren kann, brin­gen Mozil­la trotz der wer­ben­den Funk­ti­on kein Geld ein.

Wür­de Mozil­la also dar­auf ver­zich­ten, ver­schie­de­ne Wer­be­for­men aus­zu­pro­bie­ren, wür­de das Schick­sal des Erfolgs­mo­dells Thun­der­bird – des­sen Ent­wick­lung ja seit Jah­ren aus ähn­li­chen Grün­den weit­ge­hend been­det ist; es fehlt schlicht an per­so­nel­len und finan­zi­el­len Res­sour­cen – wohl bald auch Fire­fox und davon abge­lei­te­te Brow­ser wie Sea­M­on­key erei­len.

Bestehen­de Fire­fox­pro­fi­le rührt die geplan­te Ände­rung übri­gens sowie­so nicht an; zumal Fire­fox als frei­er Brow­ser gewis­se Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten offen lässt: Wer vor jeg­li­chen gespon­ser­ten Kacheln auf der Neu­er-Tab-Sei­te, auf der sich beim durch­schnitt­li­chen Inter­net­nut­zer oft Sei­ten wie Face­book, Twit­ter und Goog­le – alle­samt natür­lich völ­lig frei von dem Ver­dacht, irgend­was mit Finan­zie­rung zu tun zu haben – tum­meln, auch in Zukunft sicher sein möch­te, der schal­tet die­se Sei­te eben ein­fach ab.

Das klingt wohl ein­fach nicht so schön rei­ße­risch.

Senfecke:

  1. Ich habe FOSS-Zeugs auf mei­nem Rech­ner instal­liert, also ste­he ich mora­lisch und über­haupt in jeder Hin­sicht noch über den Ent­wick­lern der Soft­ware, und die MÜSSEN mir jetzt ein­fach per­fek­te und kosten­lo­se Soft­ware lie­fern, die genau das tut, was ich will! War das denen nicht klar, bevor die mir die Soft­ware zum Down­load ange­bo­ten haben? Naja, wer ande­rer Mei­nung ist, darf ger­ne eine Dis­kus­si­on zum The­ma auf Golem.de oder Hei­se eröff­nen. :aufsmaul:

    • Fire­fox tut, was ich will, weil ich in der Lage bin, XUL und Java­Script zu benut­zen. Selbst schuld, wenn du es nicht gelernt hast! :twisted:

      • Iiih, Java­script! Das ist doch das Zeug, wel­ches ich dank einer Spiegel.de Anlei­tung blocke, damit ich mich nicht mehr vor Track­ing-Coo­kies fürch­ten muss, oder so.

        XUL? Abge­se­hen von Xul­run­ner und irgend­wel­cher Soft­ware der Art „Fire­fox + ande­re Far­be + dar­an ange­kleb­te ande­re Soft­ware“ wie Songbird oder Sea­m­on­key ken­ne ich gar kei­ne Anwen­dung dafür. Und Xul­run­ner wird gar nicht mehr wei­ter­ent­wickelt. Damit kann man ja höch­stens Tom­Tom Navis hacken! :twisted:

        • Nun, ich tu‘ ja mein Bestes, dass mei­ne eige­nen Websa­chen auch ohne Java­Script zumin­dest bedien­bar sind (klappt nicht immer)…

          Gibt es über­haupt noch Brow­ser, deren Benut­zer­ober­flä­che ohne Java­Script aus­kommt? Außer kon­so­len­ba­sier­ten jetzt.

          • Net­surf? Kann man mit und ohne expe­ri­men­tel­len Java­script-Sup­port basteln (hat bei mir eh nie funk­tio­niert), und es gibt diver­se Ober­flä­chen. Frame­buf­fer ist ganz cool, damit hät­te man einen far­bi­gen, auf Wunsch java­script-taug­li­chen Brow­ser für die Kon­so­le. Aber es gibt auch eine nor­ma­le GTK-Ober­flä­che.

            Java­script muss man ja mei­nes Erach­tens sowie­so nicht kom­plett deak­ti­vie­ren, ich habe noch nie von einer Pro­gram­mier­spra­che gehört, die mich aus­spio­nie­ren will. Aber Ope­ra Mini macht lei­der ger­ne die Grät­sche, wenn zu viel Java­script im Spiel ist. Und den mobi­len Fire­fox packt mein anti­ker Tablet-Pro­zes­sor nicht. Teu­fels­zeug, alles.

          • Na gut, Mido­ri fällt viel­leicht auch dar­un­ter. Aber wo liegt der Vor­teil? Merk­lich weni­ger Res­sour­cen brau­chen die Din­ger ja auch nicht (mehr), seit Fire­fox opti­miert wird, als gin­ge es um irgend­was.

        • Iiih, Javascript! Das ist doch das Zeug

          Java­Script ist das Zeug, was man benö­tigt, um ver­nünf­ti­ge Web­sei­ten zu bau­en, wel­che dem Jahr 2014 gerecht wer­den. ;)

          XUL? Abgesehen von Xulrunner und irgendwelcher Software der Art „Firefox + andere Farbe + daran angeklebte andere Software” wie Songbird oder Seamonkey kenne ich gar keine Anwendung dafür.

          Eine Aus­wahl:
          https://developer.mozilla.org/de/docs/XULRunner_Hall_of_Fame

          Und Xul­run­ner wird gar nicht mehr wei­ter­ent­wickelt.

          Die letz­te Ver­si­on ist vom 12. Febru­ar 2014. Also es gibt nach wie vor aktu­el­le Ver­sio­nen. Es wird der­zeit dis­ku­tiert, ob der XUL­Run­ner ein­ge­stellt wer­den wird, ja. Das dann zugun­sten eines Fire­fox SDK, was in vie­len Fäl­len kei­nen gro­ßen Unter­schied macht.

          • Java­script ist vor allem das Zeug, das für einen Groß­teil der Dri­ve-by-Mal­ware­down­loads ver­ant­wort­lich sein dürf­te und das man daher tun­lichst nur selek­tiv akti­vie­ren soll­te. Ein Brow­ser ist kein ver­damm­tes Betriebs­sy­stem.

            • Da bin ich kom­plett ent­ge­gen­ge­setz­ter Mei­nung, Java­Script gehört zum Web und wird immer wich­ti­ger und unver­zicht­ba­rer. Es mag ein mini­mal erhöh­tes Risi­ko geben, aber kei­nes­falls eines, wel­ches man grö­ßer machen muss, als es ist. Nur wenn wir so anfan­gen, dann soll­ten wir die Fin­ger kom­plett vom Inter­net las­sen, denn es lau­ern im Inter­net noch sehr viel mehr Gefah­ren. Die Bemer­kung mit dem Betriebs­sy­stem ver­ste­he ich nicht.

              • Nun, all­zu vie­le Leu­te benut­zen einen Brow­ser inzwi­schen als Run­time für ihr Mail­pro­gramm, ihr Office­pa­ket und der­glei­chen und nen­nen das dann „unver­zicht­bar“. Der Brow­ser, grund­sätz­lich der Fla­schen­hals der Sicher­heit des eige­nen Rech­ners, wird so bewusst dafür genutzt, nicht Web­sei­ten anzu­zei­gen, son­dern frem­den Code aus­zu­füh­ren. Sand­box hin, Sand­box her, raus kommt man meist. Das ist kein mini­mal erhöh­tes, son­dern das ver­damm­te Haupt­ri­si­ko. Ich kann auf Java­script im Web supi ver­zich­ten, selbst das hoch­kom­ple­xe Word­Press hat exakt über­haupt kein Pro­blem damit, wenn ich ihm NoScript vor die Nase set­ze.

              • Mails im Brow­ser zu nut­zen, ist abso­lut nor­mal für fast jeden, der mehr als einen Com­pu­ter nutzt. Für genau die­se Leu­te ist es auch abso­lut nor­mal, Dien­ste wie Goog­le Dri­ve als Office-Paket zu nut­zen. Desk­top-Pro­gram­me erfül­len nicht die Anfor­de­rung der Por­ta­bi­li­tät. Wenn du auf dei­ne Doku­men­te von meh­re­ren Orten zugrei­fen musst, führt kaum ein Weg am Brow­ser vor­bei. Und dar­an ist abso­lut nicht schlecht.

                Und nein, Java­Script ist nicht das Haupt­ri­si­ko im Inter­net, nicht ein­mal im Ansatz. Wie oft hörst du denn von Sicher­heits­lücken, die auf die Kap­pe von Java­Script gehen? Das wird nur ziem­lich sel­ten der Fall sein. Das Pro­blem sind immer die Plug­ins. Bei­na­he alle Sicher­heits­lücken, die über Java­Script gehen, gehen über ver­al­te­te (!) Plug­ins (!). Allei­ne des­we­gen schon, weil Java­Script über­haupt kei­ne Mög­lich­keit hat, dein System anzu­grei­fen, die­se Pri­vi­le­gi­en haben nur die Plug­ins, wel­che über Java­Script halt ange­spro­chen wer­den kön­nen. Aber das ist der gro­ße Unter­schied. Java­Script ist nicht das übel, son­dern Plug­ins. Was meinst du, wie­so Mozil­la nun PDF-Datei­en via Java­Script ren­dert? Und genau das Glei­che wird Fire­fox in Zukunft mit Flash-Datei­en machen, Flash wird in Fire­fox bald über Java­Script ger­en­dert. Auch Mozil­la baut immer mehr Web­sei­ten, die ohne Java­Script nicht mehr wirk­lich schön sind.

                Übri­gens: Word­Press ist abso­lut kei­ne hoch­kom­ple­xe Anwen­dung in die­sem Sin­ne, um den es hier geht. Word­Press ist eine ziem­lich nor­ma­le Web­an­wen­dung ohne gro­ße Script-Kom­ple­xi­tät. Natür­lich kannst du Word­Press pro­blem­los ohne Java­Script benut­zen.

                • Dann bin ich wohl unnor­mal: Mei­ne Doku­men­te lie­gen in der (API sei Dank) auf allen Syste­men ohne Java­Script erreich­ba­ren Drop­box (obwohl Micro­soft Office ja Sky­Drive-Anbin­dung hat, aber Micro­soft Office mag ich nicht), mei­ne Mails bear­bei­ten auf allen Syste­men klas­si­sche Mail­pro­gram­me per IMAP (schon, weil ich ein­fach zu vie­le Kon­ten habe). Ich fol­ge eben nicht blind dem Ruf irgend­wel­cher Ver­mark­ter, die ihre Web­klit­sche ohne brauch­ba­res Geschäfts­mo­dell (zum Bei­spiel Goog­le Mail) als beste Erfin­dung seit dem Rad anprei­sen.

                  Wie oft hörst du denn von Sicher­heits­lücken, die auf die Kap­pe von Java­Script gehen?

                  Stän­dig. Java­Script hat mehr Zugriffs­mög­lich­kei­ten als du glaubst – Sicher­heits­up­dates für Brow­ser betref­fen nicht sel­ten die Mög­lich­keit, Code unbe­merkt aus­zu­füh­ren. (Java­Script wird auf dem Rech­ner des Benut­zers aus­ge­führt. Da kommt dann zum Bei­spiel so was raus.) Und da Java­Script im „Web“ deut­lich ver­brei­te­ter ist als Java und Flash (ich nut­ze bei­de Plug­ins aus gutem Grund nicht), soll­te offen­sicht­lich sein, was die grö­ße­re Gefahr ist.

                  Wenn Mozil­la trotz der Down­load­sta­ti­stik von NoScript sei­ne Nut­zer für so däm­lich hält, dass es ernst­haft glaubt, Java­Script wür­de nie­man­den stö­ren, dann spricht das nicht für Mozil­la.

                  Gesun­des Miss­trau­en ist im Web durch­aus emp­feh­lens­wert, nicht?

              • Dann bin ich wohl unnor­mal: Mei­ne Doku­men­te lie­gen in der Drop­box (obwohl Micro­soft Office ja Sky­Drive-Anbin­dung hat, aber Micro­soft Office mag ich nicht), mei­ne Mails bear­bei­ten klas­si­sche Mail­pro­gram­me per IMAP (schon, weil ich ein­fach zu vie­le Kon­ten habe). Ich fol­ge eben nicht blind dem Ruf irgend­wel­cher Ver­mark­ter, die ihre Web­klit­sche ohne brauch­ba­res Geschäfts­mo­dell (zum Bei­spiel Goog­le Mail) als beste Erfin­dung seit dem Rad anprei­sen.

                Ich sage nicht, dass dei­ne Benut­zung nicht nor­mal sei, aber du tust so, als sei das total unge­wöhn­lich oder gar falsch Mail und Office im Brow­ser zu machen. Da sage ich nur: Will­kom­men im Jahr 2014. Das hat mit dem Ruf irgend­wel­cher Ver­mark­ter mal so über­haupt nichts zu tun.

                Stän­dig. Java­Script hat mehr Zugriffs­mög­lich­kei­ten als du glaubst – Sicher­heits­up­dates für Brow­ser betref­fen nicht sel­ten die Mög­lich­keit, Code unbe­merkt aus­zu­füh­ren. (Java­Script wird auf dem Rech­ner des Benut­zers aus­ge­führt. Da kommt dann zum Bei­spiel so was raus.) Und da Java­Script im „Web” deut­lich ver­brei­te­ter ist als Java und Flash (ich nut­ze bei­de Plug­ins aus gutem Grund nicht), soll­te offen­sicht­lich sein, was die grö­ße­re Gefahr ist.

                Noch­mal: Java­Script hat kei­nen Zugriff auf dein System, um dort Scha­den anzu­rich­ten. Der schad­haf­te Zugriff durch Angrei­fer erfolgt in der Regel über Plug­ins. Wenn du ande­res behaup­test, dann lie­fe­re mir bit­te einen Test­ca­se, der dei­ne Theo­rie belegt. Und was dei­nen Link betrifft, wir brau­chen jetzt nicht von Metho­den des FBI oder NSA anfan­gen, die haben noch ganz ande­re Mög­lich­kei­ten.

                Von Ver­brei­tung auf Gefähr­lich­keit zu schlie­ßen hat mit Logik nicht viel zu tun.

                Wenn Mozil­la trotz der Down­load­sta­ti­stik von NoScript sei­ne Nut­zer für so däm­lich hält, dass es ernst­haft glaubt, Java­Script wür­de nie­man­den stö­ren, dann spricht das nicht für Mozil­la.

                Schon wie­der so eine merk­wür­di­ge Logik. NoScript hat etwas über zwei Mil­lio­nen Nut­zer, ja. Das ist viel für ein Add-on, sogar sehr viel. Mehr aber auch nicht. Gemes­sen an der Gesamt­heit der Fire­fox-Nut­zer ist das gar nichts. Außer­dem geht es doch gar nicht dar­um, ob Mozil­la meint, es wür­de jeman­den respek­ti­ve nie­man­den stö­ren, Java­Script ist nicht das, als was du es dar­stellst, und wird im Web immer wich­ti­ger, da beißt die Maus kei­nen Faden ab. Und mei­ne per­sön­li­che Mei­nung ist, dass das gut und rich­tig so ist.

                Gesun­des Miss­trau­en ist im Web durch­aus emp­feh­lens­wert, nicht?

                Selbst­ver­ständ­lich! Aber Java­Script ist eine grund­le­gen­de Tech­nik und die Basis für HTML5. HTML5 ist schließ­lich mehr als nur ein paar neue Aus­zeich­nungs­ele­men­te.

              • „Will­kom­men im Jahr 2014! Gib dein Sicher­heits­kon­zept bit­te an der Kas­se ab und tauch‘ ein in die bun­te Wun­der­blin­ke­welt!“

                Es ist nicht unge­wöhn­lich, es ist nur eben auch schreck­lich naiv.

                Wenn du ande­res behaup­test, dann lie­fe­re mir bit­te einen Test­ca­se, der dei­ne Theo­rie belegt.

                Der Test­ca­se ist doch im hei­se-Link zu fin­den? (Sehe gera­de, der ist schwer zu sehen. Klick‘ mal auf „so was“.) Oder ist dir „Brow­ser mit Voll­zu­griff aufs Betriebs­sy­stem führt Schad­code aus, wäre ohne Java­Script nicht pas­siert“ noch nicht „schlimm“ genug?

                Java­Script ist nicht das, als was du es dar­stellst, und wird im Web immer wich­ti­ger, da beißt die Maus kei­nen Faden ab.

                …, was nicht dar­an liegt, dass es irgend­wie nötig wäre (nicht mal für Web­mail ist Java­Script nötig…), son­dern dar­an, dass irgend­wel­che BWL-Schlip­sis tech­nik­be­sof­fen so lan­ge „HTML5! WEB2.0! AJAX!“ vor sich hin­brab­beln, bis sich ein uner­fah­re­ner Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher end­lich breit­schla­gen lässt, das auch umzu­set­zen, weil: is bunt! (Ich habe drei Jah­re lang für Behör­den den Web­ent­wick­ler gespielt, da ken­ne ich mich also zumin­dest aus.) Wo da der Vor­teil ist, erschließt sich mir nicht.

                (Und wie­so ein Office unbe­dingt in den Brow­ser und nicht auf einen USB-Stick gehört, wirst du mir sicher gleich erklä­ren. Weil: Is bunt? Oder weil so ein Pro­gramm mit stän­di­ger Anbin­dung ans Inter­net natür­lich eine viel bes­se­re Platt­form als ein nack­tes Betriebs­sy­stem, auf dem es per­for­man­ter und sta­bi­ler funk­tio­nie­ren wür­de, ist?)

                Java­Script ist eine grund­le­gen­de Tech­nik und die Basis für HTML5. HTML5 ist schließ­lich mehr als nur ein paar neue Aus­zeich­nungs­ele­men­te.

                Ver­steh‘ mich nicht falsch: Ich nut­ze zum Bei­spiel You­Tube mit HTML5, schon, weil es das klei­ne­re Übel als die Flash-Seu­che ist. Ich habe also prin­zi­pi­ell gar nichts dage­gen. Einen Mehr­wert dar­in, por­ta­ble Office­pa­ke­te, Mail­pro­gram­me usw. durch irgend­ei­nen Web­dienst zu erset­zen, der mir neben­bei noch die Kon­trol­le über mei­ne Daten ent­zieht, kann ich aber nicht erken­nen. Und nur dadurch, dass es auf eini­gen Web­sites durch­aus sinn­voll ist, Java­Script zu akti­vie­ren, sehe jeden­falls ich mich nicht davon über­zeugt, dass es eben­falls sinn­voll ist, jedem Klein­kri­mi­nel­len ein poten­zi­el­les Hin­ter­tür­chen für mei­nen Web­brow­ser zu öff­nen.

                Fire­fox ist ein Brow­ser und kein gott­ver­damm­tes Betriebs­sy­stem. (Na ja, inzwi­schen schon; aber du ver­stehst ver­mut­lich, wor­auf ich hin­aus will.)

              • „Will­kom­men im Jahr 2014! Gib dein Sicher­heits­kon­zept bit­te an der Kas­se ab und tauch’ ein in die bun­te Wun­der­blin­ke­welt!”

                Es ist nicht unge­wöhn­lich, es ist nur eben auch schreck­lich naiv.

                Dir wird fol­gen­de Aus­sa­ge jetzt nicht gefal­len, aber es ist eher dei­ne Sicht­wei­se, die naiv ist. So extrem in Bezug auf Java­Script den­ken nicht ein­mal die aller­mei­sten NoScript-Nut­zer, die ich ken­ne. Du stellst Java­Script als das Sicher­heits­übel über­haupt dar, was so nicht stimmt. Lass mal die Plug­ins weg, lass mal die Sicher­heits­lücken auf man­chen Web­sei­ten weg, was bleibt dann noch übrig?

                Der Test­ca­se ist doch im hei­se-Link zu fin­den? (Sehe gera­de, der ist schwer zu sehen. Klick’ mal auf „so was”.)

                Find ich nicht, gib mal bit­te den direk­ten Link.

                …, was nicht dar­an liegt, dass es irgend­wie nötig wäre (nicht mal für Web­mail ist Java­Script nötig…), son­dern dar­an, dass irgend­wel­che BWL-Schlip­sis tech­nik­be­sof­fen so lan­ge „HTML5! WEB2.0! AJAX!” vor sich hin­brab­beln, bis sich ein uner­fah­re­ner Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher end­lich breit­schla­gen lässt, das auch umzu­set­zen, weil: is bunt! (Ich habe drei Jah­re lang für Behör­den den Web­ent­wick­ler gespielt, da ken­ne ich mich also zumin­dest aus.) Wo da der Vor­teil ist, erschließt sich mir nicht.

                Es geht doch über­haupt nicht um Not­wen­dig­kei­ten von Java­Script für Mails. Wenn es danach gin­ge, könn­ten wir alle noch HTML4 und den Inter­net Explo­rer 6 nut­zen, das ist aus­rei­chend. Und tut mir Leid, auch die­se Ant­wort wird dir nicht gefal­len, aber wenn du die Vor­tei­le nicht siehst, denkst „weil bunt“ sei ein Grund dafür, dass Java­Script so exzes­siv ver­wen­det wird, und mit For­mu­lie­run­gen wie „BWL-Schlip­sis“ und „tech­nik­be­sof­fen“ kommst, dann bist du ganz ein­fach kein fähi­ger Web­ent­wick­ler, der heu­ti­gen Markt­an­for­de­run­gen gerecht wird, son­dern tech­nisch halt vor fünf Jah­ren ste­hen geblie­ben, min­de­stens. So hart das auch klingt. Aber du scheinst nicht wirk­lich eine Vor­stel­lung von Java­Script zu haben und wann das in wel­cher Form wie sinn­voll ein­ge­setzt wer­den kann. Wenn ich mich irre, dann ent­schul­di­ge ich mich für die­se Aus­sa­ge, aber das ist halt nun­mal das, was du gera­de ver­mit­telst.

                (Und wie­so ein Office unbe­dingt in den Brow­ser und nicht auf einen USB-Stick gehört, wirst du mir sicher gleich erklä­ren. Weil: Is bunt? Oder weil so ein Pro­gramm mit stän­di­ger Anbin­dung ans Inter­net natür­lich eine viel bes­se­re Platt­form als ein nack­tes Betriebs­sy­stem, auf dem es per­for­man­ter und sta­bi­ler funk­tio­nie­ren wür­de, ist?)

                Über Java­Script hörst du andau­ernd über Sicher­heits­lücken, aber nicht die andau­ern­den Mel­dun­gen über Viren auf USB-Sticks? Nun gut. Aber das möch­te ich über­haupt nicht als Argu­ment ein­brin­gen, son­dern dass du auch hier wahr­schein­lich wie­der fünf Jah­re hin­ten dran bist. Nicht auf jeden System ist es dir (aus die­sem Grund) erlaubt, USB-Sticks ein­zu­stecken. Zei­ge mir den USB-Port auf Tablets, Pha­blets und Smart­phones. Füh­re mal eine exe-Datei auf Android aus. Du nutzt sol­che Gerä­te nicht? Dann blei­ben wir auf dem Desk­top, Por­ta­bi­li­tät zwi­schen Win­dows, OS X und Linux ist nichts ande­res. Nicht jeder nutzt nur ein ein­zi­ges System.

                Ver­steh’ mich nicht falsch: Ich nut­ze zum Bei­spiel You­Tube mit HTML5, schon, weil es das klei­ne­re Übel als die Flash-Seu­che ist. Ich habe also prin­zi­pi­ell gar nichts dage­gen. Einen Mehr­wert dar­in, por­ta­ble Office­pa­ke­te, Mail­pro­gram­me usw. durch irgend­ei­nen Web­dienst zu erset­zen, der mir neben­bei noch die Kon­trol­le über mei­ne Daten ent­zieht, kann ich aber nicht erken­nen.

                Das ist dein haupt­säch­li­ches Pro­blem. Dir gelingt es nicht, über dei­nen Tel­ler­rand hin­aus­zu­schau­en. Aber der Nut­zen von Din­gen hört nicht da auf, wo du es per­sön­lich nicht mehr benö­tigst. Gera­de, dass du den Punkt mit der Online-Ver­wal­tung der Mails nicht siehst, das ist schon sehr, sehr eigen­ar­tig.

                Fire­fox ist ein Brow­ser und kein gott­ver­damm­tes Betriebs­sy­stem. (Na ja, inzwi­schen schon; aber du ver­stehst ver­mut­lich, wor­auf ich hin­aus will.)

                Rich­tig, Fire­fox ist ein Brow­ser und kein Betriebs­sy­stem. Und für einen Brow­ser ist Java­Script so mit das wich­tig­ste über­haupt, was es gibt. Inso­fern: Nein, ich ver­ste­he nicht im Gering­sten, wor­auf du hin­aus­möch­test.

              • Der Link: hier. (Nach­trag: Hab‘ mal die Unter­strei­chung gefixt.)

                Du stellst Java­Script als das Sicher­heits­übel über­haupt dar, was so nicht stimmt. Lass mal die Plug­ins weg, lass mal die Sicher­heits­lücken auf man­chen Web­sei­ten weg, was bleibt dann noch übrig?

                Aller­lei Sicher­heits­pro­ble­me. :aufsmaul:

                wenn du die Vor­tei­le nicht siehst, (…) dann bist du ganz ein­fach kein fähi­ger Web­ent­wick­ler, der heu­ti­gen Markt­an­for­de­run­gen gerecht wird

                Was for­dert denn „der Markt“ so? Leu­te, denen bun­tes Blin­ken (geht mit CSS3 ohne jedes Java­Script…) wich­ti­ger ist als Sicher­heits­aspek­te? Puh, ja, mag sein, dann bin ich wohl ein schlech­ter Web­ent­wick­ler. Aber ich hat­te dich eigent­lich schon nach den Vor­tei­len gefragt, weil ich die eben nicht sehe. Magst du mir die noch auf­zäh­len oder genügt „du hast nur kei­ne Ahnung!“ bereits als Vor­teil?

                du scheinst nicht wirk­lich eine Vor­stel­lung von Java­Script zu haben und wann das in wel­cher Form wie sinn­voll ein­ge­setzt wer­den kann

                Noch mal zu mei­ner Fra­ge bit­te…?

                Über Java­Script hörst du andau­ernd über Sicher­heits­lücken, aber nicht die andau­ern­den Mel­dun­gen über Viren auf USB-Sticks?

                Wenn ich die Wahl zwi­schen „Viren und Sicher­heits­lücken“ – nein, Viren ver­brei­ten sich nicht nur per USB – und „nur Viren“ habe, ist die Ent­schei­dung eigent­lich offen­sicht­lich.

                Zei­ge mir den USB-Port auf Tablets, Pha­blets und Smart­phones. Füh­re mal eine exe-Datei auf Android aus.

                Abge­se­hen davon, dass ich Wischofo­ne nicht unbe­dingt für eine geeig­ne­te Platt­form für Office­an­wen­dun­gen hal­te (schon wegen der miss­ra­te­nen Ein­ga­be­mög­lich­kei­ten), bleibt das mit den Mail­pro­gram­men; und mei­nem Android-Smart­phone muss ich mit The Bat! nicht kom­men. Muss ich auch nicht, dort habe ich K‑9 Mail. Und Web-Goog­le-Mail hat auf dem Smartphone/Tablet dei­ner Wahl jetzt exakt wel­chen Vor­teil gegen­über einer „Mail-App“ (eben einem nati­ven Mail­pro­gramm)?

                Por­ta­bi­li­tät zwi­schen Win­dows, OS X und Linux ist nichts ande­res. Nicht jeder nutzt nur ein ein­zi­ges System.

                Das ist kor­rekt, aber jedes der genutz­ten Syste­me ist in der Lage, IMAP zu nut­zen. Wo genau liegt jetzt noch mal der Vor­teil von Web­mail? Und Soft­ma­ker Office läuft auch auf jedem System, auf dem ich das gern hät­te. Web­of­fice wür­de mir also genau was brin­gen?

                Bit­te mehr kon­kre­te Vor­tei­le und weni­ger „aber so, wie du das machst, ist das voll rück­stän­dig!“.

                Gera­de, dass du den Punkt mit der Online-Ver­wal­tung der Mails nicht siehst, das ist schon sehr, sehr eigen­ar­tig.

                Ich ver­wal­te mei­ne Mails seit vie­len Jah­ren online, IMAP sei Dank. Wel­chen „Punkt“, der klar dafür spricht, das in einen Web­brow­ser (meist bereits vor­han­den) statt in ein Mail­pro­gramm (meist bereits vor­han­den) aus­zu­la­gern, über­se­he ich gera­de? Ver­such‘ die­se Fra­ge doch bit­te mal argu­men­ta­tiv und nicht mit „das ist sooo letz­tes Jahr­zehnt“ zu beant­wor­ten. Tasta­tu­ren sind auch „längst über­holt“ (von Touch­be­die­nung), trotz­dem nutzst du doch bestimmt noch eine, oder?

                für einen Brow­ser ist Java­Script so mit das wich­tig­ste über­haupt, was es gibt.

                Ein Web­brow­ser soll zuvör­derst Web­sei­ten anzei­gen. HTML und Gestal­tungs­ele­men­te. Irgend­wel­ches inter­ak­ti­ves Gezap­pel ist meist schmücken­des Bei­werk und nervt nur beim Lesen. Viel­leicht lesen wir nur ein­fach völ­lig unter­schied­li­che Inhal­te?

              • Der Link: hier. (Nach­trag: Hab’ mal die Unter­strei­chung gefixt.)

                Die Sicher­heits­lücke ist also eine mani­pu­lier­te Gra­fik, aha.

                Aller­lei Sicher­heits­pro­ble­me. :aufsmaul:

                Scho‘ klar.

                Was for­dert denn „der Markt” so? Leu­te, denen bun­tes Blin­ken (geht mit CSS3 ohne jedes Java­Script…) wich­ti­ger ist als Sicher­heits­aspek­te? Puh, ja, mag sein, dann bin ich wohl ein schlech­ter Web­ent­wick­ler. Aber ich hat­te dich eigent­lich schon nach den Vor­tei­len gefragt, weil ich die eben nicht sehe. Magst du mir die noch auf­zäh­len oder genügt „du hast nur kei­ne Ahnung!” bereits als Vor­teil?

                Siehst du, da haben wir es schon wie­der. Du kommst die gan­ze Zeit damit, dass Java­Script irgend­et­was *bun­tes* sei. Java­Script, um etwas zum Blin­ken zu brin­gen, sieht man ehr­lich gesagt sogar ziem­lich sel­ten, denn wie du schon sagst, das geht mit CSS. Du scheinst nicht wirk­lich eine Vor­stel­lung davon zu haben, was Java­Script ist. Dass du mich nach den Vor­tei­len gefragt hät­test, dar­an kann ich mich abso­lut nicht erin­nern. Vor­tei­le gibt es vie­le, man kann aber natür­lich nicht pau­schal sagen, dass der Ein­satz von Java­Script für jede Web­sei­te die gan­ze Palet­te an Vor­tei­len bringt, sol­che Pau­schal­ant­wor­ten funk­tio­nie­ren in der Rea­li­tät nicht. Es ist natür­lich immer pro­jekt­be­zo­gen, man kann je nach Anfor­de­rung des Pro­jek­tes bestimm­te Din­ge durch bestimm­te Tech­ni­ken errei­chen, ganz klar. Ein ganz wich­ti­ger Anwen­dungs­fall sind natür­lich XMLHtt­pRe­quests, wel­che ganz viel­sei­tig ein­ge­setzt wer­den kön­nen, sei es für Vali­die­run­gen oder Per­for­mance-Opti­mie­run­gen, allei­ne dafür gibt es zahl­rei­che Tech­ni­ken und Mög­lich­kei­ten. Auch für die UX einer Web­sei­te kann Java­Script enor­men Mehr­wert bie­ten, wenn man es rich­tig ein­setzt.

                Wenn ich die Wahl zwi­schen „Viren und Sicher­heits­lücken” – nein, Viren ver­brei­ten sich nicht nur per USB – und „nur Viren” habe, ist die Ent­schei­dung eigent­lich offen­sicht­lich.

                Du schaffst es, sehr eigen­ar­tig schluss­zu­fol­gern. Du setzt vor­aus, dass über Java­Script zwin­gend mehr Scha­den ange­rich­tet wird, aber das ist nur dei­ne per­sön­li­che Ein­schät­zung.

                Abge­se­hen davon, dass ich Wischofo­ne nicht unbe­dingt für eine geeig­ne­te Platt­form für Office­an­wen­dun­gen hal­te (schon wegen der miss­ra­te­nen Ein­ga­be­mög­lich­kei­ten), bleibt das mit den Mail­pro­gram­men; und mei­nem Android-Smart­phone muss ich mit The Bat! nicht kom­men. Muss ich auch nicht, dort habe ich K‑9 Mail. Und Web-Goog­le-Mail hat auf dem Smartphone/Tablet dei­ner Wahl jetzt exakt wel­chen Vor­teil gegen­über einer „Mail-App” (eben einem nati­ven Mail­pro­gramm)?

                Miss­ra­ten ist auch wie­der nur dei­ne per­sön­li­che Mei­nung. Ich ken­ne wie­der­um sehr vie­le, die mit Tablets schrei­ben, Berufs­blog­ger. Und wenn die in ihrem Word­Press-Backend Arti­kel tip­pen, ist das in Bezug auf die Ein­ga­be­mög­lich­kei­ten kein wirk­li­cher Unter­schied zu einer Office-Anwen­dung. Um Mail-Pro­gram­me ging es bei mir an die­ser Stel­le über­haupt nicht.

                Das ist kor­rekt, aber jedes der genutz­ten Syste­me ist in der Lage, IMAP zu nut­zen. Wo genau liegt jetzt noch mal der Vor­teil von Web­mail? Und Soft­ma­ker Office läuft auch auf jedem System, auf dem ich das gern hät­te. Web­of­fice wür­de mir also genau was brin­gen?

                Zunächst ist auch das so nicht rich­tig, IMAP hast du nicht immer und über­all. Zum ande­ren beschränkt sich IMAP aus­schließ­lich auf E‑Mails, inso­fern ist IMAP kei­ne voll­stän­di­ge Ant­wort auf den voll­stän­di­gen Con­tent, weder im Web­in­ter­face noch im Mail-Cli­ent. Und du kannst auch nicht auf jedem Com­pu­ter mal eben Thun­der­bird oder was weiß ich instal­lie­ren, auf das Web-Inter­face kannst du aber immer zugrei­fen, wo ein Brow­ser vor­han­den ist. Das Glei­che mit dei­nem genann­ten Office-Paket. Das ist ein­fach rea­li­täts­fern, dass man sein gesam­tes Home-Office mit sich rum­schleppt. Ins­be­son­de­re wenn man regel­mä­ßig an ver­schie­de­nen Gerä­ten arbei­tet. Das ist für mich All­tag und ich bin defi­ni­tiv kei­ne Aus­nah­me.

                Ich ver­wal­te mei­ne Mails seit vie­len Jah­ren online, IMAP sei Dank. Wel­chen „Punkt”, der klar dafür spricht, das in einen Web­brow­ser (meist bereits vor­han­den) statt in ein Mail­pro­gramm (meist bereits vor­han­den) aus­zu­la­gern, über­se­he ich gera­de? Ver­such’ die­se Fra­ge doch bit­te mal argu­men­ta­tiv und nicht mit „das ist sooo letz­tes Jahr­zehnt” zu beant­wor­ten.

                Das ist jetzt schon ziem­lich dreist von dir, du bist hier doch der­je­ni­ge, wel­cher hier nur so lari­fa­ri schreibt „Java­Script macht Web­sei­ten bunt“, wirk­lich wahr, das hast min­de­stens drei oder vier mal Java­Script und bunt in einem Satz geschrie­ben.

                Tasta­tu­ren sind auch „längst über­holt” (von Touch­be­die­nung), trotz­dem nutzst du doch bestimmt noch eine, oder?

                Wie kommst du bit­te auf so einen Blöd­sinn, dass Tasta­tu­ren über­holt sei­en? Touch ersetzt ganz sicher nicht grund­sätz­lich die Tasta­tur, sowas hör ich jetzt auch zum ersten Mal.

                Ein Web­brow­ser soll zuvör­derst Web­sei­ten anzei­gen. HTML und Gestal­tungs­ele­men­te. Irgend­wel­ches inter­ak­ti­ves Gezap­pel ist meist schmücken­des Bei­werk und nervt nur beim Lesen. Viel­leicht lesen wir nur ein­fach völ­lig unter­schied­li­che Inhal­te

                Bei die­sem einen Satz sind wir uns einig: Ein Web­brow­ser soll Web­sei­ten anzei­gen. Und zu Web­sei­ten gehört in vie­len Fäl­len Java­Script. Punkt. Schon wie­der kommt eine Annah­me von dir, dass Java­Script gleich­be­deu­tend mit Gezap­pel sei. Das ent­spricht ein­fach nicht der Rea­li­tät, du gehst auf einen ein­zi­gen mög­li­chen Aspekt von Java­Script ein, igno­rierst dabei aber voll­kom­men alle ande­ren Mög­lich­kei­ten und Ein­satz­ge­bie­te.

                Ich bin hier nun raus. Es hat kei­nen Sinn mit jeman­dem über Java­Script zu dis­ku­tie­ren, der die­se Tech­no­lo­gie nicht wirk­lich ein­ord­nen kann.

              • Die Sicher­heits­lücke ist also eine mani­pu­lier­te Gra­fik, aha.

                Du hast schon gele­sen, wie der Schad­code aus­ge­führt (und über­haupt erst gela­den) wur­de? Ohne Java­Script kei­ne Gefahr. Und das ist die Regel, nicht die Aus­nah­me – das blen­dest du hier krampf­haft aus. War­um?

                Du scheinst nicht wirk­lich eine Vor­stel­lung davon zu haben, was Java­Script ist.

                Und zwar…?

                Ein ganz wich­ti­ger Anwen­dungs­fall sind natür­lich XMLHtt­pRe­quests, wel­che ganz viel­sei­tig ein­ge­setzt wer­den kön­nen, sei es für Vali­die­run­gen oder Per­for­mance-Opti­mie­run­gen, allei­ne dafür gibt es zahl­rei­che Tech­ni­ken und Mög­lich­kei­ten.

                Vali­die­rung geht ohne XMLHtt­pRe­quests (aller­dings mach‘ ich die auch immer mit Java­Script – ich sag­te schon, ich ver­teuf­le es nicht grund­sätz­lich).

                Auch für die UX einer Web­sei­te kann Java­Script enor­men Mehr­wert bie­ten, wenn man es rich­tig ein­setzt.

                Hast du mal Ope­ra auf Android benutzt? UX durch Java­Script schei­tert da zum Bei­spiel gran­di­os, spä­te­stens, wenn der Off­road-Modus an ist (und unter Android ist das Ding kein Nischen­brow­ser)…

                Was für UX-Ände­run­gen mit­tels JS schwe­ben dir so vor?

                Du schaffst es, sehr eigen­ar­tig schluss­zu­fol­gern. Du setzt vor­aus, dass über Java­Script zwin­gend mehr Scha­den ange­rich­tet wird, aber das ist nur dei­ne per­sön­li­che Ein­schät­zung.

                Ich kann nur aus mei­nem per­sön­li­chen Erfah­rungs­schatz fol­gern. USB-Sticks haben mir noch nie irgend­ei­nen Virus auf­ge­spielt (und wür­den sie das tun, wür­de mein On-Demand-Scan­ner Alarm schla­gen). Mal­wa­re wie die aus dem hei­se-Link wird aber von Viren­scan­nern meist nicht erkannt und ist durch­aus kei­ne Sel­ten­heit im Inter­net.

                Gut, ich besit­ze auch sel­ten mehr als 1 USB-Stick gleich­zei­tig, und der hält dann eine Wei­le…

                Miss­ra­ten ist auch wie­der nur dei­ne per­sön­li­che Mei­nung.

                Natür­lich. Ich füh­re hier eine rein per­sön­li­che Dis­kus­si­on mit dir, in der „aber ande­re haben gesagt…!“ kei­ne Rol­le spielt. Ich als Hob­by-Word­Pres­ser, Twit­te­rer und Pro­gram­mie­rer krie­ge jedes Mal die Krät­ze, wenn ich mehr als Stich­punk­te auf der Wisch­ta­sta­tur tip­pen muss. Swift­Key erleich­tert das leid­lich, aber – das ist rein sub­jek­tiv, jaha – ich per­sön­lich komm‘ mit so einer schö­nen Old­school-Tasta­tur ein­fach bes­ser und schnel­ler zurecht.

                Ich ent­wer­fe län­ge­re Tex­te manch­mal per Ever­no­te. Das macht aber auf einem S4 auch nur sehr bedingt Spaß. Du weißt ja sicher unge­fähr, wie viel Über­blick man da nach einer Zeit noch behält – selbst in „bes­se­ren“ Android-Edi­to­ren. ;)

                Zunächst ist auch das so nicht rich­tig, IMAP hast du nicht immer und über­all.

                Wo ich Inter­net hab‘, hab‘ ich auch IMAP. Web­mailer machen ja nor­ma­ler­wei­se auch nichts ande­res als über IMAP mit einem Ser­ver zu kom­mu­ni­zie­ren. Und ja, Web­mailer beschrän­ke ich tat­säch­lich auf den Inhalt.

                Und du kannst auch nicht auf jedem Com­pu­ter mal eben Thun­der­bird oder was weiß ich instal­lie­ren

                Auf den wenig­sten Rech­nern ist ein Brow­ser, aber kein Mail­pro­gramm ver­füg­bar. Gut, ich gebe dir in die­sem einen Punkt Recht: Zum Bei­spiel öffent­li­che Inter­net­ca­fés mit dem Brow­ser im Voll­bild­mo­dus (oder man­che Schul­rech­ner) haben da gewis­se Ein­schrän­kun­gen. In dem Fall hat man nicht viel Aus­wahl. Ich fra­ge mich aller­dings, wie oft das heut­zu­ta­ge noch vor­kommt… (gut, mei­ne Schul­zeit ist eine Wei­le her, mein letz­ter Besuch in einem Inter­net­ca­fé auch).

                Ins­be­son­de­re wenn man regel­mä­ßig an ver­schie­de­nen Gerä­ten arbei­tet.

                Wenn das alles dei­ne Gerä­te sind – was spricht dann gegen „Cloud­spei­cher“ für die Doku­men­te und eine lokal instal­lier­te Anwen­dung?

                Wie machst du das auf dei­nem Tablet? Web­of­fice? (Ich besit­ze kein Tablet, die Fra­ge ist also nicht pro­vo­ka­tiv gemeint.) Und auf dem Smart­phone? Soft­ma­ker Office zum Bei­spiel gibt’s als Smart­phone-App – ergibt Office Web auf so einem „Ding“ über­haupt Sinn?

                Das ist jetzt schon ziem­lich dreist von dir, du bist hier doch der­je­ni­ge, wel­cher hier nur so lari­fa­ri schreibt „Java­Script macht Web­sei­ten bunt”, wirk­lich wahr, das hast min­de­stens drei oder vier mal Java­Script und bunt in einem Satz geschrie­ben.

                jQuery UI – recht beliebt – ist dafür da, dass irgend­was bun­te Blink­ef­fek­te bekommt. Das ist böse ver­ein­facht (und ich nut­ze das Accor­di­on für man­che Pro­jek­te eigent­lich sogar recht gern), aber ein gutes Bei­spiel, wie ich fin­de. Selbst das Java­Script, das ich hier nut­ze, dient nur der Effekt­ha­sche­rei (und kann pro­blem­los deak­ti­viert wer­den, ohne dass die Sei­te kaputt­geht :D ).

                Dass es auch ande­re Fäl­le gibt, habe ich doch bereits zuge­ge­ben. Auf stupsbot.org mache ich exten­si­ven Gebrauch von AJAX, obwohl’s nicht nötig wäre. War­um? Weil’s benut­zer­freund­li­cher ist. Das ist doch unge­fähr das, was du mein­test, oder? Das ist eine die­ser Web­sites, die ich in mei­nem NoScript frei­ge­schal­tet habe – nicht, weil sie von mir ist :D , son­dern, weil die Nut­zung von Java­Script dort Sinn ergibt (und ich genau weiß, dass da kein Mal­ware­down­loa­der drin­steckt).

                Wie kommst du bit­te auf so einen Blöd­sinn, dass Tasta­tu­ren über­holt sei­en? Touch ersetzt ganz sicher nicht grund­sätz­lich die Tasta­tur, sowas hör ich jetzt auch zum ersten Mal.

                Du nennst mich rück­stän­dig, weil Sicher­heit bei mir als Web­ent­wick­ler Prio­ri­tät hat und das „heute/2014“ so was von out sei. Laut Pres­se­be­rich­ten hat IBM auch höchst­selbst ver­kün­det, dass Lap­tops tot sei­en und jeder bald nur noch Tablets ver­wen­de. :?

                (Ja, das war pole­mi­siert. Steht aber oben auf mei­ner Sei­te drauf.)

                Bei die­sem einen Satz sind wir uns einig: Ein Web­brow­ser soll Web­sei­ten anzei­gen. Und zu Web­sei­ten gehört in vie­len Fäl­len Java­Script. Punkt.

                Zu die­sem Word­Press hier „gehört“ auch Java­Script. Vor­teil des Anschal­tens: Man hat vie­le bun­te Effek­te. Nach­teil: Sicher­heits­lücke, lang­sa­me­res Ren­dern. „Gehört dazu“ führt nicht auto­ma­tisch zu „muss also sein“. Ich gebe ja (sie­he oben) zu, dass Java­Script nicht grund­sätz­lich Teu­fels­werk ist. Ich behaup­te nur, dass man­che Din­ge, die bis dahin auf dem Desk­top zu Hau­se waren und jetzt aus irgend­wel­chen Grün­den in Java­Script (nicht unbe­dingt die sau­ber­ste, sicher­ste, per­for­man­te­ste und sta­bil­ste Platt­form für irgend­was Pro­gram­mier­tes) nach­ge­ba­stelt wer­den, nicht ins Web gehö­ren bezie­hungs­wei­se der Brow­ser, das Haupt­ein­falls­tor für Schad­soft­ware, nur dort Code auf dem Rech­ner des Benut­zers aus­füh­ren dür­fen soll­te, wo es nötig ist.

                Ich hab‘ mal einen schö­nen Spruch gele­sen: Eine Web­site, die mir mit NoScript nichts zu sagen hat, hat mir auch mit akti­vier­tem Java­Script nur wenig zu erzäh­len. Das mag pau­scha­li­siert sein, ist aber sicher nicht völ­lig ver­kehrt. Das Web ist neben all dem inter­ak­ti­ven Krams eben vor allem auch ein Infor­ma­ti­ons­me­di­um. Eine Web­site (nicht „inter­ak­ti­ve Anwen­dung“, son­dern rei­ner „Con­tent“), die Java­Script erzwingt, damit ich sie lesen kann, ist also qua­si wie ein Buch, das ich nur lesen darf, wenn ich vor­her eine 3D-Bril­le auf­set­ze, um den bun­ten Ein­band bewun­dern zu kön­nen.

                Oder hakt der Ver­gleich so sehr?

  2. Die TB-Geschich­te hinkt etwas, zumin­dest kann ich mich nicht ent­sin­nen, dass Mozil­la mal TB-Ent­wick­ler gesucht hät­te. Geld­sor­gen hat Mozil­la (bis­her) kei­ne, also kann’s das schon­mal nicht sein.

      • Die Sache ist ja recht klar, (schrubst Du ja auch schon indi­rekt) TB wirft kei­ne 3‑stelligen Mil­lio­nen­be­trä­ge ab und es gibt auch wenig Wege das zu mone­ta­ri­sie­ren. Falsch ist nur, zu sagen, dass kei­ne finan­zi­el­len Res­sour­cen da wären, Mozil­la schwimmt im Geld.
        (Was ich jetzt aller­dings immer­noch nicht ganz ver­ste­he, war­um TB kei­ner forkt, der Bedarf is ja ein­deu­tig da.)

        • Mozil­la hat Rück­la­gen, teil­wei­se aus alten Ver­trä­gen, teil­wei­se aus Groß­spen­den – das heißt nicht, dass sie jetzt auf­hö­ren kön­nen, Geld ein­zu­neh­men, denn ewig wer­den die­se Rück­la­gen nicht hal­ten.

          Bedarf – war­um? Wer „mehr“ will, nutzt ein voll­wer­ti­ges PIM (Out­look, Evo­lu­ti­on, was­weiß­den­nich) oder direkt die Ekel­goog­le-Dien­ste. Wer nur Mails ver­wal­ten will, der kann das mit Thun­der­bird ja auch wei­ter­hin ganz gut tun.

          • Mozil­la hat haupt­säch­lich Rück­la­gen aus lau­fen­den Ein­nah­men, „Gross­spen­den“ kann man eher unter „fer­ner lie­fen“ ein­ord­nen. (2012 afair 3Mio Spen­den vs 300 Mio fürs Such­feld)
            Ich sage auch nix dage­gen, dass die zuse­hen, wie sie ihre Geld­spei­cher wei­ter aus­bau­en kön­nen, ich fin­de es schlicht mistig, dass die ohne Not TB weg­ge­wor­fen haben. Das spart recht sicher ein paar zehn­tel Pro­mil­le der Aus­ga­ben, ist aber (imho) psy­cho­lo­gisch schlecht fürs Kern­ge­schäft.
            Für jeman­den, der jetzt man­gels Wei­ter­ent­wick­lung auf TB ver­zich­tet, ist die Hür­de Cash-Kuh FF weg­zu­schmei­ssen wesent­lich gerin­ger.

          • War­um? Die insta­bi­le Bloat­wa­re Thun­der­bird ist ja nicht mit Fire­fox ver­zahnt, die bei­den reden ja nicht mal mit­ein­an­der.

        • Mozil­la schwimmt abso­lut nicht in Geld. Mozil­la steht finan­zi­ell gesund da, ja. So kann man es for­mu­lie­ren. Vie­le spre­chen immer nur von 300 Mil­lio­nen pro Jahr von Goog­le. Fast nie­mand erwähnt, dass es allei­ne 2012 gan­ze 208 Mil­lio­nen Dol­lar Aus­ga­ben waren. Und nach­dem es mit Fire­fox OS 2013 erst rich­tig los­ging, gehe ich rück­blickend für 2013 von mehr Mar­ke­ting aus, von mehr Ent­wick­lern, von mehr Infra­struk­tur, sprich von noch mehr Kosten. Genaue­res dann Ende des Jah­res, die Finanz­be­rich­te kom­men ja immer ein Jahr spä­ter. Der näch­ste Punkt ist: 300 Mil­lio­nen Dol­lar, ja, das ist für sich betrach­tet viel Geld. Das ist auch für eine Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­ti­on viel Geld. Aber es ist über­haupt nicht viel Geld, wenn man das nun mit den Mit­be­wer­bern von Mozil­la ver­gleicht, dage­gen ist das fast gar nichts. Mozil­la hat sich eine Mis­si­on auf die Fah­ne geschrie­ben, aber ohne Moos nix los, wie man so schön sagt. Daher sind Aus­sa­gen wie dass Mozil­la in Geld schwim­men wür­de, nicht wirk­lich kor­rekt.

          Und was Thun­der­bird betrifft: Mozil­la hät­te sich in der Ver­gan­gen­heit durch­aus über den einen oder ande­ren Ent­wick­ler mehr gefreut, Mozil­la hat­te tat­säch­lich immer einen Res­sour­cen­man­gel bei Thun­der­bird. Und der Code von Thun­der­bird ist teil­wei­se so alt und gar nicht doku­men­tiert (noch aus Net­scape-Zei­ten), dass selbst erfah­re­ne­re Thun­der­bird-Mit­wir­ken­de am Code geschei­tert sind. Es hat zum Bei­spiel bis­lang noch nie­mand geschafft, das Ver­fas­sen neu­er Mails anstän­dig in einen neu­en Tab zu bekom­men und das hat nicht erst einer ver­sucht.

          • Ohne Dir jetzt son­der­lich nahe­tre­ten zu wol­len, ich bin von Dei­nem Fach­wis­sen über­zeugt, aber Du redest teil­wei­se gequirl­ten Quatsch.
            1. Das fängt an, wo Du eine Fir­ma, die etwa 30 Pro­zent „Gewinn“ vom Umsatz macht als „finan­zi­ell gesund daste­hend“ bezeich­nest. Mozil­la schwimmt im Geld (und das ist imho auch gut so), und das ist nicht zu wider­le­gen.
            2. Mal die Aus­ga­ben ange­schaut? Ich hab das hier schon ange­schnit­ten, TB verursacht(e) Aus­ga­ben nahe Null. 200 Mio in 2012 für Fir­le­fanz raus­ge­wor­fen, da kann mir kei­ner erzäh­len, dass TB ein ernst­zu­neh­men­der Kosten­fak­tor wäre.
            3. Natür­lich gibts 2013 mehr Kosten, irgend­wo muss die Koh­le ja hin. Vor 2 oder 3 Jah­ren hat Mozil­la das Sync ohne Not ver­kackt, da muss was neu­es her. Das packen wir jetzt in die Cloud. Jip­pie!
            Ich hab mir mehr­mals den Geschäfts­be­richt für 2012 durch­ge­le­sen und ich blicke abso­lut nicht durch, wo die gan­ze Koh­le ver­brannt wur­de.
            4.

            Mozil­la hat sich eine Mis­si­on auf die Fah­ne geschrie­ben, aber ohne Moos nix los, wie man so schön sagt. Daher sind Aus­sa­gen wie dass Mozil­la in Geld schwim­men wür­de, nicht wirk­lich kor­rekt.

            Mozil­las momen­tan ein­zig „kor­rek­te“ Mis­si­on ist im Geld zu schwim­men. Anson­sten lau­fen Mis­sio­nen da genau­so kurz­sich­tig wie bei Goog­le. „Wir pro­bie­ren mal dies und das und wenn’s kei­ne 30% Pro­fit abwirft wer­fen wir es wie­der weg.“
            5. Ver­fas­sen neu­er Mail in neu­em Tab (unab­hän­gig davon, ob man sowas braucht), was ähn­li­ches hab ich vor 5–6 Jah­ren mal in irgend­ei­nem Klon gese­hen, ich mei­ne dass das Flock oder was die Rich­tung war. Dort gabs für jeden erdenk­li­chen Kram ein eige­nes Tab mit eige­ner Menü­lei­ste. Das haben sich Leu­te für exakt 0 Euro aus­ge­dacht. Mozil­la bekommt das mit 200 Mio nicht hin. Mag­ste Dir noch­mal ein bes­se­res Gegen­ar­gu­ment aus­den­ken? ;)

            • Flock war kein Mail­pro­gramm, aber ’n büschen mehr als 0 Euro gab’s da schon. Über­haupt haben wahr­schein­lich so eini­ge der bekann­ten Pro­jek­te in die­ser Rich­tung Spon­so­ren, die sich auch mal was lei­sten kön­nen.

              Mozil­las „vie­les Geld“ fließt im Übri­gen nicht allein in den Brow­ser. Dir ist viel­leicht nicht ent­gan­gen, dass die noch mehr machen als in ihrer Frei­zeit einem Dut­zend Hob­by­pro­gram­mie­rer beim Fire­fox­kom­pi­lie­ren zuzu­gucken.

            • Du kannst ja ger­ne ande­rer Mei­nung sein, musst dabei mei­ner Mei­nung nach aber nicht per­sön­lich wer­den. Das ist so ein typi­sches Troll-Ver­hal­ten und auf der Ebe­ne hab ich kei­ne Lust auf Dis­kus­sio­nen. Wenn du ein­ver­stan­den bist, füh­ren wir das Gespräch wie erwach­se­ne Men­schen wei­ter.

              Nur um auf ein paar Din­ge ein­zu­ge­hen:

              1. Unter in Geld schwim­men ver­ste­he ich offen­sicht­lich etwas kom­plett ande­res als du. Gege­ben sind sehr hohe Aus­ga­ben, Aus­ga­ben, die wahr­schein­lich noch höher lie­gen als im Jahr 2012. Gege­ben sind fixe Kosten für die näch­sten Jah­re, sie­he Finanz­be­richt. Gege­ben ist auch, dass der Ver­trag mit Goog­le in die­sem Jahr noch aus­läuft und noch nie­mand weiß, wie Mozil­las Finan­zen im Jahr 2015 und dar­über hin­aus aus­se­hen. Was letzt­lich über­bleibt, das sind Sicher­hei­ten. Ohne Sicher­hei­ten kann näm­lich Fol­gen­des pas­sie­ren: Der 90-Pro­zent-Inve­stor, nen­nen wir ihn spa­ßes­hal­ber Goog­le, es spielt aber eigent­lich kei­ne Rol­le, ist plötz­lich nur noch bereit, die Hälf­te zu zah­len. Auch ande­re Unter­neh­men sind nicht bereit, 300 Mil­lio­nen zu zah­len, es kön­nen die mei­sten vor allem nicht. Du weißt, wor­auf ich hin­aus­möch­te? Du gehst mit die­ser Argu­men­ta­ti­on davon aus, dass der aktu­el­le Kon­trakt bis in alle Ewig­kei­ten gilt. Dem ist aber nicht so. Mozil­la muss auf der einen Sei­te wach­sen, um die Zie­le errei­chen und wett­be­werbs­fä­hig blei­ben zu kön­nen, auf der ande­ren Sei­te aber genü­gend Sicher­hei­ten bil­den, um die Exi­stenz Mozil­las zu gewähr­lei­sten. Es ist extrem gefähr­lich, finan­zi­ell von einem Part­ner, egal ob er Goog­le oder Micro­soft heißt, abhän­gig zu sein. Das hat dann über­haupt nichts mehr mit in Geld schwim­men zu tun.

              Auf den ande­ren Punkt bist du über­haupt nicht ein­ge­gan­gen. Näm­lich, dass das über­haupt nicht viel Geld ist, wenn du das mit den Mit­be­wer­bern ver­gleichst, Mozil­la ist weder ein Goog­le noch ein Micro­soft, es sind nicht ein­mal im Ansatz die­sel­ben Res­sour­cen vor­han­den.

              2. Am The­ma vor­bei. Ich habe in kei­nem ein­zi­gen Satz über die Aus­ga­ben in Zusam­men­hang mit Thun­der­bird gespro­chen, ist also sinn­los, das jetzt in unse­ren Dia­log ein­zu­brin­gen. Mal davon abge­se­hen, dass es inhalt­lich falsch ist. Infra­struk­tur, Ent­wick­ler, Sup­port, QA, usw., Thun­der­bird hat schon Kosten ver­ur­sacht und ver­ur­sacht es immer noch, ist ja nach wie vor ein Pro­jekt, wel­ches die Vor­tei­le der Mozil­la-Infra­struk­tur genießt.

              200 Mil­lio­nen für Fir­le­fanz raus­ge­wor­fen sagst du. Das ist schon wie­der so eine For­mu­lie­rung, wo man den­je­ni­gen, der das so daher­sagt, nur sehr schwer ernst neh­men kann. Das ist ein­fach kei­ne Dis­kus­si­ons­ba­sis. Ich den­ke mir nur, wenn du sagen kannst, dass 200 Mil­lio­nen für Fir­le­fanz aus­ge­ge­ben wur­den, dann musst du es bes­ser kön­nen und dich um einen Manage­ment-Posten bei Mozil­la bewer­ben. Anson­sten wäre ich mit sol­chen Sprü­chen zurück­hal­ten­der. Im Sin­ne einer ziel­füh­ren­den und berei­chern­den Dis­kus­si­on.

              3. Über die­sen Punkt soll­test du viel­leicht auch noch­mal nach­den­ken, dann wirst du mer­ken, dass das nicht wirk­lich Sinn ergibt. Was meinst du denn, wie eine Syn­chro­ni­sa­ti­on funk­tio­niert? Die Daten müs­sen auf einem Ser­ver gespei­chert wer­den, das nennt man Neu­deutsch Cloud. Das ist nicht neu, das war schon immer so. Das neue Sync hat Unter­schie­de, aber aus­ge­rech­net das ist kein Unter­schied. Müßig zu erwäh­nen, dass die­ses „ohne Not ver­kackt“ schon wie­der so eine Äuße­rung ist, die jeg­li­che Sach­lich­keit ver­mis­sen lässt und abso­lut gar nichts von einem Argu­ment hat.

              4. An dem Punkt bla­mierst du dich spä­te­stens mit dei­nen Äuße­run­gen. Man merkt, dass du so wirk­lich gar nichts dar­über weißt, was Mozil­la macht. Immer­hin weißt du, dass sie Her­stel­ler von Fire­fox und Thun­der­bird sind und es irgend­was mit Syn­chro­ni­sa­ti­on in Fire­fox gibt, aber dann hörts wohl schon auf. Vor allem Mozil­la pro­fit­ori­en­tier­tes Han­deln vor­wer­fen zu wol­len, das ist schon ziem­lich pein­lich.

              5. Flock? Wohl kaum. Flock war ein Brow­ser, basie­rend auf Fire­fox, spä­ter auf Chro­me, dann ein­ge­stellt. Thun­der­bird ist ein E‑Mail-Pro­gramm. Wir sehen, dass du auch hier schon wie­der zu „argu­men­tie­ren“ ver­suchst, ohne über­haupt Wis­sen dar­über zu haben. Und ums Aus­den­ken von irgend­et­was geht es doch über­haupt nicht. Hier wäre es schön gewe­sen, wenn du mei­nen Kom­men­tar – so lang war der wirk­lich nicht – auf­merk­sa­mer gele­sen hät­test. Der Punkt war ein kom­plett ande­rer. Dir ging es doch um Thun­der­bird-Ent­wick­ler. Dann ist das Pro­gramm Thun­der­bird wie es ist nun ein­mal gege­ben, Punkt, da beißt die Maus abso­lut kei­nen Faden ab. Wel­che tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten das mit sich bringt ist lei­der genau­so sehr ein Fakt, wie dass Mozil­la Schwie­rig­kei­ten hat­te, Ent­wick­ler dafür zu fin­den. Es ist nicht so, dass Mozil­la nie Ent­wick­ler gesucht hät­te.

              Alles in allem, ich lese in dei­nen Punk­ten nichts ande­res als Stim­mungs­ma­che auf Grund­la­ge von Gar Nichts raus… Scha­de.

  3. insta­bil kann ich als SM-Nut­zer nicht nach­voll­zie­hen.
    Ver­knüpft müs­sen die auch nicht sein (wenn man mal Gecko und/oder XUL etc. als Pseu­do-Ver­knüp­fung weg­denkt)
    Der Fakt ist, dass an bei­den Mozil­la dran­steht, und wenn ich aus wel­chen Grün­den auch immer ein Mozil­la-pro­dukt weg­schmei­sse, dann fällt es mir bei einem ande­ren viel leich­ter.

    P.s. 5‑fache Ver­schach­te­lung von Kom­men­ta­ren … mhh.

    • Sea­M­on­key ist ja auch nicht insta­bil.

      Das Thun­der­bird­team ist ein ande­res. Natür­lich kann man nie­man­den zwin­gen, Qua­li­täts­brow­ser zu nut­zen. Sol­len­se sich halt den Rech­ner voll­goog­len, die Trend­kids…

      Wie vie­le Schach­teln hät­te der Herr denn gern?

      • Mei­nes Wis­sens ist der Mailer in SM nahe­zu iden­tisch zu TB.

        Schach­teln, mhh, lässt sich natür­lich bei 5+ schwer visua­li­sie­ren, wenn die Boxen immer klei­ner wer­den. Ich sag ma 15 *duck*

        • Dei­nen Bild­schirm möcht‘ ich mal haben, Mei­ster…
          Ist jetzt auf 7, aber das reicht auch. ;)

          Ursprüng­lich war Thun­der­bird genau das, ich weiß nicht, inwie­fern da Eigen­ent­wick­lung statt­fin­det.

  4. Nur der Voll­stän­dig­keit hal­ber: Vom Chro­me gibt es die freie Vari­an­te Chro­mi­um. Aber du triffst mit dem Arti­kel den Nagel auf den Kopf.

    • „Ich wech­sel‘ zu Chromium!!1!1eins“ habe ich aber noch in kei­nem Forum gele­sen. Übri­gens ent­hält auch der Wer­bung für Goog­le-Dien­ste.

  5. Wenn die das tun, dann tun sie es eben. Ich benut­ze die­se komi­sche Ueber­sicht ohne­hin nicht. Habe kein bes­se­res Arbei­ten damit fest­ge­stellt. Im Gegen­teil, beim arbei­ten klick­te ich oft im unter­be­wusst­sein auf Din­ge wie mei­nen Rea­der oder You­tube, die mich ovn der eigent­lich Arbeit ablenk­ten. :ugly:

  6. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Mozilla-und-der-Preis-der-Unabhaengigkeit-2117760.html

    Grad gele­sen. Der Kom­men­tar ist recht sin­nig, hat aber sehr vie­le Schwä­chen und Län­gen und sinn­freie For­mu­lie­run­gen wie bspw:

    Die Anwen­der ver­lan­gen nach einem Brow­ser, der „schnell“ und „schlank“ sein soll. Was immer das genau hei­ßen mag: Fire­fox scheint die­se Kri­te­ri­en nicht zu erfül­len.

    Nein, ver­flucht. Er erfüllt die­se Kri­te­ri­en nicht. Wenn ich im Jahr 150 Mio aus­ge­be und mein Pro­dukt wird (!) immer lang­sa­mer und trä­ger, dann muss ich kei­ne Wer­bung ein­bau­en, son­dern ein paar Mana­ger raus­schmei­ssen und ein paar Leu­te (die den Namen Pro­gram­mie­rer ver­die­nen) ein­stel­len.

    Fire­fox ist seit lan­gem eine Hure von Goog­le. Den Weg in die Bedeu­tungs­lo­sig­keit kann man jetzt mit witz­lo­ser Wer­bung für einezwei hand­voll Nut­zer her­aus­zö­gern oder man kann sich umschau­en, wie man attrak­ti­ver für ande­re „Part­ner“ wird. Was dabei noch schnaf­te wäre, wie man sich attrak­tiv für Benut­zer macht. *stop­uhr anmach* -> 05:49 … fast 6 Sekun­den zum Star­ten von FF … geht eini­ges. Selbst Sea­m­on­key, die auf­ge­bla­se­ne ehe­ma­li­ge Mozil­la-suite ist schnel­ler (mit hier 30 Addons mehr als FF)

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