Ihr habt es sicher schon gelesen: Die Ablehnung des Leistungsschmutzrechts wird im Bundesrat wohl keine Mehrheit finden. Dass Peer Steinbrück anlässlich der CeBIT 2013 noch zu Protokoll gab, er denke, die SPD sei gut beraten, dieses Leistungsschmutzgesetz im Bundesrat zu kippen, ist Schnee von gestern. Es gilt stattdessen, was die Presseabteilung verfügt:
Das Gesetz ist im Bundesrat lediglich ein Einspruchsgesetz und kann daher angesichts der noch bestehenden Mehrheitsverhältnisse im Bundestag jetzt nicht aufgehalten werden. Es gibt deshalb keine Aussichten auf ein erfolgreiches Vermittlungsverfahren. Die erforderliche neue Mehrheit dafür kann mit der Bundestagswahl am 22. September herbeigeführt werden.
In anderen Worten: Natürlich könnte die SPD dagegen stimmen, aber da sie im Bundestag noch nicht die Mehrheit hat, möchte sie das nicht. Wer das ändern möchte, soll doch bitte zur nächsten Bundestagswahl die SPD wählen, dann wird sie das CDU-Leistungsschmutzrecht, dem sie selbst zugestimmt hat, gern wieder abschaffen und stattdessen ein SPD-Leistungsschmutzrecht durchwinken:
Ein neues, taugliches Gesetz wird zu den ersten Maßnahmen einer neuen rot-grünen Regierung gehören. Das Ziel muss sein, einen fairen Ausgleich zu finden zwischen den Schöpfern der Inhalte — also Journalisten oder Künstlern -, den berechtigten Interessen der Verlage und den ebenso berechtigten Interessen der neuen digitalen Dienste sowie den Ansprüchen der Internet-User auf Informationsfreiheit.
Und die Piratenpartei? Nun, sie schreibt derweil Pressemitteilungen über Trinkwasser und Frauenrechte.
Früher hat man so was ja noch mit Fackeln und Heugabeln gelöst. Gute, alte Zeit.


Ach Fracking…unser Wasser ist eh schon mit Aluminium verseucht (siehe ARTE Doku dazu).
Das mit der Seuche kommt erschwerend hinzu, ja.
Dem ist leider nichts hinzuzufügen.