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Normalitätsgebot

Am 30. Juni veröf­fentlichte Peter Welcher­ing einen Artikel, der gestern auch den Medi­en aufge­fall­en ist. Er beschreibt aktuelle Meth­o­d­en zur Ver­brechen­spräven­tion anhand von Algo­rith­men, die mich wirk­lich überzeu­gen:

Ein­mal kann man den Com­put­er ein­fach eine Szene, einen Platz ein­fach beobacht­en lassen und dann lernt er selb­st, was Nor­mal­ität ist, also die Men­schen bewe­gen sich ger­ade vom Einkauf­szen­trum zum Bahn­hof oder so. Und der Com­put­er lernt, was diese Nor­mal­ität ist. Und dann kann abwe­ichen­des Ver­hal­ten erkan­nt wer­den, automa­tisiert.

Da wir ja alle wis­sen, dass Nichtkrim­inelle sich grund­sät­zlich nor­mal bewe­gen, ist die Hälfte des Prob­lems schon mal gelöst. Jet­zt müssen wir nur noch hof­fen, dass Ter­ror­is­ten gemein­sam einen Kodex erar­beit­en, der vorschreibt, sich auf öffentlichen Plätzen unnor­mal zu bewe­gen, und die Welt ist ein für alle­mal sich­er. Wenn wir das nur vor zwölf Jahren schon gewusst hät­ten!

Na, hin­ter­her ist man klüger.