Dada Dudu Didi wies heute auf den vor wenigen Tagen gehaltenen Vortrag “Pleiten – Pech – Pannen: die Geschichte des Computers” hin, auf dem unter anderem folgendes gesprochen wurde:
Viren, Würmer und Trojaner…wer hat die heutzutage nicht auf seinem Rechner? Ok, zwei, drei Linuxnutzer sind am Stand. Das ist ganz positiv.
Dass der Vortragende “Prof. Dr.” Tobias Eggendorfer bei der Hochschule der Polizei in Hamburg und somit im Umfeld derer, die in staatlichem Auftrag dafür sorgen, dass Leute “Viren, Würmer und Trojaner” auf ihrem Rechner haben, “arbeitet”, ist durchaus interessantes Hintergrundwissen.
Noch interessanter wird es im Detail: Der Vortrag wurde unter anderem “präsentiert” von der Linux Foundation, und wie von Microsoft bezahlte Studien Linux gern einmal nicht als sonderlich überragend darstellen, so ist natürlich auch dieser Vortrag vor allem einseitig und zielt darauf ab, die Auftraggeber möglichst gut dastehen zu lassen.
Einige der während des Vortrages gezeigten Folien etwa thematisieren verschiedene Pufferüberläufe in Windows-Systemdiensten, die zu massenhafter Verbreitung von Schadsoftware führten. Dass Herr Eggendorfer nur am Rande darauf eingeht, dass auch Linuxdienste häufiger einmal dringend korrigiert werden müssen, ist nur wenig erstaunlich. (Zum Thema “sicheres Linux” ließ ich mich bereits an anderer Stelle ausführlich aus.)
Ich hoffe jedoch, meinen Lesern entgeht nicht das entscheidende Detail: Das Präsentationsgerät ist ein Apple-Laptop. Apple ist die Firma, die ein Betriebssystem zum Lebensstil erhoben hat, gegen das Windows Vista und Windows 7 wahre Bollwerke sind. Jetzt kann es natürlich sein, dass auf diesem Apple-Laptop anstelle des vorinstallierten Mac OS X Windows oder vielleicht auch Linux oder BSD (wobei ich das bezweifle) verwendet werden, aber warum wird dann überhaupt ein Apple-Laptop verwendet?
War wahrscheinlich gerade billig.


Herr Eggendorfer hat sehr wohl auf Sicherheitslücken in OpenBSD und Linuxsystemen hingewiesen: Minuten 29:22 und 31:13.
Mag ja sein, so viel Geduld hatte ich nicht…
Ein wenig geändert. — Aber warum hacktest du dann so auf Microsoft herum?
(OpenBSD ist bis heute das sicherste System der Welt — immerhin…)
Ich hackte nicht. Er hackte, und ich verwies darauf bestätigend.
Insofern bist du ebenso konsequent wie er: “Jaja, Linux hat auch Lücken, aaaaaber Windows hat mehr!”.
(Reimt sich.)
Jedenfalls werden sie (Windows) leichter ausgenutzt.
Ob die Administratoren kompromittierter Linuxserver das auch so sehen?
Weiß ich nicht. Ich bin jedenfalls unter Linux noch nie kompromittiert worden, während Avast unter Windows mindestens einmal angeschlagen hatte, weil die CD derZeitschrift Chip (oder/und Computerbild) ein Schadprogramm enthielt.
Der Trick beim Kompromittieren besteht darin, dass du es NICHT merkst. Wäre ja witzlos dann…
Aber so etwas kann dir natürlich nicht passieren.
Das hast Du jetzt verstanden. Gute Nacht.
Du hingegen hast es offenkundig miss-selbiges. Nachti.
hmnwk?
elm!