Und der nächste Staatsmann, dessen Tod bejubelt wird (Vorsicht, Verweis zeigt Leiche; die niederen Gelüste perverser Personen werden’s danken):
Ausgelassene Freude auf den Straßen von Tripolis, triumphierende Rebellen in Sirt: In Libyen feiern Menschen die Meldung vom Tod Gaddafis. Der Ex-Diktator wurde offenbar beim Gefecht um seine Heimatstadt tödlich verletzt, sein Leichnam soll nach Misurata gebracht worden sein. (…) Der arabische Fernsehsender al-Dschasira zeigt Bilder aus Tripolis, auf denen die Menschen in den Straßen feiern. Autos hupen, Kämpfer jubeln. Auch in Sirt herrscht ausgelassene Stimmung. Im Internet schlägt sich die Euphorie der Libyer nieder. “Es ist vorbei”, schreiben sie. “Endlich ist er weg.”
Und wer ernsthaft glaubte, noch mehr zitierte Widerlichkeit bringt nicht mal der SPIEGEL zusammen, der irrt:
Deutlicher wurden die Spitzenvertreter der Europäischen Union: Sie sprachen vom “Ende der Ära von Gewaltherrschaft und Unterdrückung, unter der das libysche Volk zu lange gelitten hat”.
Der Sieg einer bewaffneten “Rebellen”-Armee, die den Bürgerkrieg im Land wesentlich mitträgt, ist ein klares Zeichen für das Ende irgendeiner Gewaltherrschaft; das lässt sich zum Beispiel daran erkennen, dass Libyens letzter Gewaltherrscher Muammar al-Gaddafi als “Revolutionsführer” und führendes Mitglied einer Militärjunta an die Macht gekommen war und seitdem für Demokratie und Frieden im Land stand.
Da hat Libyen ja noch mal Glück gehabt.
Nachtrag vom 21. Oktober 2011: Ich empfehle, auf Telepolis weiterzulesen.
Wenn der Diktator gestürzt wird, lechzen Medien und die Öffentlichkeit nach Bildern.
Und mir dünkt, die Öffentlichkeit besäße da nur wenig Eigenantrieb, würde er nicht von auflageninteressierten Verlagen kraftvoll erhöht.


Öl.
Gutes Argument.
Schon Verschwörungstheorien aufgetaucht?
Sicherlich, aber die werden erst publik, wenn alle fertig sind mit feiern. Ekelhaft.