Was mir übrigens heute auch nicht aus dem Kopf geht, ist einer dieser so genannten “Streiche”, die das Micky-Maus-Magazin (ehedem nur “Micky Maus”, mittlerweile aber seines Micky-Maus-Anteils größtenteils beraubt) vor über einem Jahrzehnt ihrer jungen Leserschar empfahl. Welches Ereignis diesen “Streich” in meine unmittelbare Erinnerung zurückrief, ist leider nicht zurückverfolgbar, aber dass es gerade dieser “Streich” ist, ist wunderlich, ist er doch nicht einmal sonderlich gut, sondern eher einigermaßen blöde.
Der “Streich”, im Internet dank unzähliger so genannter “sozialer Netze” inzwischen sicher hundertfach repliziert, geht ungefähr wie folgt, unzureichend interpunktiert, aber unverfälscht zitiert:
Dieses Spiel geht so, lies rechte Spalte laut runter,
Linke Spalte laut runter, linke laut hoch und rechte laut hoch!Frosch — sagen
Frosch — zu
Frosch — Frosch
Frosch — habe
Frosch — gebracht
Frosch — dazu
Frosch — deppen
Frosch — den
Frosch — ich
Frosch — oft
Frosch — wie
Frosch — mal
Frosch — schau
Abgesehen davon, dass ich mir sicher bin, dass die Zeitschrift einst “guck”, “diesen” und “Trottel” verwendete, wird der “Streich” an sich bis heute weitgehend identisch transkribiert. Als ich seiner erstmals gewahr wurde, war ich noch ein junges, naives Bürschlein, aber ich fand ihn damals schon wenig spaßig. Bis heute hat sich das nicht geändert; ich nehme indes an, die Pointe besteht darin, dass der Bestrichene als “Trottel” respektive “Depp” bezeichnet wird. Dieser Streich, der sich bis heute offenbar einer nicht geringen Beliebtheit erfreut, lässt sich ohne Weiteres in einen herbeifantasierten Zusammenhang mit dem Aufstieg junger so genannter Komiker bringen, die ihren größten Erfolg dann ernten, wenn sie Mitmenschen jedwelcher Couleur als “Deppen” (Michael Mittermeier) bezeichnen, als Beispiel sei einmal die — außerhalb ihrer Kurzfilme — furchtbare Carolin Kebekus genannt. (Ich hoffe inständig, die junge Dame gerade nicht versehentlich zu verwechseln; andernfalls bitte ich, wie immer, um höfliche Nachsicht.)
Allerdings sind inzwischen die mit derlei “Streichen” gequälten Mitbürger der Streichfreunde (zu meiner Zeit hieß das noch “Maler” übrigens) geistig gefestigt und lassen sich von solch subtilen Späßen nicht mehr aus der Fassung bringen. Nicht untypisch also auch die Antwort von Anonyma “FantasyGirl85”: hahaha.. du meinst ja net im ernst das ich das etz mache ? ? ?; nur ein mit einem Augenroll-Emoticon versehenes “Aaaaaaalt!” hätte diese lockere Reaktion noch übertroffen.
Na, beim nächsten Mal vielleicht.


Problematisch wird es, wenn Du auch noch in gewissem fortgeschrittenen Alter auf die Aufforderung “schau mal, Dein Schnürsenkel ist offen” reinfällst. Passiert mir allerdings nicht. Nicht, weil ich es vorziehe, offene Schnürsenkel in Kauf zu nehmen, statt hinzuschauen, sondern, weil bei drohender Konfrontation mit Schülern (manchmal, obwohl noch nicht einmal so groß wie eine Zigarette, doch schon rauchend), bei mir die Alarmglocken anspringen und ich in Windeseile mein Outfit checke.
Warum — Angst, als Anwalt erkannt zu werden? (Höhö, “nicht so groß wie eine Zigarette”; hübsche Vorstellung einklich.)
kann mir nicht passiern, ich trag klett-verschluß