Folgende dpa-Meldung (derweil auf diversen Nachrichtenseiten zu finden) wurde mir heute zugespielt:
Mit entblößtem Busen hat eine 14-Jährige in Paris ihr Opfer wehrlos gemacht und ihm 300 Euro gestohlen. Das Mädchen habe gemeinsam mit einer Freundin und einem zwölf Jahre alten Jungen mehrfach auf diese Weise Kunden an Geldautomaten überrumpelt, berichtete die Zeitung “Le Parisien”. Einem der Opfer soll sie auch zwischen die Beine gefasst haben, um ihn abzulenken. Die beiden Mädchen wurden einem Jugendrichter vorgeführt, dann aber freigelassen. Der Zwölfjährige kam in ein Heim.
Dass viele Mädchen bereits mit 14 ein selbst mir als eher progressiv-liberalem Unkonservativen egozentrisch und verquer anmutendes Verhältnis zur eigenen Sexualität entwickelt haben und freudig pflegen, ist altbekannt und an sich nicht zu verurteilen; eigentlich sind hier indes mehrere andere Aspekte besonders bemerkenswert.
Erstens:
Anhand der Eigenschaft, einen Geldautomaten bedient zu haben, als erwachsen bekannte Männer wurden “mit entblößtem Busen … wehrlos gemacht”, und zwar nicht etwa nur einer (Mann, nicht Busen), sondern gleich mehrere (immerhin offenbar nacheinander); wie genau hat man sich das vorzustellen, also das mit der Wehrlosigkeit, nicht den Busen? Ich meine, jemanden, der sich allein durch den Anblick von Kinderbusen dermaßen aus der Fassung bringen lässt, dass man ihm ungehindert sein sauer ergaunertes Geld abnehmen kann, habe jedenfalls ich noch nicht persönlich kennengelernt, und aus der jüngeren Literaturgeschichte ist zumindest mir da auch nur Professor Humbert Humbert bekannt (der, nebenbei wertungsfrei angemerkt, übrigens auch Franzose war).
Zweitens:
Zwei Mädchen, eines von ihnen unklaren Alters, bestehlen routinemäßig lüsterne Geldabheber, indem sie sie sexuell belästigen, und kommen ungeschoren davon. Ein Junge, der ihnen auf irgendeine Weise assistiert hat, wobei ich bezweifeln möchte, dass seine Handlungen auch nur annähernd ein derart tiefes Niveau erreicht haben, wird vergleichsweise hart bestraft. Da all dies in Frankreich stattgefunden hat, geht die Subtilität des folgenden Satzes leider zu einem großen Teil flöten, aber ich möchte ihn dennoch (oder gerade deswegen) nicht ungeschrieben lassen: Der Jugendrichter ist bestimmt Franzose!
(Zweipunkteins: Andere Länder, andere Sitten! Geschähe ein Vorfall dieser Art in Deutschland, kämen die Täter zwar ebenfalls nahezu straffrei davon, die Beraubten indes müssten sich den Vorwurf der Pädophilie gefallen lassen, sonst hätten sie ja Anzeige erstattet und/oder weggeguckt. Und wer trüge wieder die Schuld? Das Internet!)
Elle les fascine, les hypnotise, ses yeux sont magiques,
ils hallucinent, puis ils dépriment; quels fantasmes tragiques!
— Stereo Total: Lolita Fantôme

Viva la Gleichberechtigung!
…oder so
Widerlich!
ich finde das widerwiderlich. Dieses Mädchen darf man doch nicht einsperren! Gleichstellungsbüros in Unis benötigen doch genügend Personal.
Dann sperrt man sie halt ins Büro ein.