Es ist, ich hatte es ja befürchtet, Montag. Ein „Pinguin-Orakel“, quatschten, während ich was Besseres zu tun hatte als die Qualitätsnachrichten („n‑tv“) zu lesen, die Qualitätsnachrichten („n‑tv“), habe mittels Watschelns irgendwas mit Fußball geweissagt. Ich habe mir beim gestrigen und damit wenigstens angenehm späten Lesen dieser, äh, Nachricht spontan ein Poch-Orakel ausgedacht: der Rhythmus meines pochenden Kopfschmerzes, der umgehend einsetzte, bedeutet bestimmt auch irgendwas. Germany zwölf pöints. War schon viermal da, bitte nicht wieder anrufen.
Interessierte Frage meinerseits: Warum heißen Wiederholungen neuerdings „Re-Live“ und wen muss ich mit Tomaten bewerfen, damit das aufhört? – Apropos Tomatenwerfen: Junge Leute haben Angst. Diejenigen, die solcherlei Mitmenschen zu zeugen beabsichtigen, sollten dies bitte rechtzeitig unterlassen. Angst ist nur für Künstler ein guter Antrieb, aber so viele Künstler braucht die Zukunft nun wirklich nicht. Das macht ja demnächst auch alles „die KI“, die immerhin die Zukunft der Wahrheit ist. Doch, wirklich, so heißt ein Buch zum Thema, das ebenfalls eine „KI“ geschrieben hat, und damit ist es eine zuverlässige Primärquelle.
(Versteh’ ich auch nicht: Warum ist die Wikipedia keine zulässige Quelle, aber jeder hanebüchene Unfug, den diese „KIs“ mit nichts als Stochastik so zusammenfabulieren, geht als gültiges Rechercheergebnis durch? Sind den Menschen ihre geistigen Errungenschaften bis hin zur – jaja – Kultur nur mehr so wenig wert?)
Die Scheißigkeit der „künstlichen Intelligenz“ in Verbindung mit dem Geiz, der sie von der Nutzung einer guten Suchmaschine abhält, treibe Menschen zum Äußersten, lese ich: Es gibt wieder mehr Linkverzeichnisse. Die Älteren erinnern sich. Die Antwort der Politik auf diesen Käse ist ein panisches Greifen nach dem letzten Stück vom Kuchen, als schmeckte der giftige Brei nach Erdbeeren, sobald man eine europäische Flagge reinrammt. (Das tut er nicht.) Es ist schon merkwürdig: Immer, wenn sich die Politik um ein Thema zu kümmern beabsichtigt, wäre es mir wirklich lieber, sie würde es lassen.
Das Thema lässt selbst die konsequent ironische Musikgruppe Laibach nicht kalt, und weil ich ihre Umsetzung mag, lasse ich zum Abschluss auch sie zu Wort kommen.
Charts are filled with polished sounds
There’s no magic to be found
Guten Morgen.



Als Orakel mag ich lieber Oktopoden. Wenn die sich mal verraten haben, dann kann man sie einfach totmachen. Dann ordentlich weichklopfen, auf den Grill schmeißen, ein bisschen Öl, Salz, Zitrone und Oregano drauf – fertig! Ist wirklich sehr lecker und gesund dazu.
PS.
Hat hier vielleicht wer ein gutes Pinguin-Rezept?
Mit Kontext gefällt mir Laibach noch besser.
https://youtu.be/GykZ9O38vUk