Man muss Prioritöten (das Wort habe ich mir selber ausgedacht) setzen:
Geht man davon aus, dass zwischen 2025 und 2029 rund 600 Milliarden Euro hauptsächlich für die Bundeswehr zur Verfügung stehen, bleibt das zivile Investitionsprogramm mit seinen 500 Milliarden Euro dahinter zurück.
600 Milliarden für Tod, 500 Milliarden für Leben. Die Bundesregierung erfüllt wieder sämtliche Erwartungen, die man an CDU/CSU und SPD so haben konnte.
Wusstet ihr, dass in „Tubular Bells“ (der Originaleinspielung) Morsecode zu hören ist? Ich vorher nicht.
Die Supermarktkette Co-op boykottiert jetzt Staaten, die irgendwo Krieg anfangen. Die Liste ist zwar kürzer, als man annehmen sollte, aber die einschlägigen Kommentare in sozialen Medien sind trotzdem sehr wütend. Die Menschen sind merkwürdig.
Chatbots sind das Fernsehen des 21. Jahrhunderts, sie dienen dem Zweck, die Menschen von dem abzulenken, was ist.
ich
Kriegsdienstverweigerung gilt auch, wenn Krieg ist. Ja, wann denn sonst?
Die EU-Kommission hat eine ganz hervorragende Idee: dass es nämlich eine gute Idee sei, Hintertüren in Verschlüsselung einzubauen, aber „unter Wahrung der Cybersicherheit und der Grundrechte“. Inwiefern es die „Cybersicherheit“ wahrt, Verschlüsselung für „berechtigte Kreise“ zu öffnen, was bedeuten würde, dass jedes aufgeweckte elfjährige Kind mit einem Internetanschluss binnen weniger Suchsekunden das dann halt auch kann, verrät die EU-Kommission nicht.
Eine freie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist Selbstverteidigung gegen übergriffige Autokratien. Schade aber, dass die Deutschen sich zwölf Jahre nach Snowden immer noch gegen die Übergriffigkeit ihrer eigenen Regierung(en) am meisten wehren müssen. Lernen durch Schmerz. Ohne Lernen.



Was sagt eigentlich fefe dazu?
> No entries found.
Ich weiß nicht, wie oft ich »Tubular Bells« gehört habe, aber es war schon ein bisschen öfter. Vermutlich war ich zu beschäftigt damit, meist vergeblich mitzuzählen, um dieses völlig unintuitive Taktmaß zu erfassen, um den Morsecode zu bemerken. Das mit dem Morsecode hat mich eben sehr überrascht…
“Kriegsdienstverweigerung gilt auch, wenn Krieg ist. Ja, wann denn sonst?”
z.B. dann, wenn sie sinnvoll ist. In Friedenszeiten: Denn noch mehr als tapfere Soldaten brauchen wir aufopferungsvolle Pflegekräfte, die dankbar und ganz billig zu haben sein sollten. Zur Erinnerung: Die Pflegekatastrophe war unmittelbare Folge der Wehrpflichtaussetzung. Und die Idee, Osteuropäer billiger haben zu können als Zivis, zeigt das manchesterkapitalistenartige Denken der höheren Verwaltung, aber keinen Realitätsbezug.
Wehrpflicht für Frauen ist da nur konsequent.
Keine Kinder, keine Gnade: “Windeln wechseln bei Oma Hiltrud!! Marsch marsch!!”
“Die Pflegekatastrophe war unmittelbare Folge der Wehrpflichtaussetzung.”
(Teilweiser) Einspruch, Euer Ehren.
Ich erinnere mich, dass
damals in der Steinzeitals ich Zivi war (ca. 1988, also max geburtenstarke Jahrgänge im Zivialter), im Bereich der Krankenpflege ungefähr genausoviel minimal-ausgebildete billige Zivis im Einsatz waren wie es ordentlich-ausgebildete arbeitslose Pfleger/innen gab. Fachkräfte raus, Lohndrücker rein. In anderen Pflegeberufen dürfte es ähnlich gelaufen sein.Wodurch die Attraktivität des Pflegeberufes natürlich massiv in den Keller ging. Warum einen Beruf wählen, in dem einem Arbeitslosigkeit droht, und in dem die Arbeitgeber nicht den geringsten Anreiz haben, attraktive Löhne und/oder ordentliche Arbeitsbedingungen zu bieten?
Als es irgendwann keine Zivis mehr gab, und gleichzeitig die Alterspyramide immer deutlicher bemerkbar wurde, ist dann explodiert, was schon lange vorher im Namen der “Kosteneffektivität” bzw. des Neoliberalismus bzw. des Manchesterkapitalismus kaputt gemacht worden war.