Es ist Montag. Eine Meldung vom Mai 2024: Der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump möchte mehr Rechte für Waffenbesitzer. Das ist witzig, aber die Pointe erkläre ich euch nicht.
Neues von der Digitalisierung: Im Internet hatte jemand die Idee, „künstliche Intelligenz“ (das ist dieses rätselhafte Überwesen, das den Menschen neuerdings von Verantwortlichkeit befreit) einfach per Texterkennung am Funktionieren zu hindern. Ich gebe das an dieser Stelle mal weiter. Es wird ja auch nicht besser: Sanifairs Fäkalnachweise gibt es jetzt auch per App. Den offensichtlichen Scherz, dass das wohl eine „Scheißidee“ sei, überlasse ich meinen Kommentatoren. „Das Elend ist der Skandal, nicht das Verhalten der Elendigen“ (K.I.Z.), wie’s eben zum Thema passt. (Erkenntnis des Wochenendes im quasi gleichen Zusammenhang: Wenn man seinen Mailserver nicht mit einem selbst‑, sondern mit einem Let’s‑Encrypt-signierten Zertifikat ausstattet, dann kann man ihn auch mit Apples Mailprogramm benutzen, das ein bisschen… eigen ist. Andererseits: Wer, wie ich, ohne unbedingte technische Notwendigkeit seinen eigenen Mailserver betreibt, der sollte ohnehin ein gerüttelt Maß an Masochismus sein eigen nennen.)
Angeblich nicht mal eintausend Menschen in Deutschland sind divers. Jeder Fußballclub, der mir gerade einfiele, hat mehr Mitglieder. Zur gesellschaftlichen Relevanz des Christopher Street Days und angeschlossener politisch gemeinter Krawallsek- und ‑aktionen ist damit von meiner Seite alles Nötige mitgeteilt. Näheres regelt ein Bundesgesetz.
Und da wir gerade beim Elend waren und sind: Während „ganz Deutschland“ sich noch darüber empört hat, dass russische Soldaten neulich ein Krankenhaus angegriffen haben, zerlegte das israelische Militär, unterstützt von ebenso „ganz Deutschland“ (man ist ja neuerdings wieder flüssig), am Wochenende unkommentiert ein Flüchtlingslager. Vielleicht wäre die Einordnung dieses Treibens leichter, gäbe die Bundesregierung eine Liste von Staaten raus, deren Bürger es verdient haben, dass man sie mit deutscher Hilfe umbringt. Diese ständige Überlegung per Opferpyramidenbingo bei völkerrechtswidrigen Übergriffen, ob wir jetzt dem Angreifer oder dem Angegriffenen größtmögliche Verluste wünschen, ist doch sehr zeitraubend.
Zeit verfliegt unauffälliger mit: Musik.
Guten Morgen.


Meine Einordnung: Bombardieren erspart Remigrieren. Den Spruch schenk ich der Bundesregierung für ihre nächste Werbekampagne.
Wenn jetzt jeder in sein Wallet scheißt, was macht Google mit der Information? Wird das Wallet brüderlich geteilt?
“Hömma, der is’ gerad kacken im EKZ, den kannste jetzt nicht stören!”