Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Zu den interessanten Eigenschaften von Musik gehört ihre Vielfalt. Wie auch bei gutem Whisky gilt: Nicht jeden Tag habe ich Bock auf denselben Stil. Heute zum Beispiel habe ich nicht vor, einen rauchigen Islaydram zu genießen, heute ist ein Tag für einen sanften Lowlander; und statt schrägstem Metal habe ich heute Lust auf ein wenig Jazz. Wie passend kommt mir da das schon 1976 erschienene Album „The Front Is Breaking“ (Amazon.de, TIDAL) des finnischen Saxophonisten Eero Koivistoinen gelegen!
Dieses kommt ohne Gesang aus und bietet natürlich jede Menge Saxophon auf, aber das macht nichts. „Jazz“ ist vielleicht auch etwas zu eng gefasst, hier haben wir es mit der Art von Musik zu tun, die zu mal Funk, mal Fusion heißt. Hier und da, etwa im Titelstück, kommt (auch aufgrund des Klavierspiels) etwas Yes-Gefühl auf, manchmal („Safari“) wird die Musik auch eindringlicher, fordernder, aber im Wesentlichen ist „The Front Is Breaking“ ein Album ohne große Überraschungen. Solider Jazz für einen entspannten Wahltag.
Muss ja auch mal sein.


issdennschonMontag?
— verwirrtguck -
Nö.