Es ist Montag. Die Just Whisky, eine Messe für hochwertige Spirituosen in Hamburg-Harburg, war am vergangenen Sonnabend eine gelungene Veranstaltung und ich rate geneigten Lesern zum Besuch der nächstjährigen Messe. Nur Hamburg-Harburg selbst ist ein fürchterliches Dorf ohne Infrastruktur, die diesen Namen verdient, das Kennern des richtigen Hamburgs allenfalls ein Naserümpfen entlocken sollte. Nächstes Mal werde ich besser vorbereitet sein.
Überraschung zum Ersten: Irgendwelche “Anti-Cheat”-Software ist ein Einfallstor für Schadsoftware. Immerhin: Auf einem mit Verschlüsselungstrojanern infizierten Computer wird auch nicht mehr so viel beim Spielen geschummelt. Passt ja irgendwie. Aber warum lasst ihr Spielefirmen das durchgehen? — Mehr oder weniger zum Thema: Ein Herr, dessen Website (hier nicht verlinkt) irgendwelchen Kram von Googleservern lädt, hat in seinem englischsprachigen Geminiblog (Gemini ist so was wie Gopher für Menschen mit einem fragwürdigen Kleidungsstil) trotzdem seine Erfahrungen damit aufgeschrieben, neun Monate lang (weitgehend) ohne aktiviertes JavaScript im Web herumzulümmeln. Dass ausgerechnet irgendwelche Versionskontrollsysteme als Ausnahmen aufgeführt werden, ergibt wenig Sinn, aber die Grundidee ist gut und grundsätzlich nachahmenswert.
Überraschung zum Zweiten: Die Bundesregierung bestehe auch in Gasversorgungsfragen aus Lobbyzuarbeitern zulasten derer, die ohnehin bereits unzufrieden sind, teilt “Business Insider” umständlich mit. Bestimmt ist daran wieder irgendjemand schuld, auf den man zeigen kann. Es schien schlau zu sein, eine parlamentarische Mehrheit als einzig akzeptable Art der Regierung zu verstehen, aber vielleicht sollte man das künftig doch besser lassen.
Nicht lassen sollte man hingegen: Musik.
Guten Morgen.


