Es teilt Mira Seidel, Programmchefin des SWR-Jugendsenders “DASDING”, als Ergebnis ihrer offensichtlich eher oberflächlichen Analyse des Umstandes, dass “junge Leute” das Radio inzwischen oft meiden, mit:
Im Tagesprogramm müssen wir gefälliger werden, weil wir mit der musikalischen Vielfalt niemanden so richtig zufriedenstellen. Wir werden deshalb künftig tagsüber die Spitzen und Kanten aus der Musik herausnehmen. Hier wollen wir mehr Mainstream und dadurch eine höhere Durchhörbarkeit erreichen.
Mit Blick auf die sehr bunte Website des Senders “DASDING” würde ich an dieser Stelle gern intervenieren und sie fragen, von welchen “Spitzen und Kanten” sie da redet, aber das Format “Interview” ist nicht interaktiv; wie so ein Radio eben auch.
Dieses durchhörbare Radio, dieser designierte Fahrstuhl- und Kaufhaussender aber werde, meint Mira Seidel, auch weiterhin eine strahlende Zukunft haben, weil in Streamingdiensten keiner in die Musik reinquatscht oder so:
Wenn ich meine Spotify-Playlist höre, sagt mir niemand, dass draußen die Sonne scheint.
Börps.
Darauf erst mal ein paar Spitzen und Kanten.
Gleich viel besser.

Früher gab es Dinge wie “Dance under the blue moon”, auch das Jugendradio vom RBB konnte man früher lauschen. Aber damals hatten Konzepte wie Viva Zwei auch noch Chancen und gute Musik.