“Wir werden heute als Social-Media-Unternehmen gesehen, aber im Kern sind wir ein Unternehmen, das Menschen verbindet”, sagte Zuckerberg.
Völlig folgerichtig nennt sich Facebook daher jetzt Telekom Mullbinden GmbH Fesselfreunde “Meta”. Das ist ziemlich, naja, meta, also auf der Metaebene. Wenn ihr mich fragt: Ich trau’ auch einem umbenannten Facebook keinen Meta weit. So viel Metan könnt’ ich gar nicht einatmen. — Ist ja gut. Ich hör’ schon auf. Auf die Nachricht muss ich eh’ erst mal etwas Meta hören. Death Meta. Oder Doom Meta. Und dazu ein Glas Metaxa.
“Wir sind der Osten” — bemerkenswerter Name auch — jammert auf Twitter, die Koalitionsverhandlungen betreffend:
Wie viele Ostdeutsche sitzen an den Verhandlungstischen? Wir haben nachgezählt — und finden: da geht noch was!
Stimmt; über dreißig Jahre nach der Aneignung der ostdeutschen Wirtschaftsgüter durch den Westen könnte man tatsächlich einmal darüber nachdenken, ob es nicht interessantere Gegensätze in bundesdeutschen Parlamenten gibt als ausgerechnet “den Westen” und “den Osten”. Warum nicht mal “den Norden” und “den Süden”?
Die SPD, demnächst noch mal ein paar Jahre lang in der Bundesregierung, möchte, bevor es zu spät ist, zulasten ihrer Wähler schon wieder mehr Daten speichern lassen. Die “neue Koalition” werde etwas “anders” machen, wird postuliert. Ich bin schon total gespannt darauf, was die SPD, die sich für eine umfassendere Vorratsdatenspeicherung einsetzt, wohl gegen eine umfassendere Vorratsdatenspeicherung tun wird, sobald sie mal nicht mehr nur regiert, sondern auch… äh, regiert.
Nächste Woche wird die erste offizielle Version von Unix 50 Jahre alt. In sozialen Medien wird dessen Erfolg als Beleg für das vermeintlich gute Softwaredesign des Entwicklerteams missverstanden, obwohl vieles in Unix doch vor allem dem Umstand geschuldet war, dass eine PDP‑7 eben nicht über allzu viele freie Ressourcen verfügte, so dass Multics, die technisch überlegene Vorlage von Unix, nicht nur aus lizenzrechtlichen, sondern auch aus rein praktischen Gründen nicht einfach noch mal neu implementiert werden konnte.
Das sind sicherlich Probleme, die in einer Zeit, in der Texteditoren, die bereits beim ersten Start mehrere hundert Megabyte Arbeitsspeicher belegen, trotzdem unironisch als effiziente Software bezeichnet werden, kaum mehr auffallen, weshalb sich auch gestandene Informatiker inzwischen nicht blöd dabei vorkommen, allen Ernstes als Kritikpunkt an FTP (dem Protokoll) anzubringen, dass es schlecht sei, weil es mit wenig Ressourcen auskommen musste.
Die erschreckende Entwicklung der Qualität zeitgenössischer Desktopanwendungen überrascht mich wenig, wenn es als Nachteil gilt, dass eine Technik sich jahrzehntelang mit geringen Anforderungen an die Hardware begnügt.


Der Markt regelt das schon.
FTP ist schon okay, aber nicht übers Internetz. Da hat der Danisch schlicht recht.
HTTP hat Vor- und Nachteile gegenüber FTP, ist aber für Dateiübertragung nicht das bestmögliche Protokoll. Das sind zwei voneinander getrennt zu betrachtende Aussagen.