Hiobsbotschaft trotz Corona:
Der 65. Eurovision Song Contest 2021 wird in der Ahoy Arena in Rotterdam ausgetragen. Das Finale findet heute um 21 Uhr statt[.]
Denn leider:
Für Deutschland startet Jendrik mit “I Don’t Feel Hate” auf Position 15.
Ich habe weder von Jendrik noch von diesem Liedlein bisher gehört oder gelesen und hege auch keineswegs die Vermutung, dass sich dahinter ein Juwel deutscher Musikkultur verbirgt, das meine Aufmerksamkeit verdient hätte (und ich kann mich damit herausreden, dass besagtes Liedlein vermutlich immer noch länger ist als die Zeit, die ich für diesen Beitrag hier aufwende), stelle aber zu meinem Bedauern schon beim Lesen des Titels fest, dass Deutschland in diese Schlacht der Kulturen — der Sinn dieses Wettbewerbs ist es eben keineswegs, dass alle Teilnehmerländer unter Beweis stellen, wie gut sie darin sind, die britische Popkultur zu imitieren — schon wieder völlig unbewaffnet zieht.
Ich bitte insofern um Kenntnisnahme davon, dass für mich, obschon mit “Deutschland” mitgemeint, kein Jendrik irgendwas mit irgendeinem Popkram startet; schon gar nicht textlich, denn ich tu’ hate feelen.
Mögliche Zusammenhänge sind nicht ausgeschlossen.


Du hast vollkommen Recht! Ich mag Wurst.
Typisch deutsch:
Zuerst verklappt man jahrzehntelang Problembären nach Brüssel, schickt zum ESC nur Musiker von Rudis Resterampe, benimmt sich als Tourist wie ein Schwein am Trog, glaubt in jeder Beziehung die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und wundert sich dann, das Resteuropa von den “Vereinigten Staaten von Europa” nix wissen will.
Ach, es war ESC? Hab grad den Gockel bemühen müssen. Ehrenvoller vorletzter Platz. Da ist noch Luft nach unten.
Näxtes mal ne lesbische Trans:*person aufstellen und die Auswertung gemäß der aktuellen Opferskala machen. Dann klappts wieder mit den vorderen Plätzen.
Als Fan des ESC glaube ich erklären zu dürfen: Das Gegenteil ist richtig!
Die nur 3 Punkte von den Juries (davon 2 peinliche Schleimpunkte aus Österreich), vor allem aber null Punkte vom abstimmenden Publikum zeigen, dass wirlich niemand von einem für den schwulen Teil der Audience auch noch so niedlich aussehenden Jüngelchen über Hate und Hetze und doch sehr zutreffende (aber leider, leider verletzende) Einschätzungen, dass er nun wirklich gar nichts kann, aus Deutschland belehrt werden will.
Die ersten Plätze zeigen, was ankommt.
Dass diese Laienkombo, von dem senilen Moderator gern und sehr oft als Crew bezeichnet, überhaupt vom NDR-Klüngel dorthin gesendet wurde, ist wieder nur ein deutliches Zeichen an uns: den ESC zu gewinnen kann Deutschland sich nur mit 86 Cent mehr leisten.
Geh weg.