Es ist Montag. Die Partei der Humanisten (“die rationale Stimme der unaufgeregten Fakten”) jubelte letzte Woche, sie habe jetzt 1.800 Mitglieder. Wenn das unaufgeregt sein soll, was ist dann erst ein Pandabär?
Die Überraschung des bisherigen Monats ist, dass es gar nicht gegen Viren schützt, wenn man nur so tut, als ließe man sich gegen sie impfen. An zweiter Stelle der Überraschungsrangliste steht ein Wäschetrockner, der täglich gigabyteweise Daten mit unbekannten Gegenstellen austauscht. Wessen Idee war es, in einen Wäschetrockner Internet reinzumachen, und warum ist Teeren und Federn nicht mehr en vogue?
Anderes kommt wieder in Mode: Marxismus ist nicht tot, Marxismus kauft sich jetzt Villen. Andererseits könnte das ein US-amerikanisches Phänomen sein, in den Vereinigten Staaten funktionieren auch Naturgesetze anders; so mutmaßt etwa die “Newsweek”, ein gefundener menschlicher Schädel könnte einer vermissten Person gehören und nicht etwa — das steht da nicht — vom Baum gefallen sein. In anderen Bereichen möchten sie hingegen übermäßig genau sein und regen sich zum Beispiel sehr darüber auf, dass bei den “Simpsons” Figuren, die nicht gelb (“weiß”) sind, von Weißen synchronisiert werden. Ein lösbares Problem, befanden die Macher und lassen jetzt eine mexikanische Figur statt von einem New Yorker von einem Kubaner synchronisieren. Macht ja nichts. Sind ja alle gleich, diese Schwarzen.
Keineswegs immer gleich hingegen: Musik.
Guten Morgen.

