Apropos Netzpartei.
Dass ausgerechnet die Technikverhinderungspartei CDU Deutschlands erste Partei sein wird, die ihren Vorstand faktisch online wählen lässt (die anschließende „Briefwahl“ ist nach den Zusicherungen der Kandidaten, eine Niederlage im Onlinevotum als final zu akzeptieren, kaum als solche zu bezeichnen), hätte eine ganz andere Wirkung, liefen nicht unter dem Tweet zum Thema Wähler und Mitglieder anderer Parteien, die schon vor vielen Jahren irgendwas über’s Internet beschlossen haben, schäumend Sprechamok, weil sie den Unterschied zwischen einer Programmkonferenz (da beschließt man das Programm) und einem Parteitag (da beschließt man alles) nicht verstanden haben.
Andererseits hatte ich neulich noch anderswo die Frage gestellt, was eigentlich aus der schrägen Partei Volt geworden sei. Frage beantwortet: Die sind alle auf Twitter und beleidigen dort die CDU.
Was macht eigentlich die Piratenpartei gerade?


Ich sag‘ nur 8th Wonderland!
Entscheidend ist nicht wer wählt sondern wer auszählt.
„Wahlen mit mehr als einem Kandidaten bedeuten nur Ärger.“
Diese Weisheit des nordkoreanischen ZK haben die deutschen Parteien, zumindest auf ihren Parteitagen, seit Urzeiten verinnerlicht.
Ein bisschen Demokratie, man nehme zwei Kandidaten verunglimpfe den anderen so gut es geht und dann
wählt das einfache Volk auch den richtigen. Wen das nicht reicht, benimmt sich der auch noch so daneben,
das ihn keiner mehr mag. Aber anderseits das gabs ja schon, bei uns wie auch über dem Teich. Also einwenig
muß man den Wählern noch die Wahl lassen, darf nur nicht so leicht zu durchschauen sein. Alles andere wäre
doch Diktatur und das will doch keiner. Dazu gibts dann noch ein paar Randparteien, das sich der Rest auch
noch mitmacht, diese dürfen nur nie zuviel Macht bekommen und möglichst viel mit sich selbst beschäftigt
sein.