In den Nachrichten
Darwin hört Musik

In Wien ist der Rechtsstaat noch in Ord­nung:

Gegen 9.30 Uhr war eine 30-Jährige in der Ilse-Arlt-Straße unter­wegs, als ein selb­st­fahren­der Bus der Wiener Lin­ien ger­ade auf Höhe der Haus­num­mer 22 fuhr. Die Frau hat­te Kopfhör­er in den Ohren und schaute auf ihr Handy. Als sie die Straße betrat, wurde sie seitlich von dem Fahrzeug erfasst.

Andere öster­re­ichis­che Medi­en sprechen übri­gens von ein­er 29-Jähri­gen, bekan­ntlich wer­den Frauen allerd­ings auch niemals 30 Jahre alt. Es han­dle sich, teilt eine Anwohner­in mit, nicht um den ersten Unfall mit einem men­schlichen Verkehrshin­der­nis:

„Damals ist ein Bursche mit Kopfhör­ern in den Ohren vor dem Bus gewe­sen. Der Bus hat wie wild gebim­melt, der Bursche hat aber kein­er­lei Anstal­ten gemacht, wegzuge­hen. Im End­ef­fekt hat der Bus eine Voll­brem­sung hin­gelegt.“

Selb­stver­ständlich wur­den auch in diesem Fall die richti­gen Maß­nah­men ergrif­f­en, um die rück­sicht­slose Fußgän­gerin nach­drück­lich an weit­er­er Gefährdung von Men­schen­leben zu hin­dern: Natür­lich wurde eine harte Strafe ver­hängt. Über sie etwa? — Nein, wieso auch?

Als Reak­tion auf den Unfall müssen die Wiener Busse erst ein­mal in der Garage bleiben.

Wie lange es wohl dauern wird, bis ein Verkehrss­child zur Kennze­ich­nung von Smart­phon­es­traßen einge­führt wird?