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Kurz­kri­tik: Half Past Four – Land of the Blind

Half Past Four - Land Of The BlindUm halb fünf Im Jahr 2016 ver­öf­fent­lich­te die fünf­köp­fi­ge kana­di­sche Band Half Past Four ihr drit­tes und bis­lang letz­tes Stu­dio­al­bum „Land of the Blind“ (Amazon.de, Band­camp). Von sich selbst behaup­ten die Musi­ker, sie sei­en „eine der besten Pro­gres­si­ve-Rock-Bands aus Kana­da“, was zumin­dest eine muti­ge Behaup­tung ist, wenn man sowohl Rush als auch die diver­sen Spros­se von God­speed You! Black Emper­or dem Pro­gres­si­ve Rock zurech­net, denn dann wird es knapp mit der Bewer­tung.

Sti­li­stisch sehen sich Half Past Four aller­dings sowie­so anders­wo:

Seit nahe­zu zwei Jahr­zehn­ten haben sie einen ein­ma­li­gen Klang ent­wickelt, der tra­di­tio­nel­len Prog­rock neben ande­ren mit Folk, Coun­try, Jazz und klas­si­schen Gen­res ver­bin­det.

In der Tat ist Ein­tö­nig­keit hier nicht gege­ben. Schon im eröff­nen­den „Mathe­ma­tics“ wird die Retro­prog-Schie­ne von Beard­fi­sh bis echo­lyn auf- und abge­wan­dert, von einem offen­sicht­li­chen Rück­griff auf Gene­sis und die unver­ges­se­nen Gent­le Giant unter­schei­det Half Past Four hier fast nur Sän­ge­rin Kyree Vibrant, deren Kunst ich aller­dings für beacht­lich hal­te.

Half Past Four – Mathe­ma­tics (Offi­ci­al Video)

Wäh­rend in „Toron­to Ton­tos“ die Exzen­tri­ker von Pri­mus wahl­wei­se zitiert oder per­si­fliert wer­den, ver­mag ich das text­lich bemer­kens­wer­te „Mood Ele­va­tor“ kei­ner ande­ren Band zuzu­ord­nen. Som­mer­li­cher Bluesrock’n’Roll, wenn’s denn ein Gen­re sein muss.

Half Past Four – Mood Ele­va­tor (Offi­ci­al Video)

Mit dem Stim­mungs­fahr­stuhl fah­re ich erst ein­mal nach oben. Ich bin erfreut und hof­fe auf Fort­set­zung.

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