KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: OTUS – 7.83Hz

OTUS - 7.83HzApro­pos Bom­ben.

Unter der Schu­mann-Reso­nanz ver­steht man, wie die Schwarm­in­tel­li­genz weiß, „das Phä­no­men, dass elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len bestimm­ter Fre­quen­zen ent­lang des Umfangs der Erde ste­hen­de Wel­len bil­den“. Eine die­ser Fre­quen­zen – die inten­siv­ste – liegt bei etwa 7,83 Hertz.

Das im März 2016 ver­öf­fent­lich­te Stu­dio­al­bum „7.83Hz“ der ita­lie­ni­schen Doom-Sludge-Band heißt sicher­lich nicht zufäl­lig so, denn mit der­ar­ti­ger Musik ver­bin­de ich weni­ges so sehr wie Schall­wel­len. Sei­ne Wie­der­ver­öf­fent­li­chung im März 2017 ist ein will­kom­me­ner Anlass, es ein­mal genau­er zu begut­ach­ten.

OTUS – The­ta Syn­chro­ny

Laut offi­zi­el­ler Beschrei­bung han­delt es sich bei „7.83Hz“ tat­säch­lich um ein Kon­zept­al­bum, das aller­dings mit Schall­wel­len weni­ger zu tun hat als mit ganz ande­ren Phä­no­me­nen, indem es in ins­ge­samt drei Kapi­teln das nicht völ­lig unbe­kann­te Zitat Timo­thy Lea­rys, man möge „ein­schal­ten, ein­stel­len, aus­stei­gen“ („turn on, tune in, drop out“), ver­tont.

Das Ergeb­nis frei­lich klingt weni­ger hip­piesk als die Beschrei­bung es glau­ben las­sen mag, denn das hier ist, ver­dammt noch mal, Doom-Metal mit einer Extra­por­ti­on Arsch­tritt, mit­hin: genau das Rich­ti­ge für einen ent­spann­ten Fei­er­abend, wie ich mei­ne.

OTUS – Avi­dya (full song)

Ich höre Post­rock, Stoner Rock und eine Men­ge auf­ge­stau­ter Ener­gie; wer dar­an teil­ha­ben möch­te, dem sei Bandcamp.com ein Hafen.

Feu­er frei.