Ein reichlich überzogenes Verfahren, seinem Ärger über das Verhalten manches Musikkonsumenten Luft zu machen, wählte Trent Reznor (Nine Inch Nails), der in einem Interview im Januar 2017 seinen Missmut darüber beklagte, dass das Internet zu vielen Leuten eine zu dominante Plattform für destruktive Musikkritik biete, bei der Verteilung eines Bonuspakets für Käufer der im vergangenen Jahr erschienenen EP “Not the Actual Events”: Dieses scheint allerlei Text- und Bildbeilagen zu enthalten, überdies ein eigenartiges schwarzes Pulver, das die Fingerabdrücke desjenigen, der das Paket öffnet, unweigerlich auf seinen Inhalt bannt. Es ließe sich also durchaus daraus folgern, dass hier ein besonders effizienter Kopierschutz vorliegt: Wer versucht, den Inhalt auf so Tauschbörsen hochzuladen, hinterlässt dabei auch eindeutige Spuren, die unter Umständen seine eindeutige Identifizierung erlauben.
Gerüchten zufolge hat Sony Entertainment, die Firma, die in ihren Gefechten gegen unlizenzierte Medienkopien auch schon mal mit Schadsoftware, Kundentäuschung und juristischen Repressionen arbeitet, diese Idee begeistert aufgenommen und plant in kommende CD-Veröffentlichungen ihrer Künstler winzige Skalpelle zu integrieren, um abfotografierte CD-Cover anhand der Blutspuren eindeutig zurückverfolgen zu können.


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