Den Brauch, einander die Hand zu reichen, um einander zu beweisen, dass man zumindest in einer Hand keine Waffe trägt, kann ich zumindest historisch verstehen, wenngleich ich es aus hygienischen Gründen (ich fasse die meisten Menschen nur ungern an) selbst so häufig zu vermeiden versuche wie möglich, ihm nachzukommen. Selten traf ich bei begründet verweigerter Entgegennahme der so lax wie künstlich entgegengestreckten schweißnassen Hand auf Unverständnis, niemals allerdings traf ich bislang auf Spießer wie diese Lehrerin:
Vier Mal soll die Pädagogin der Schule in Berlin-Pankow den Geistlichen unter Hinweis auf deutsche Gebräuche nachdrücklich aufgefordert haben, ihr die Hand zu reichen. Der Imam legte stattdessen die Hand aufs Herz — dies sei die höchste in seiner Religion mögliche Respektbezeugung bei der Begrüßung einer Frau. Das habe der Lehrerin jedoch nicht ausgereicht, sie habe daraufhin das Gespräch abgebrochen.
Wer einander anzufassen sich weigert, verhalte sich frauenfeindlich, lautet die Argumentation; was in einer Zeit, in der der Feminismus gewohnt laut krakeelend versucht, nicht explizit genehmigte Berührungen zur Beinahevergewaltigung umzudefinieren, so manches aussagt. Wer eine Lehrerin nicht anfassen will, der verwirkt dadurch sein Recht darauf, dass sie ihren Pflichten nachkommt. Ist schließlich Deutschland hier. Hier wird gefälligst konservativ gewählt, Trottelsport bejubelt und einander bei jeder sich bietenden Gelegenheit angefasst. Da muss man sich schon integrieren oder man fliegt raus aus der Gesellschaft. So geht das ja nun nicht.
Bei Bonobos ist es übrigens Teil des sozial erwünschten Verhaltens, Spannungen durch Penisfechten abzubauen. Wir können viel von Bonobos lernen.
Apropos Beknackte: Nach der Räumung eines widerrechtlich besetzten Gebäudes zur Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge haben Linksextreme in Berlin mehrere Autos in Brand gesteckt. Das hat die Polizei jetzt davon.


Ach komm, darum geht es doch gar nicht (Frauenfeindlichkeit, Deutschland usw.). Natürlich hat diese dumme Sau (das ist wohl die korrekte Übersetzung von Iman/Pfaffe, wenn ich mich nicht irre) dieser Frau verdammt nochmal die Hand zu geben — und zwar nur aus einem Grund: Weil er sich aus religiösen Gründen verweigert hat. Andere Gründe (Hygiene, Menschenhaß) sind m. E. völlig in Ordnung. Dieser Faschisten“grund” jedoch nicht.
Niemand muss irgendjemandem die Hand geben. Das einzufordern ist lächerlich — völlig unabhängig davon, was man von Religion hält (in meinem Fall bekanntlich: nichts).
So sieht das halt nach “wäwäwäwäwäwä” aus.
#aufschrei