Offensichtlich demonstrieren heute sog. “Neonazis” in Leipzig für oder gegen irgendwas, Genaueres scheint sich der allgemeinen Berichterstattung zu entziehen. Natürlich nennt man das dann nicht Demonstration, sondern “Aufmarsch”, als bliebe das Wort “Demonstration” denen vorbehalten, deren politische Forderungen und Ideale sich auf “wir sind gegen die” beschränken; dafür sind ihre Eltern 1968 nicht auf die Straße gegangen, aber wer will schon sein wie seine Eltern?
Man mag ja fast nicht zuschauen:
Böller und Steine fliegen Richtung Nazis
Die Nazis haben ja offensichtlich diese Provokation bewusst gesucht, immerhin haben sie sich in antifaschistische Stadtteile (ob die Stadtteile das wissen?) begeben. Schuld trägt außerdem natürlich die Polizei, die die Demonstranten an größeren Schäden zu hindern versucht, ohne sie bliebe sicherlich alles friedlich.
Da sind Twitterrevolutionäre ja beinahe noch harmlos:
Es kann vorkommen dass ich hier Gewalt gegen Faschisten ausdrücklich befürworte.
Sport frei.
Wenn’s für Denksport eben nicht reicht.

